GetSpeed Performance startet 2021 in der DTM

GetSpeed Performance startet 2021 in der DTM

Die Erfolgsgeschichte von GetSpeed Performance geht weiter. In der Saison 2021 steigt das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring in die DTM ein. Pilotiert wird der Mercedes-AMG GT3 von Arjun Maini, dem ersten indischen Fahrer in der deutschen Traditionsserie.

Mit dem Start in der DTM schlägt GetSpeed ein neues Kapitel auf. „Es ist das erste Mal, dass wir uns in einer Performance-orientierten Serie ausschließlich auf einen Fahrer im Fahrzeug konzentrieren können“, sagt Teamchef Adam Osieka. „Das ist eine sehr komfortable Situation, denn bislang galt es immer die unterschiedlichen Vorlieben der Fahrer in einem Fahrzeug bei einem Langstreckenrennen unter einen Hut zu bringen. In der DTM gibt es diesbezüglich keine Kompromisse und ich erwarte packende Rennen und erstklassigen Motorsport.“

Auch für Maini beginnt in der DTM ein neuer Abschnitt seiner Karriere. Zum ersten Mal geht der Inder in einer GT3-Serie an den Start. „Ich freue mich sehr auf meine erste Saison in der DTM mit GetSpeed und dem Mercedes-AMG GT3“, sagt Maini. „Ich kenne die DTM noch sehr aus meiner Zeit in der Formel-3-Europameisterschaft. Sie genießt weltweit einen guten Ruf und ist für mich die perfekte Gelegenheit, mich mit schnellen GT3-Piloten zu messen. Aktuell kann ich natürlich nur schwer einschätzen, wo ich im Vergleich zu meinen Mitstreitern stehe. Unabhängig davon ist jedoch mein Ziel, in der DTM gute Ergebnisse abzuliefern.“

Maini begann seine Rennfahrerkarriere 2006 im Kartsport. 2011 gewann er die indische Juniorenmeisterschaft und nahm an dem Nachwuchswettbewerb ‚One from a Billion‘ des damaligen Formel-1-Rennstalls Force India teil. Als Sieger erhielt er die Möglichkeit, Kartrennen in Europa zu bestreiten. 2013 wechselte er in den Formelsport und feierte unter anderem in der britischen Formel-4-Meisterschaft Erfolge. Am Ende belegte er mit nur drei Punkten Rückstand auf seinen Teamgefährten und heutigen Formel-1-Fahrer Georg Russell Rang zwei. Sein Weg führte den heute 23-Jährigen über die Formel-3-Europameisterschaft und die GP3-Serie bis in die FIA Formel-2-Meisterschaft, wo er 2018 und 2019 am Start war. 2019/2020 bestritt er Rennen in der Asian Le Mans Series, holte einen Sieg in der LMP2-Am-Klasse beim 4-Stunden-Rennen in Shanghai und beendete die Saison auf dem fünften Platz.

GetSpeed Performance ist seit 2019 fester Bestandteil der internationalen GT3-Szene. Die Wurzel des in Meuspath nahe des Nürburgrings beheimateten Rennstalls ist die Nürburgring-Nordschleife. Seit 2013 ist das Team in der Nürburgring Langstrecken-Serie und beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring erfolgreich unterwegs. Vor zwei Jahren folgte der Wechsel zu Mercedes-AMG und nach nur einem Jahr wurde GetSpeed offizielles Performance-Team. Neben den Nordschleifen-Einsätzen bestritt die Mannschaft in den vergangenen zwei Jahren Rennen in der GT World Challenge Europe, im International GT Open sowie in der deutschen GT4-Meisterschaft.

In der DTM kommen 2021 erstmals GT3-Fahrzeuge zum Einsatz. Ein Rennwochenende umfasst zwei Freie Trainings am Freitag sowie je ein Qualifying und ein einstündiges Rennen mit Boxenstopp am Samstag und am Sonntag. Bei acht Veranstaltungen in Deutschland und dem benachbarten Ausland stehen 16 Rennen auf dem Programm. Der Saisonauftakt findet vom 18. bis 20. Juni 2021 im italienischen Monza statt. Weitere Stationen sind der Norisring (2.-4. Juli), Lausitzring (23.-25. Juli), Zolder (6.-8. August), Nürburgring (20.-22. August), Red Bull Ring (3.-5. September) und Assen (17.-19. September), ehe vom 1. bis 3. Oktober auf dem Hockenheimring das große Finale steigt. Alle Rennen werden im Free-TV auf SAT.1 übertragen.

Drei Fragen an Maximilian Götz

Am kommenden Samstag um 12:00 Uhr startet GetSpeed beim ersten von neun NLS-Läufen in die Rennsaison auf der Nürburgring-Nordschleife. Der Höhepunkt wird auch in diesem Jahr das ADAC TOTAL 24h-Rennen vom 3. bis 6. Juni sein. Mercedes-AMG Fahrer Maximilian Götz, der die Saison der Nürburgring Langstrecken-Serie und das 24-Stunden-Rennen für das Mercedes-AMG Team GetSpeed bestreiten wird, blickt auf die Saison der NLS und spricht über die Zielsetzung für das Saisonhighlight.

❓ Max, wie groß ist die Vorfreude auf den ersten Start auf der Nürburgring-Nordschleife in diesem Jahr?
Maximilian Götz: Die Vorfreude ist riesig. Es ist eine Ehre für mich, auch in diesem Jahr wieder mit dem Mercedes-AMG GT3 die legendäre Nürburgring-Nordschleife zu befahren. Das ist für jeden Rennfahrer eine der faszinierendsten Rennstrecken überhaupt, es gibt weltweit nichts Vergleichbares.

Wie wichtig sind die Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie auch im Hinblick auf den Saisonhöhepunkt, das 24-Stunden-Rennen, im Juni?
Maximilian Götz: Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ist für mich das anspruchsvollste Rennen der Welt. Umso wichtiger ist es, die NLS-Läufe als Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt konzentriert anzugehen und jede Sekunde auf dieser herausfordernden Rennstrecke zu nutzen. Für das Team geht es darum, das Set-Up kontinuierlich zu optimieren. Denn beim 24-Stunden-Rennen muss dann alles perfekt sein. Das heißt aber nicht, dass wir bei den NLS-Läufen nicht auch schon aufs Podium fahren wollen. Als Rennfahrer tritt man schließlich bei jedem Rennen an, um zu gewinnen.

Wie wird das Ziel für das 24-Stunden-Rennen lauten?
Maximilian Götz: Das Ziel für das 24-Stunden-Rennen in diesem Jahr ist klar: Wir wollen um den Sieg fahren! Ich persönlich habe nach den vergangenen Jahren ohnehin noch eine Rechnung mit der Grünen Hölle offen. Die Voraussetzungen sind optimal, die Fahrerbesetzung ist exzellent. Vielleicht ist das Glück diesmal auf unserer Seite.

GetSpeed startet die Nordschleifen-Offensive

Mit einem starken Aufgebot startet GetSpeed Performance am 27. März 2021 beim Saisonauftakt der Nürburgring Langstrecken-Serie. Das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring setzt zum ersten Rennen der Saison drei Mercedes-AMG GT3. Die Speerspitze bilden Maximilian Götz, Daniel Juncadella und Raffaele Marciello im Fahrzeug mit der Startnummer #2. Auf der #8 wechseln sich die drei Franzosen François Perrodo, Emmanuel Collard und Matthieu Vaxiviere ab. Einen Neuzugang gibt es im Mercedes-AMG GT3 von Janine Shoffner: Mit Moritz Kranz steigt einer der schnellsten Bronze-Fahrer der NLS in die GT3-Klasse auf.

„Die Winterpause war lang, umso mehr freuen wir uns, dass es nun endlich wieder losgeht“, sagt Teamchef Adam Osieka. „Beim ersten Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie haben wir ein starkes Lineup am Start – mit unterschiedlichen Zielen. Die #2 ist unser Performance-Fahrzeug. Maximilian, Daniel und Raffaele starten zur Vorbereitung auf das 24h-Rennen. Hier zählt jeder Nordschleifen-Kilometer, um für den Langstreckenklassiker Daten zu sammeln. Auf der #9 begrüßen wir Neuzugang Moritz, der zusammen mit Janine die komplette Saison bestreiten wird. Beide haben ein Auge auf den Titel in der Am-Kategorie der SP9-Klasse geworfen. In der #8 sind neben Matthieu, der für uns ebenfalls beim 24h-Rennen am Start ist, auch François und Emmanuel im Boot, die aufgrund von Terminüberschneidungen 2021 nur vereinzelt dabei sein können. Bei NLS 2 und NLS 3 stoßen dann mit Jules Gounon und Dirk Müller zwei ausgemachte GT3-Experten zu unserem Team hinzu, die zusammen mit Matthieu und dem Nordschleifen-Spezialisten Fabian Schiller ein zweites Performance-Fahrzeug beim 24h-Rennen besetzen. Ich denke, wir sind sehr gut aufgestellt.“

„Unsere Devise ist Durchfahren“, sagt Götz, der zuletzt im November im Rennauto gesessen hat. „Man muss sich erst einmal einschießen, den Rhythmus finden und Vertrauen zum Fahrzeug aufbauen. Daher werden wir es nicht übertreiben und die Erwartungen sind dementsprechend nicht allzu hoch. Die Bedingungen werden vermutlich ein Pokerspiel, weil es noch recht kalt sein dürfte. Auf jeden Fall freue ich mich sehr, die Jungs von GetSpeed wieder zu sehen. Wir haben nach dem 24h-Rennen im September noch eine Rechnung offen und ich freue mich, auch in diesem Jahr wieder dabei zu sein.“

Zwei Debütanten im GetSpeed-Aufgebot 2021

Daniel Juncadella ist neu im GetSpeed-Aufgebot. Der 29-jährige Spanier gewann 2012 die Formel-3-Euroserie. Von 2013 bis 2019 bestritt er insgesamt 94 Rennen in der DTM, holte einen Sieg und drei Pole-Positions. 2013 und 2014 war er zudem Formel-1-Testfahrer. Seit 2016 ist Juncadella sporadisch in der Nürburgring Langstrecken-Serie unterwegs. Bei seinem zweiten Rennen – damals noch zur Erlangung der DPN – holte er einen Klassensieg im Toyota GT 86. „2020 kam ich Corona-bedingt leider nur beim 24h-Rennen zum Einsatz – jetzt freue ich mich auf eine tolle Saison mit GetSpeed“, sagt Juncadella. „Das Team ist vor allem auf der Nordschleife extrem stark und ich habe sehr gute Teamkollegen. Natürlich arbeiten wir bei den ersten NLS-Einsätzen auf das 24h-Rennen hin. Trotzdem gehe ich immer mit dem Ziel zu gewinnen an den Start. Ich habe im vergangenen Jahr unglaublich viele Runden auf der Nordschleife im Simulator gedreht. Jetzt kann ich endlich die Grüne Hölle wieder real unter die Räder nehmen.“

Sein erstes Rennen im Mercedes-AMG GT3 bestreitet Kranz, der in den vergangenen Jahren in der NLS in der GT4- und Porsche-Cup-Klasse am Start gewesen ist. Auf sein Konto gehen nicht weniger als 40 Klassensiege, seit 2013 ist der 33-Jährige in dem Nordschleifen-Championat dabei. „Der Sprung von dem Cup-Porsche auf den GT3-AMG dürfte nicht viel größer sein als seinerzeit vom GT4 in den Cup-Porsche. Trotzdem bin ich sehr gespannt, was mich erwartet“, sagt er. „Die Aerodynamik eines Rennfahrzeugs zu nutzen, habe ich bei meinen Einsätzen im LMP3 bereits gelernt. Das gilt es jetzt auf die Nordschleife zu bringen. Ich werde den Test am Freitag vor dem Rennen intensiv nutzen und bin dann zuversichtlich, dass mir zusammen mit Janine ein gutes Ergebnis gelingt.“

Erst Weltall, dann wieder Grüne Hölle

Dass John Shoffner sich 2021 nicht zusammen mit seiner Ehefrau Janine im Mercedes-AMG GT3 abwechselt, hat einen direkten Zusammenhang mit dem neuen Fahrzeugsponsor Axiom Space. Das Weltraum-Struktur-Unternehmen aus den USA begleitet Privatleuten auf der Reise zur internationalen Raumstation ISS – vom Training bis zum Flug selber. Für Shoffner ist dies ein wahr gewordener Lebenstraum und er bereitet sich derzeit gewissenhaft als Backup-Missionspilot für Ax-1 vor, die erste vollständig private Mission der Geschichte zur ISS, die für 2022 geplant ist. „Schon als Kind habe ich davon geträumt, einmal ins All zu fliegen“, sagt Shoffner. „Nun wird dieser Traum Wirklichkeit. Dafür werde ich meine zweite große Leidenschaft, das Rennenfahren, ein Jahr lang pausieren.“

Das erste Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden. Die Startampel schaltet am Samstagmittag pünktlich um 12 Uhr auf grün. Die wilde Fahrt durch die Grüne Hölle können Fans nicht nur im Livestream auf VLN.de am heimischen Bildschirm verfolgen, sondern auch direkt aus dem Cockpit des GetSpeed Mercedes-AMG GT3 auf GetSpeed.tv.

GetSpeed startet mit Bruno Baptista in der GT World Challenge Europa

GetSpeed Performance bringt ein neues Nachwuchstalent in den GT-Sport. Bruno Baptista startet 2021 für das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring in der GT World Challenge Europe. Der 23-jährige Brasilianer nimmt die Saison mit einem Mercedes-AMG GT3 im Silver-Cup des weltweit größten GT3-Championats in Angriff.

„Ich freue mich sehr, zusammen mit Team GetSpeed Performance im Endurance Cup der GTWC an den Start zu gehen“, sagt Baptista. „Das Team hat die Qualität, in der Meisterschaft erfolgreich zu sein, das habe ich bei unseren Tests in Paul Ricard schnell gemerkt. Dazu will ich meinen Teil beitragen. Mein Ziel ist es, im europäischen Langstreckensport Fuß zu fassen und Erfahrungen zu sammeln. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf guten Ergebnissen im Silver-Cup, in dem man sich als aufstrebendes Talent beweisen kann.“

Der Endurance Cup der GTWC ist für Baptista der nächste Schritt auf der Karriereleiter. In der brasilianischen Metropole São Paulo geboren, entdeckte er früh seine Leidenschaft für den Kartsport. In den Fußstapfen von Ayrton Senna und Rubens Barrichello führte ihn sein Weg zunächst im Formelsport bis in die GP3-Serie. Von 2017 bis 2020 startete er in der südamerikanischen Porsche Endurance Serie und in der brasilianischen Stock Car Meisterschaft.

„Nicht nur für Bruno ist es Zeit, den nächsten Schritt zu machen“, sagt Teamchef Adam Osieka. „Nach unseren ersten Einsätzen in der GT World Challenge im vergangenen Jahr, starten wir nun 2021 durch und bringen für die komplette Saison ein Fahrzeug im Silver-Cup an den Start. Bruno hat bei unseren Tests eine exzellente Performance gezeigt. Wir bringen ein leistungsfähiges Paket an den Start. Wer die Rennen an seiner Seite bestreiten wird, geben wir in Kürze bekannt.“

Der Endurance-Cup der GT World Challenge Europe umfasst fünf Veranstaltungen. Nach dem Saisonauftakt in Monza (16.-18. April) macht die Serie Station in Paul Ricard (28.-30. Mai), ehe vom 29. Juli bis zum 1. August mit dem 24h-Rennen in Spa-Francorchamps das Saisonhighlight auf dem Programm steht. Der Heimspiel für GetSpeed ist das Rennen auf dem Nürburgring (3.-5. September), das Saisonfinale findet in Barcelona (8.-10. Oktober) statt.

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