GetSpeed testet zwei Tage in Paul Ricard

GetSpeed testet zwei Tage in Paul Ricard

Bei GetSpeed Performance laufen die Saisonvorbereitungen weiter auf Hochtouren: Von Mittwoch bis Donnerstag kehrt die Mannschaft nach Paul Ricard in Frankreich zurück. Mit drei Mercedes-AMG GT3 bereitet sich GetSpeed auf dem Hochgeschwindigkeitskurs auf die Einsätze 2021 in unterschiedlichen Rennserien vor.

Wenn auch am Nürburgring beheimatet, ist die Rennstrecke im französischen Paul Ricard fast schon wie eine zweite Heimat für GetSpeed. Neben unzähligen Testkilometern hat das Team aus der Eifel hier im vergangenen Jahr große Erfolge eingefahren. Im International GT Open holten Jens Liebhauser und Florian Scholze einen Sieg und beim Finale der GT World Challenge Europe waren Alessio Lorandi, Fabian Schiller und Yelmer Buurman am Ende das zweitbeste Mercedes-AMG-Team.

Die 5,8 Kilometer lange Rennstrecke nahe der Ortschaft Le Castellet ist vor allem durch ihre farbigen Asphaltstreifen in den Auslaufzonen bekannt, die zusammen mit den rot-weiß lackierten Curbs ein unverwechselbares Streckenbild entstehen lassen. Die unterschiedlichen Farben sind aber keineswegs rein optischer Natur: Die Auslaufzonen sind komplett asphaltiert und haben unterschiedliches Grip-Niveau, um die Fahrzeuge abzubremsen und maximale Sicherheit zu gewährleisten.

GetSpeed Performance hat 2021 große Ziele

Hinter dem Team GetSpeed Performance liegt ein erfolgreiches Motorsportjahr 2020. Auf internationalem Parkett hat die Mannschaft aus dem Gewerbepark am Nürburgring für Aufsehen gesorgt, Erfolge und Titel eingefahren. Im Interview lässt Teamchef Adam Osieka die abgelaufene Saison Revue passieren und gibt einen Ausblick auf 2021. GetSpeed hat in der neuen Saison große Ziele.

Adam, wenn Du auf das Jahr 2020 zurückblickst, was bleibt hängen?
Die Corona-Pandemie hat große Teile unseres Lebens bestimmt – auch im Motorsport. Nicht nur für GetSpeed, für eine Vielzahl an Teams war 2020 ein schwieriges Jahr, vor allem durch den Lockdown im März. Normalerweise hätte zu diesem Zeitpunkt die Motorsportsaison begonnen und wir waren monatelang erst einmal zum Warten verurteilt. Als dann im Juni die ersten Rennen starteten, waren wir sehr erleichtert. Es gab Auflagen und Einschnitte, aber wir konnten endlich Rennen fahren. Das ist schließlich unser Job.

Wie fällt Dein Fazit aus sportlicher Sicht aus?
Auch aus dieser Sicht werden wir 2020 so schnell nicht vergessen. Wir haben große Erfolge gefeiert. Auf der Nürburgring-Nordschleife waren wir zum ersten Mal als offizielles Mercedes-AMG Team unterwegs – und wir haben abgeliefert. In der Nürburgring Langstrecken-Serie haben wir unter anderem zwei Podestplätze gefeiert und eine Pole-Position errungen. Beim Saisonhöhepunkt, dem 24h-Rennen, haben wir dann der ersten Rennhälfte unseren Stempel aufgedrückt. Wir haben um die Spitze mitgekämpft und das Rennen sechs Stunden lang angeführt. Unter fast schon surrealen Bedingungen in der Nacht, kurz vor der Rennunterbrechung, hatten wir dann leider einen Unfall. Mit unserem Pro-Am-Fahrzeug haben wir schließlich Platz drei geholt. Alles in allem war das eine extrem starke Teamleistung.

Aber Ihr habt nicht nur auf Eurer Heimstrecke Erfolge eingefahren…
Wir haben im International GT Open zusammen mit Jens Liebhauser und Florian Scholze die Meisterschaft in der Am-Wertung gewonnen. Dabei waren wir die gesamte Saison über sehr erfolgreich. Von zehn Rennen haben wir sieben gewonnen und standen neunmal auf dem Podium – das war schon nahe der Perfektion. Dieser Triumph ist auch das Ergebnis unseres Coaching-Programms, bei dem wir ambitionierte Amateurpiloten zum Erfolg führen. Auch in der GT World Challenge Europe haben wir in unserer ersten Saison zeigen können, was wir imstande zu leisten sind. Beim Gastspiel der weltweit stärksten GT3-Serie zum Beispiel auf dem Nürburgring Grand-Prix-Kurs haben wir von 47 Fahrzeugen Rang sieben eingefahren.

Die Planungen für 2021 laufen sicher schon auf Hochtouren. Wo wird man GetSpeed im nächsten Jahr sehen?
Wir werden 2021 konsequent den Weg weitergehen, den wir bereits in den letzten zwei Jahren eingeschlagen haben. Auf der einen Seite sehen wir uns als Performance-Team, das in der Lage ist, auch auf internationalem Asphalt zu bestehen und sich zu behaupten. Dies machen wir erneut auf der Nordschleife mit Schwerpunkt auf dem 24h-Rennen. Wir haben hier noch eine Rechnung offen. Daneben planen wir den Einsatz im ADAC GT Masters. Auf der anderen Seite wollen wir auch weiter ambitionierten Amateurpiloten eine Plattform für Erfolg bieten. Wir setzen zwei Fahrzeuge in der GT World Challenge Europe ein – eins in der Pro-Am-Kategorie und eins im Silver-Cup. Hier suchen wir noch nach dem letzten, passenden Kandidaten. Daneben planen wir aktuell die Teilnahme in der GT Rebellion, der neuen GT3-Amateurserie der SRO.

Wann startet für Euch die neue Saison?
Bereits Anfang Februar treten wir unsere alljährliche Reise in den Süden an. Hier beginnt unser Test- und Vorbereitungsprogram 2021 in Barcelona, Portimão und Paul Ricard. Dabei fällen wir auch die Entscheidung für die Fahrerpaarung im Silver-Cup-Auto in der GTWC. Zudem werden wir neben unserem Junior-Auto in der GTWC auch ein Nachwuchsprogramm auf dem Nürburgring starten. Das Paket beinhaltet die Teilnahme am 24h-Rennen mit zwei exklusive Nordschleifen-Tests, NLS-Rennen sowie des 6h-Qualifikations-Rennen als Vorbereitung – alles an der Seite von zwei erfahrenen Mercedes-AMG-Werksfahrern. Auch hier haben wir unserer finale Fahrer-Entscheidung noch nicht getroffen.

Weihnachten ist traditionell die Zeit, die Akkus aufzuladen und sich für die neue Saison zu stärken. Wie sieht das bei GetSpeed aus?
Unser Headquarter am Nürburgring bleibt über die Feiertage geschlossen. Das bedeutet aber nicht, dass bei uns alle Räder stillstehen. Nicht nur ich bin ein unermüdlicher Workaholic, auch meine Mannschaft legt nicht einfach die Füße hoch. Wir schmieden Pläne und tauschen permanent Gedanken und Ideen aus. Auch in den kommenden Tagen. Schließlich haben wir große Ziele und sind hungrig nach Erfolg.

GetSpeed startet mit zwei Mercedes-AMG GT3 im Rahmen der Formel 1 in Portimão

Die Formel 1 kehrt nach 25 Jahren Pause nach Portugal zurück – und GetSpeed Performance ist mit zwei Mercedes-AMG GT3 dabei. Im Rahmen des Großen Preises von Portugal starten Janine und John Shoffner in der Portimão GT Pirelli Challenge, einem Einladungsrennen für GT-Fahrzeuge. Anders als bei den Einsätzen auf der Nürburgring Nordschleife treten sie in den 25-minütigen Sprintrennen gegeneinander an.

„Ich freue mich sehr auf das Rennen im Rahmen der Formel 1 – diese Gelegenheit hat man nicht jeden Tag. Aus der Grünen Hölle an die Algarve – das wird ein Kontrastprogramm zu unseren bisherigen Nordschleifeneinsätzen in diesem Jahr“, sagt Janine Hill. „Im September hatten wir beim 24h-Rennen zuletzt einstellige Temperaturen und Regen. Jetzt erwarten uns 20 °C und Sonnenschein.“

Der sportliche Wert eines singulären Einladungsrennens reicht nicht an den einer kompletten Rennserie heran. Trotzdem ist Teamchef Adam Osieka gewohnt ehrgeizig: „Auch wenn der Eventcharakter und der Spaß bei so einer Unternehmung eine große Rolle spielen, gehen wir als Team das Rennen mit maximaler Ernsthaftigkeit an. Wir sind Racer, genau wie unsere Kunden Janine und John. Daher wollen wir am Ende gemeinsam bestmöglich abschneiden.“

Das Autódromo Internacional do Algarve zählt zu den weltweit modernsten Rennstrecken und ist aufgrund seiner 32 unterschiedlichen Streckenvarianten besonders als Teststrecke sehr beliebt. Bei der Portimão GT Pirelli Challenge wird die 4,684 Kilometer lange Formel-1-Version gefahren, die mit sieben Links- und neun Rechtskurven sowohl schnelle als auch technische Passagen umfasst. Für GetSpeed Performance ist der Kurs kein Neuland. Im Februar veranstaltete das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring an gleicher Stelle einen exklusiven Wintertest.

Im Rahmen der Formel 1 stehen zwei Sprintrennen über die Distanz von 25 Minuten auf dem Programm, Rennen eins am Samstag ab 09:45 Uhr und Rennen zwei am Sonntag ab 09:15 Uhr. Bei einem Freien Training am Freitag können sich die Piloten von 09:00 bis 9:45 Uhr auf den Kurs einschießen. Die Startpositionen werden ebenfalls am Freitag in einem 25-minütigen Qualifying um 13:45 Uhr ausgefahren.

GetSpeed Performance begrüßt Pläne zur DTM mit GT3-Fahrzeugen

Das Team GetSpeed Performance begrüßt die Pläne der DTM, die kommende Saison mit GT3-Fahrzeugen auszurichten. Einem Bericht der englischen Fachzeitschrift Autosport zufolge, will die Dachorganisation ITR für die kommende Saison eine Serie nach einem erweiterten GT3-Plus-Reglement beim Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) anmelden. Dabei setzt ITR-Boss Gerhard Berger auf ein „Sprintrennformat, in dem professionelle und unabhängige Teams Profirennfahrer an den Start bringen.“

GetSpeed-Teamchef Adam Osieka begrüßt Bergers Konzept: „Die DTM ist eine starke Marke, die in Europa einen hohen Stellenwert genießt. Ich bin davon überzeugt, dass das Konzept aufgehen kann und wir sind sehr daran interessiert, als Team 2021 in der DTM an den Start zu gehen. Der Reiz liegt für uns vor allem in dem erweiterten GT3-Reglement und der Tatsache, dass Sprintrennen mit Profirennfahrern bestritten werden. Das Konzept hat viel Potenzial.“

In der Saison 2020 ist GetSpeed Performance in der GT World Challenge, den International GT Open, der Nürburgring Langstrecken-Serie sowie dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring engagiert. Zum Einsatz kommen in allen Serien Mercedes AMG GT3 der neusten Generation. Bei den Rennen in der Grünen Hölle ist das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring offizielles „Mercedes-AMG Performance-Team“.

GetSpeed testet mit zwei GT3 in Südfrankreich

Die Vorbereitungen für den Start in die Motorsport-Saison laufen bei GetSpeed auf Hochtouren: Am kommenden Wochenende (13.+14. Juni 2020) testet die Mannschaft rund um Adam Osieka mit zwei Mercedes-AMG GT3 auf der Formel-1-Rennstrecke Circuit Paul Ricard um sich auf die bald beginnende Motorsport-Saison vorzubereiten. Im Fahrzeug für die NLS wechseln sich die Franzosen Matthieu Vaxivière, Emmanuel Collard und François Perrodo ab. Jens Liebhauser und Florian Scholze bereiten sich mit der GetSpeed-Crew für die Saison in der GT Open vor.

Der erste Renneinsatz für das Mercedes-AMG Team GetSpeed ist für den 27. Juni 2020 in der Nürburgring Langstrecken-Serie geplant. Der Kalender der Rennserie am Nürburgring umfasst acht Rennen. Die Internationale GT Open startet vom 6. bis 9. August auf dem Hungaroring (Ungarn). Weitere Stationen der Serie sind der Red Bull Ring (Österreich), Monza (Italien), Spa-Francorchamps (Belgien) und der Circuito de Barcelona Catalunya (Spanien).

Die Motoren laufen wieder

GetSpeed bietet umfangreiche Testmöglichkeiten bis zum Saisonstart

Endlich dröhnen die Motoren wieder: GetSpeed Performance hat nach der rennfreien Zeit, bedingt durch die Corona-Pandemie, die Arbeit an der Rennstrecke wieder aufgenommen. In der vergangenen Woche testete das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg mit zwei Mercedes-AMG GT3 der neusten Generation. Nun stehen weitere Test-Termine auf dem Programm, ehe Ende Juni mit Rennen eins der Nürburgring Langstrecken-Serie (VLN) die Motorsport-Saison 2020 hoffentlich durchstartet. Abseits des Rennprogramms bietet GetSpeed neun Testtage für interessierte Fahrer in Spa-Francorchamps, am Nürburgring, am Hockenheimring, am Red Bull Ring (Österreich) und auf dem Circuit Paul Ricard (Frankreich) an.

„Wir haben die verordnete Zwangspause genutzt, um uns intensiv auf die kommenden Rennen vorzubereiten“, sagt Teamchef Adam Osieka. „Diese Vorbereitung hilft uns nun bei der Arbeit an der Rennstrecke enorm. Der zweitägige Test in Hockenheim mit Fabian Schiller und Maximilian Buhk war sehr erfolgreich.“

An der Seite der Mercedes-AMG Performance-Piloten Fabian Schiller und Maximilian Buhk, die bei den Tests als Coach und Referenzfahrer dabei sind, haben interessierte Fahrer die Möglichkeit, am Volant des nagelneuen Mercedes-AMG GT3 Platz zu nehmen. „Fabian und Maximilian sind absolute Rennprofis. Mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung unterstützen sie unsere Kunden an einem Testtag und fördern die positive Entwicklung im Kennenlernen des Fahrzeugs“, erklärt Osieka.

Die Test-Termine im Überblick

29. + 30.05. – Nürburgring Grand-Prix-Kurs
03.06. – Hockenheimring Baden-Württemberg
08.06. + 09.06. – Red Bull Ring (Österreich)
13. + 14.06. – Circuit Paul Ricard (Frankreich)
23. + 24.06. – Spa-Francorchamps (Belgien)

Teste den aktuellen Mercedes-AMG GT3 vom 4. bis 6. Mai 2020 auf dem Hockenheimring

Vom Simulator zurück in den Rennwagen: Das Mercedes-AMG Team GetSpeed macht es möglich! Nach dem wochenlangen Stillstand auf der Rennstrecke bieten wir vom 4. bis 6. Mai 2020 eine kurzfristige Testmöglichkeit an. Teste mit unserem erfahrenen Team den aktuellen Mercedes-AMG GT3 auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg.

Open Pitlane an allen drei Tagen jeweils zwischen 9-12 Uhr und 13-16 Uhr.

Der Mercedes-AMG GT3 setzt Maßstäbe in Sachen Sicherheit – aber auch abseits der Rennstrecke sorgen unsere Hygienevorschriften und Maßnahmen für maximalen Schutz um Infektionen vorzubeugen.

Mit guten Karten in der Hand zum GT4-Finale an den Sachsenring 

Hamza und Jusuf Owega greifen für GetSpeed nach dem Titel

GetSpeed Performance hat vor dem Finale der ADAC GT4 Germany am kommenden Wochenende (27. – 29. September) auf dem Sachsenring zwar nicht mehr alle Trümpfe, aber dennoch sehr gute Karten in der Hand. Für die Drittplatzierten in der Gesamtwertung, Jusuf und Hamza Owega, ist der Titel in der Premierensaison der Serie mit dem Mercedes-AMG GT4 bei 20 Punkten Rückstand auf den Tabellenführer durchaus noch in Reichweite. Auf Platz zwei sind es vor den letzten beiden Saisonrennen gar nur zwei Zähler Rückstand.

„Wir werden für das Finale nochmal alle Kräfte bündeln. Unabhängig vom Ausgang der letzten beiden Rennen in der ADAC GT4 Germany bin ich hochzufrieden mit unserem Auftritt in der neuen Serie. Hamza und Jusuf Owega haben über die gesamte Saison eine sehr starke Leistung geboten. Volle Attacke lautet die Devise für uns nun am Sachsenring. Wenn wir jetzt noch das notwendige Quäntchen Glück haben, können wir eventuell noch nach den Sternen greifen“, sagt Teamchef Adam Osieka.

In der ADAC GT4 Germany erhält der Rennsieger 25, der Zweite 20 und der Dritte 16 Punkte – in den beiden noch ausstehenden Rennen in Hohenstein-Ernstthal sind also noch maximal 50 Punkte zu vergeben. Sechs Fahrer-Paarungen haben insgesamt noch Chancen auf den Fahrertitel. Auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg waren die beiden Kölner zuletzt schnell unterwegs, zwei unverschuldete Kollisionen warfen die damaligen Tabellenführer aber aus der Bahn. In der Fahrerwertung fielen die Brüder von Rang eins auf drei, in der Teamwertung von Platz drei auf fünf zurück. Dennoch ist für GetSpeed beim Schlussakt auf der 3,645 Kilometer langen Strecke noch alles möglich. „Wir werden alles versuchen, den Titel zu gewinnen. Das ist unser Ziel. Theoretisch ist noch alles drin, aber es wird nicht einfach. Dafür müssen wir alles richtig machen“, sagt Hamza Owega. „Der Sachsenring ist sehr speziell. Die Strecke ist sehr technisch, sie fordert den Fahrer heraus. Ich denke, dass sie unserem Auto gut liegt.“

Einem guten Reifenmanagement kommt große Bedeutung zu
Auch der erst 17 Jahre alte Jusuf Owega gibt sich zuversichtlich für die letzten beiden Rennen des Jahres 2019. „Der Sachsenring ist für mich die anspruchsvollste Strecke im Kalender. Es wird vor allem darauf ankommen, die Reifen pfleglich zu behandeln. Das könnte der Schlüssel zum Sieg sein. Wir geben noch lange nicht auf. Ich gehe definitiv davon aus, dass wir vorne dabei sein werden.“

Es wäre keine Novität. Auf dem Podium landeten sie bereits mehrfach in dieser Saison. In Oschersleben und Zandvoort standen sie als Zweite jeweils einmal auf dem Podium. Am Nürburgring wurden sie zweimal Dritte. Hinzu kamen eine Pole für Jusuf Owega in Zandvoort und eine für Hamza Owega am Nürburgring. Sollte den Brüdern am letzten Rennwochenende auch der lang verdiente Rennsieg glücken, würden die Chancen auf den erhofften Titelgewinn weiter steigen. „Die Abläufe und das Setup stimmen. Es gab keine Veranlassung für das Finale etwas zu ändern. Im Qualifying weit vorne zu landen, wird auf dieser Strecke extrem wichtig sein. Überholen ist schwer und es kommt auch öfter mal das Safety-Car raus. Der erste Sieg würde uns auf dem Weg zum Titel mit Sicherheit helfen. Hockenheim hat gezeigt, dass im Rennen aber auch noch viel Unvorhergesehenes passieren kann. Wir werden auf jeden Fall unser Bestes geben,“ sagt Hamza Owega.

SPORT1 überträgt das Samstagrennen der ADAC GT4 Germany ab 11:45 Uhr live im Free-TV. Am Sonntag zeigt SPORT1+ das Finale ab 11:45 Uhr live. Zudem werden die Rennen wie üblich auf SPORT1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac im Livestream online übertragen.

GetSpeed in der GT4 Germany weiter mit Titelchancen

Hamza und Jusuf Owega erleben dramatisches Rennwochenende

GetSpeed Performance gibt sich nach einem enttäuschenden Rennwochenende am Hockenheimring Baden-Württemberg vor dem Saisonfinale der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring (27. – 29. September) kämpferisch. Im Badischen zeigte das Team von Adam Osieka starke Leistungen, zwei unverschuldete Kollisionen warfen den bisherigen Tabellenführer der neuen Serie um die Piloten Hamza und Jusuf Owega aber aus der Bahn. In der Fahrerwertung fielen die Brüder von Rang eins auf drei, in der Teamwertung von Platz drei auf fünf zurück. Dennoch ist für GetSpeed und die beiden Kölner beim Finale in zwei Wochen am Sachsenring noch alles möglich.

„Im ersten Rennen haben wir nach einem unverschuldeten Unfall eine fulminante Aufholjagd gezeigt. Da haben wir uns sensationell zurückgekämpft und sind am Ende Siebte geworden. Am Sonntag gab es schon in Runde eins eine Kollision mit einem anderen Fahrzeug. In deren Folge mussten wir das zweite Rennen leider aufgeben. Wir haben zwar jetzt 20 Punkte Rückstand auf den Tabellenführer, aber wir werden wir auf dem Sachsenring alles geben, um das Unmögliche noch möglich zu machen“, sagt Teamchef Adam Osieka.

Von P22 noch bis auf Platz sieben vorgekämpft
Die erste Qualifikation in der Kurpfalz verlief für das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring bereits nicht nach Plan. Hamza Owega stellte den Mercedes-AMG GT4 nur auf Rang zehn. Im ersten Rennen des Wochenendes fiel der Serien-Spitzenreiter nach einer unverschuldeten Kollision in der Startphase auf Platz 22 zurück. Mit unbändigem Kampfgeist arbeiteten sich die Owegas trotz einer krummen Spurstange und einer kaputten Felge hinten rechts am Auto anschließend durch das Feld. Als Siebte retteten sie zumindest noch neun Punkte für das Gesamtklassement. „Da waren wir komplett schuldlos. Wir haben uns aus allem herausgehalten und wurden dann getroffen. Zum Glück konnten wir das Rennen zu Ende fahren, Platz sieben war noch eine sehr gute Ausbeute“, sagt Jusuf Owega.

Der 17-Jährige fuhr den Mercedes AMG GT4 im Zeittraining am Sonntag dann auf einen aussichtsreichen vierten Startplatz. Die GetSpeed-Piloten waren bereit für den Angriff auf die Spitze. Dieser wurde aber schon in Runde eins abrupt beendet. Nach einer Kollision mit einem Kontrahenten war das Fahrzeug zu stark beschädigt, um weiter fahren zu können. Die Spurstange hinten links war gebrochen. „In dem Moment war an dem Auto leider nichts mehr zu reparieren. Vielleicht hätte ich in der Szene bei dem Überholversuch ein wenig geduldiger sein sollen. Das Risiko war da. Aus solchen Erfahrungen lernt man. Manchmal muss es halt weh tun. Am Ende war es aber nicht meine Schuld“, erklärt Jusuf Owega.

Vor dem Saisonfinale in der Premieren-Saison der ADAC GT4 Germany haben die Owegas nach wie vor sehr gute Chancen auf einen Podiumsplatz in der Gesamtwertung. Auch der Titel ist bei 20 Punkten Rückstand und zwei ausstehenden Rennen noch nicht in weite Ferne gerückt. Auf den Zweitplatzierten sind es lediglich zwei Zähler Rückstand. In der ADAC GT4 Germany erhält der Rennsieger 25, der Zweite 20 und der Dritte 16 Punkte – in den beiden noch ausstehenden Rennen sind also noch maximal 50 Punkte zu vergeben. „Wir geben noch lange nicht auf. Es gilt jetzt, den Kopf hoch zu halten und weiter zu pushen. Der Sachsenring liegt uns. Hoffentlich ist das Glück dann beim Finale auch mal auf unserer Seite“, sagt Jusuf Owega.

Konstanz ist der Schlüssel zum Erfolg

Hamza und Jusuf Owega reisen mit GetSpeed als Tabellenführer zur GT4 Germany

Die Form- und Leistungskurve von GetSpeed Performance in der ADAC GT4 Germany kannte in dieser Saison nur eine Richtung, nach oben. Zum vorletzten Rennwochenende auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg (13. – 15. September) reisen Hamza und Jusuf Owega nicht ohne Grund als Tabellenführer. Die beiden Kölner haben mit dem Mercedes-AMG GT4 die Serie gerockt. Ihre fahrerischen 1A-Vorstellungen wollen sie nun fortsetzen und sich ihre Chancen auf die Meisterschaft für das Finale wahren.

„Es ist beeindruckend zu sehen, wie Hamza und Jusuf sich von Rennen zu Rennen gesteigert haben. Beide sind bei unserem Coaching-Programm für Nachwuchsfahrer sehr lernbegierig und ehrgeizig. Sie bilden mit dem Mercedes-AMG GT4 mittlerweile eine starke Einheit. Viele Rennstrecken waren für uns Neuland und trotzdem haben wir mit unserer Erfahrung aus unzähligen Renneinsätzen schnell das richtige Setup gefunden. Natürlich werden wir jetzt alles daran setzen, dass GetSpeed Performance im Premierenjahr der Serie auch am Ende den Gesamtsieger stellt“, sagt Teamchef Adam Osieka. „Dass das keine leichte Aufgabe ist, haben die bisherigen acht Rennen mit sieben unterschiedlichen Siegern gezeigt. Aber es ist eine machbare Aufgabe.“

Mittelweg finden, zwischen ausruhen und Risiko gehen

Der Vorsprung auf die Verfolger in der Gesamtwertung beträgt allerdings nur zwei beziehungsweise sechs Punkte. Insofern wollen die Owegas mit Köpfchen an die ganze Sache rangehen. „Vielleicht stehen wir jetzt etwas mehr im Fokus, weil wir Tabellenführer sind. Aber grundsätzlich beeinflusst uns das im Rennen beziehungsweise bei der Vorbereitung auf das Wochenende in Hockenheim nicht. Wir werden versuchen, bei den beiden Läufen ein gesundes Mittelmaß zu finden. Ich denke, der Hockenheimring liegt unserem Auto ein wenig mehr als dem BMW M4 GT4 der Zweitplatzierten. Auf dem kleinen Punkte-Vorsprung können wir uns aber nicht ausruhen, auf der anderen Seite dürfen wir auch nicht zu viel Risiko gehen“, betont Jusuf Owega, der zudem Dritter der Juniorwertung ist.

Konstanz wird letztlich der Schlüssel zum Erfolg sein. Dessen ist sich der 17-Jährige sicher. „Das haben wir schon vor der Saison besprochen. Wenn du die Meisterschaft gewinnen willst, musst du konstant punkten und idealerweise nicht ausfallen. Wie man sieht, hat das bis dato gut funktioniert.“

Nur der Rennsieg fehlt noch als Tüpfelchen auf dem i

Im Ziel waren Hamza und Jusuf Owega nie schlechter als Platz sechs, abgesehen vom einem Ausfall auf dem Red Bull Ring. In Oschersleben und Zandvoort standen sie als Zweite jeweils einmal auf dem Podium. Zuletzt wurden sie am Nürburgring zweimal Dritte. Nur der Rennsieg als Tüpfelchen auf dem i fehlt noch. „Das nervt mich wirklich. Wir waren zweimal sehr nah dran. In Zandvoort und am Nürburgring. In den Niederlanden haben wir es selber weg geschmissen. Wenn du immer aufs Podium fährst, kommst du in einen kleinen Teufelskreis. Wir sind am Ring als Führende in die Box gekommen und als Zweite wieder raus. Die Strafzeit in der Box hat uns den Sieg gekostet“, sagt Jusuf Owega. In der ADAC GT Germany muss der Erste des vorherigen Rennens sieben, der Zweite fünf und der Dritte drei Sekunden länger in der Box verweilen.

Der Lernprozess ist gerade für Jusuf nach dem Umstieg aus einem Formel-Auto beileibe noch nicht abgeschlossen. Dennoch kann das Resümee angesichts guter Rennen bisher nur positiv ausfallen. „Ich fahre das erste Jahr in einem GT-Auto. Wir haben den Mercedes-AMG GT4 immer besser verstanden. Du lernst mit jedem Rennen dazu. Die Chemie im Team stimmte von Beginn an“, sagt der junge Pilot.

Eine Pole gab es jeweils für Jusuf und Hamza Owega

In der Kurpfalz wird auch der Jagd nach der besten Ausgangsposition wieder eine wichtige Bedeutung zukommen. Ein vorderer Platz im Grid ist die halbe Miete. Der Aufwärtstrend ist klar am Zahlenwerk festzumachen. In Oschersleben gab es die Plätze drei und 16. „Ich war im Trockenen sehr schnell. Aber, ich war damals mit dem GT4 noch nie im Regen gefahren“, sagt Jusuf zu Platz 16. Auch in Spielberg lief es im Qualifying mit den Plätzen acht und elf nicht rund. „Der Red Bull Ring lag uns einfach nicht.“ Doch mit der Pole für Jusuf Owega in Zandvoort und einer Pole für Hamza Owega am Nürburgring ging es im Anschluss deutlich nach vorne. „Das Qualifying hat einen großen Anteil am Gesamterfolg“, sagt Jusuf Owega.

SPORT1 zeigt beide Rennen live. Lauf eins am Samstag ab 11:00 Uhr und Lauf zwei am Sonntag ab 15:25 Uhr. Zudem werden die Rennen wie üblich auf SPORT1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac im Live-Stream online übertragen.

    Dein erfolgreicher Einstieg in den Motorsport!

    Dein großer Traum ist es Rennfahrer zu werden? Dann bist Du bei uns genau richtig. Egal ob Anfänger, talentierter Junior-Fahrer oder Späteinsteiger, der Anfang ist leichter als man denkt.

    Über 20 Jahre Motorsporterfahrung und unzählige Siege auf der Nürburgring Nordschleife zeichnen das GetSpeed Performance Center aus. Wir beraten Dich und finden mit Dir gemeinsam Deinen idealen Einstieg in den Rennsport.

    3
    2
    1
    G
    O