GetSpeed bringt Junior-Team auf die legendäre Nordschleife

GetSpeed bringt Junior-Team auf die legendäre Nordschleife

Wenn am 21. März 2020 die Saison der Nürburgring Langstrecken-Serie mit dem ersten Saisonrennen beginnt, ist GetSpeed Performance mit drei Mercedes-AMG GT3 am Start. Neben dem Fahrzeug mit Janine Hill und John Shoffner sowie dem werksunterstützen Mercedes-AMG mit vier hochkarätigen Piloten, plant die Mannschaft rund um Teamchef Adam Osieka den Einsatz eines weiteren Junior-Teams. Dafür hat GetSpeed ein sowohl sportlich als auch finanziell sehr interessantes Paket geschnürt.

„Wir wollen dem talentierten Nachwuchs eine attraktive Chance geben, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen und GT3-Erfahrungen in einem professionellen Umfeld zu sammeln. Wir haben bereits im letzten Jahr damit begonnen, professionelle Grundlagen für junge Fahrer zu schaffen. Die Piloten werden bei uns intensiv betreut und aufgebaut. Wir haben in der Grünen Hölle einen großen Erfahrungsschatz gesammelt, den wir gerne weitergeben wollen“, sagt Adam Osieka.

Der Einsatz des Junior-Teams umfasst zwei Performance-Tests, die ersten drei Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie und das 24h-Rennen auf der legendären Nordschleife. Der Clou dabei ist vor allem der Preis. Für bereits 89.000 Euro (zzgl. Mehrwertsteuer) sind die Fahrerplätze jeweils verfügbar.

GetSpeed ist ab 2020 offizielles Mercedes-AMG Performance-Team

Das Jahr 2020 wird ein Meilenstein in der Geschichte von GetSpeed. Ab diesem Jahr tritt die Crew um Teamchef Adam Osieka als Mercedes-AMG Team GetSpeed auf. Diese erweiterte Werksunterstützung bezieht sich auf das komplette Rennprogramm am Nürburgring. Als Fahrer für die Rennen in der Eifel setzt das neue Performance-Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring auf ein hochkarätiges Quartett. Die Nordschleife erprobten GetSpeed-Piloten in der Nürburgring Langstrecken-Serie sowie für das legendäre 24h-Rennen in der Eifel werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

„Ich freue mich sehr über diese Nachricht – und dies nur ein Jahr nach unserem Markenwechsel zu Mercedes-AMG. Unsere Erfolge der letzten Jahre bekommen dadurch nochmal eine andere Wertigkeit. Das ist der Lohn und die Anerkennung für unsere unermüdliche Arbeit und unseren permanenten Einsatz. Wir werden alles dafür geben, um diesem großen Vertrauensbeweis von Mercedes-AMG auch in Zukunft gerecht zu werden“, sagt Adam Osieka, der in dieser Saison auch wieder den Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3 mit Janine Hill und John Shoffner auf der Nordschleife einsetzen wird. Das anglo-amerikanische Duo sorgte 2019 mit mehreren Podiumsplatzierungen in der Pro-Am-Wertung der SP9-Klasse für Furore. Ein dritter Mercedes-AMG GT3 für die Nordschleife ist in Planung. Osieka: „Das wird ein sehr spannendes Projekt – erste Details werden wir in Kürze bekannt geben.“

In der Premieren-Saison mit Fahrzeugen von Mercedes-AMG auf der legendären Nordschleife stand GetSpeed Performance im vergangenen Jahr fünfmal in der ersten Startreihe, holte eine Pole-Position und insgesamt vier Podestplätze in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Den ersten Sieg für GetSpeed in der VLN holten Dominik Baumann und Fabian Schiller.

Große Pläne bei GetSpeed für die Saison 2020

GetSpeed bleibt der VLN treu, Planungen für ADAC GT Masters, GT Open und Blancpain-Serien

2019 war für GetSpeed Performance von Erfolg gekrönt. Das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring vollbrachte in der abgelaufenen Saison gleich mehrere Meisterwerke. Erfolgreich betrat die Crew um Adam Osieka Neuland in einigen Serien, ebenso siegreich war sie auf altbewährten Strecken. Für 2020 hat GetSpeed wiederum vielversprechende und verheißungsvolle Pläne.

Das Rennprogramm soll in diesem Jahr erneut ausgeweitet werden. Hierbei richtet sich der Fokus auf das ADAC GT Masters und die Blancpain-Serie als interessante und ausbaufähige Projekte. Adam Osieka war im Rahmen dieser bereits weit fortgeschrittenen Pläne über den Jahreswechsel hinaus überaus aktiv. Der Teamchef von GetSpeed führte mit mehreren schnellen Fahrern intensive Gespräche. Klar ist, Fabian Schiller steht für beide prestigeträchtigen Serien als Pilot in der Silber-Kategorie zur Verfügung. Der 22 Jahre alte Bonner hat sein exzellentes fahrerisches Können und auch seine Fähigkeiten als Coach – auf und abseits der Strecke – auf vielen Kursen dieser Welt unter Beweis gestellt.

Zudem hat GetSpeed weiter verstärkt sein Augenmerk auf die Fort- und Ausbildung von aufstrebenden Talenten und ehrgeizigen Gentleman-Fahrern. „Wir wollen den Bereich für junge Piloten sowie Gentlemen-Fahrer ausbauen. Wir haben professionelle Grundlagen geschaffen, um diese Fahrer intensiv zu betreuen. Das hat bereits 2019 große Früchte getragen. Uns geht es darum, die Fahrer kontinuierlich aufzubauen, und unsere gesammelten Erfahrungen weiterzugeben“, sagt Adam Osieka.

Die VLN bleibt fester Bestandteil des Programms

Natürlich stehen wieder Rennen in der Nürburgring Langstrecken Serie (VLN) auf dem Programm. Gerade gegen Ende der Saison war GetSpeed auf der legendären Nordschleife die Mannschaft der Stunde. Mit Platz zwei beim achten Lauf feierten Philip Ellis und Maximilian Götz den dritten Podiumsplatz in Folge für den Vodafone Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 2. Bei VLN7 glückte Fabian Schiller und Dominik Baumann der erste VLN-Sieg der Teamgeschichte und bei VLN6 stand der Österreicher Baumann mit Ellis als Dritter auf dem Podest. Daran will Adam Osieka 2020 mit zwei bis drei GT3s anknüpfen. „Für Janine Hill und John Shoffner setzen wir auch in diesem Jahr einen Mercedes-AMG GT3 ein. Darüber hinaus planen wir den Einsatz eines Fahrzeugs mit Profi-Rennfahrern und eines weiteren GT3 mit talentierten Junioren. Zusätzlich zu den Rennen in der Nürburgring Langstrecken Serie gehen wir auch beim 24h-Rennen in unserer motorsportlichen Heimat an den Start.“

Engagement im ADAC GT Masters ist eine ernsthafte Option

Sehr zufrieden konnte GetSpeed mit dem Premierenjahr in der GT4 Germany und in der Belcar-Serie sein. In der belgischen Langstreckenserie für Prototypen, GT-Autos und Tourenwagen gewann Michael Cool mit dem #93 Mercedes-AMG GT4 von Veidec Silver Eagle Racing die Meisterschaft in der GT4-Klasse und wurde Vierter der Gesamtwertung. In der ADAC GT4 Germany standen Hamza und Jusuf Owega vier Mal auf dem Podium. Die Brüder hatten bis zum Finale auf dem Sachsenring noch Chancen auf die Meisterschaft. Am Ende wurden sie sehr gute Dritte und waren damit auch bestes Mercedes-AMG-Team in der stark besetzen Serie. Nach dem ersten starken Jahr im Rahmen des ADAC GT Masters will GetSpeed auch hier künftig zwei GT4-Fahrzeuge einsetzen und strebt sogar nach Höherem. „Wir waren auf Anhieb konkurrenzfähig in einer aufstrebenden Serie mit vielen bekannten Teams. Deswegen setzen wir uns auch hier für 2020 ehrgeizige Ziele. Auch das ADAC GT Masters kommt für uns ernsthaft in Betracht.“

GT Open wird verstärkt gefahren, Premieren bei Blancpain

Erste wertvolle Erfahrungen sammelte GetSpeed 2019 bei den GT Open und der Blancpain GT Europe World Challenge. Auch dort wurden gute Ergebnisse erzielt. Janine Hill und John Shoffner waren mit dem Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3 bei den International GT Open auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg, in Spa-Francorchamps und beim vorletzten Saisonlauf unweit der katalonischen Hauptstadt Barcelona auf dem Circuit de Catalunya zu Gast. Hier holte GetSpeed insgesamt vier Podiumsplätze. Das anglo-amerikanische Duo landete zweimal in der Am-Klasse auf dem zweiten Platz. Denis Remenyako und Fabian Schiller belegten in der Pro-Am-Klasse die Plätze drei und zwei.

Der Russe Remenyako war zuvor in der Blancpain GT Sports Club-Serie in Spa-Francorchamps im Rahmen der SRO Speedweek in den Rennen Zweiter und Erster geworden. „Janine Hill und John Shoffner, haben sich dank des hervorragenden Coachings durch Fabian Schiller prächtig entwickelt. Das Rennformat der GT Open hat den beiden sehr gut gefallen. 2020 wollen wir hier alle Rennen mit ein bis zwei Autos bestreiten“, sagt Adam Osieka. Den bunten, abwechslungsreichen Serienstrauß erweitert GetSpeed im kommenden Jahr entweder mit einer Teilnahme am ADAC GT Masters oder mit einem Start in der Blancpain sowohl im GT World Challenge Europe Sprint- als auch im Endurance Cup. Hier laufen noch abschließende Gespräche. „Sicher ist, wir geben 2020 mehr Gas denn je. Immer nach dem Motto: GetSpeed!“, verspricht Osieka.

VLN-Finale mit Höhen und Tiefen

Podiumsplatz in der Klasse für GetSpeed beim Saisonfinale der VLN

Allen Widrigkeiten zum Trotz hat GetSpeed Performance beim letzten VLN-Lauf der Saison erneut eine Top-Ten-Platzierung sowie einen Podiumsplatz in der SP9 Pro-Am erreicht. Janine Hill, John Shoffner und Fabian Schiller sprangen beim 44. DMV Münsterlandpokal als Gesamtachte und Zweite in der Klasse mit dem #23 Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3 für die Teamkollegen in die Bresche. Von einer Pechsträhne verfolgt war nämlich die Speerspitze des Teams aus dem Gewerbepark am Nürburgring. Das Rennen von Philip Ellis und Dominik Baumann endete im #2 Vodafone Mercedes-AMG GT3 aufgrund einer unverschuldeten Kollision schon im zweiten Umlauf durch die Grüne Hölle.

„Das Abschlussrennen der Nordschleifen-Saison hatte ich mir etwas schöner vorgestellt und hätte die Nummer 2 gerne im Ziel gesehen. So ist der Rennsport, das bist du machtlos. Wir haben aber erneut gezeigt, dass die Pace da ist. Fabian Schiller hat das Rennen 11 Runden lang souverän angeführt und kontrolliert. Er ist in seinem Doppel-Stint exzellent gefahren und hat John und Janine damit eine gute Ausgangsposition verschafft. Darüber sind wir sehr glücklich. Wir nehmen viel an Erfahrung und vor allem ein sehr gutes Gefühl mit in das nächste Jahr. Vier Podiumsgesamtplätze in der VLN, davon drei in Folge, das sind tolle Erfolge. Ich bin sehr zuversichtlich, dass 2020 unser Jahr wird“, sagte Teamchef Adam Osieka.

Bereits am Freitag hatte die #2 bei den Test- und Einstellfahrten mit Dominik Baumann am Steuer im Bereich des Motors Feuer gefangen. In der Kürze der Zeit war das Fahrzeug nicht mehr neu aufzubauen. Die Mechaniker von GetSpeed leisteten aber großartiges Teamwork. Der in dieser Saison bei Sprintrennen in der GT Open eingesetzte Mercedes-AMG GT3 wurde bis in die frühen Morgenstunden für den Renneinsatz auf der Nordschleife um- und teils neu aufgebaut. „Die GT Open Saison ist vorbei und wir hatten das Fahrzeug schon teilweise zerlegt“, erklärt Osieka. „Eine starke Leistung, da der Wagen nicht in einem rennbereiten Zustand war und zudem noch einige Anpassungen für das 4-Stunden-Rennen vorzunehmen waren.“ Um 2:30 Uhr war das Auto dennoch endgültig startklar.

Auch im Qualifying hatte GetSpeed die Pechmarie mit an Bord. Fabian Schiller und Dominik Baumann erwischten aufgrund von Code-60-Zonen keine einzige richtig freie Runde. Von Platz sechs (#23) und Rang zwölf (#2) ging es nach dem Start aber fulminant los. Denn nach der ersten Runde lagen der Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3 sowie das Schwester-Fahrzeug bereits auf P2 und P3. Insbesondere Philip Ellis hatte dabei mit einem bravourösen Überholmanöver, teilweise sogar über die Wiese, einige Positionen gegenüber der SP9-Konkurrenz gut gemacht. Nur eine Runde später war es vorbei mit der Herrlichkeit. In einer Code-60-Zone fuhr ein Konkurrent dem GetSpeed-Boliden auf Höhe Metzgesfeld vehement hinten rechts rein und sorgte für einen irreparablen Schaden und das vorzeitige Aus.

Ellis wird in Code-60-Zone von hinten abgeschossen
„Ich weiß nicht, ob der andere Fahrer den Code 60 nicht gesehen hat. Vielleicht hat er auch seinen Bremspunkt falsch eingeschätzt. Er ist mir aber auf jeden Fall volles Rohr hinten drauf gefahren. Danach hat sich das Auto nicht mehr richtig angefühlt. Die Getriebe- und die Motortemperatur sind schlagartig angestiegen. In einer Code 60 abgeschossen zu werden, ist sehr ärgerlich. Das gehört aber leider auch zum Motorsport mit dazu“, sagte Philip Ellis. „Das war wirklich schade, ich hatte einen sehr guten Start. Einen Riesendank an das Team, die gestern noch das komplette Auto umgebaut haben, nachdem der andere Wagen ein bisschen abgefackelt war. Dass es jetzt so früh und auf diese Weise endete, ist natürlich doppelt bitter. Das Team hätte etwas anderes verdient gehabt.“

In der #23 war Schiller unterdessen weiter kalt wie eine Hundeschnauze auf der Nordschleife unterwegs. Der 22-Jährige übernahm die Führung in Runde vier und ging als Leader in Runde sieben an die Box zum ersten Pitstop. Auf P1 übergab der Troisdorfer nach 15 Runden an John Shoffner. Auf den Zweitplatzierten im Gesamtklassement hatte der Sieger von VLN7 zu diesem Zeitpunkt rund 32 Sekunden Puffer herausgefahren. „Ich hatte einen guten Rhythmus. Es hat mir viel Spaß gemacht an der Spitze zu fahren. Wenn du auf der Nordschleife einmal im Flow bist, dann ist das Ganze gar nicht mehr so anstrengend. Du bist das Überrunden gewohnt. In meinem ersten Stint war es etwas chaotisch auf der Strecke aufgrund der vielen Code-60-Phasen. Im zweiten Stint konnte ich richtig Gas geben. Letztlich war alles top, auch wenn bei unserem Auto die Ergebnisse nicht ganz so im Vordergrund stehen wie bei der Nummer 2. Dennoch fahren John und Janine hier auf freier Strecke die Runde in 8:15 Minuten, das soll erst mal einer in dem Alter nachmachen“, war Schiller voll des Lobes über seine Teamkollegen.

Shoffner/Hill zeigten in der zweiten Hälfte des Rennens, dass sie in ihrer ersten Saison auf einem GT3-Fahrzeug viel gelernt haben. Das anglo-amerikanische Duo fuhr im dichten Gedränge konstant Zeiten um 8:30 Minuten und schaffte problemlos die Top-Ten-Platzierung sowie Platz zwei in der Pro-Am-Wertung. Dementsprechend froh war die schnellste Frau der VLN: „Das war ein schöner Saisonabschluss bei tollem Wetter. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und der Performance von allen drei Fahrern auf der Nummer 23. Du musst in der SP9 vorausschauend fahren, aber gleichzeitig auch auf dem Gaspedal bleiben. Wir haben unser Ziel erreicht und sind da vorne in guter Gesellschaft. Das war eine erfolgreiche Saison“, sagte Janine Hill und John Shoffner ergänzte: „Großartiges Wetter und ein großartiger Tag. Alle namhaften Hersteller haben heute um den Sieg gekämpft, wir waren vorne mit dabei. Ein Top-Ten-Platz und nur rund drei Minuten Rückstand auf den Gesamtsieger, das kann sich sehen lassen. Du musst lernen aggressiv zu sein, aber auch die Überholmanöver ordentlich zu planen, sonst verlierst du fünf, sechs Sekunden. In unserem ersten Jahr in der SP9 haben wir uns kontinuierlich verbessern können, wir haben die Lücke zur Konkurrenz Schritt für Schritt verkleinert“, sagte John Shoffner.

Philip Ellis: „Wir wollen mit den großen Jungs mitspielen“

GetSpeed ist gereift vor dem VLN-Finale – vom Underdog zum Favoriten

Auf der Zielgeraden der Saison ist GetSpeed Performance so richtig in Fahrt gekommen. Das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring ist in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring die Mannschaft der Stunde. Die Crew um Adam Osieka war in den vergangenen drei Rennen insgesamt am erfolgreichsten. Mit Platz zwei beim achten Lauf feierten Philip Ellis und Maximilian Götz zuletzt den dritten Podiumsplatz in Folge für den Vodafone Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 2. Beim VLN-Finale am kommenden Samstag (26.10.) hat GetSpeed erneut den Sieg im Visier.

„Wir treten mit breiter Brust zum Saisonfinale der VLN an. Alle fünf Fahrer in beiden Autos haben ihre Skills auf der schönsten Rennstrecke der Welt schon mehrfach unter Beweis gestellt und mit starken Resultaten untermauert. Nach den Erfolgen der letzten Monate kann und muss unser Ziel mit den beiden Mercedes-AMG GT3 das Podium sein – sowohl in der Gesamtwertung als auch in der Pro-Am-Klasse“, gibt sich Teamchef Adam Osieka selbstbewusst.

Bei VLN7 feierten Fabian Schiller und Dominik Baumann den ersten VLN-Sieg der Teamgeschichte und bei VLN6 stand der Österreicher Baumann mit Ellis als Dritter auf dem Podest. In dieser Kombination rast die #2 auch am kommenden Samstag durch die Grüne Hölle. „Ich freue mich darauf, wieder dabei zu sein“, sagt Dominik Baumann. „Beim letzten Lauf war ich leider verhindert, aber ich habe das Rennen aufmerksam im Internet verfolgt. Das Team war erneut gut unterwegs. Ich hoffe, auf ein paar trockene Runden. Bei meinen beiden bisherigen Einsätzen war es immer nass. Ich bin sehr motiviert. Mit Philip hat das beim letzten Mal super funktioniert. Ich denke, dass es erneut ein gutes Wochenende für uns werden kann.“

Ellis stand schon drei Mal auf dem Podium in dieser Saison

Teamkollege Ellis legte bei VLN8 seine Reifeprüfung ab, als der 27-Jährige in der Schlussphase in einem rundenlangen Kampf die Ellenbogen ausfuhr und sich gegen die Nordschleifen-Experten Klaus Bachler, Frank Stippler und Manuel Metzger behauptete. Bei gerade mal fünf Renneinsätzen mit GT3-Fahrzeugen in der Eifel war Ellis schon dreimal auf dem Podium, mit drei verschiedenen Partnern. Ein imponierender Leistungsnachweis. Nur ein Sieg fehlt ihm noch zur Krönung.

Dank der jüngsten Erfolge ist GetSpeed auch im Kampf um die ROWE Speed-Trophäe by VLN als Gesamtzweiter in aussichtsreicher Position. Die Wertung für die Schnellsten der Schnellen rund um die legendäre Nordschleife wird seit 2013 ausgeschrieben. Sollten Baumann/Ellis bei VLN9 gewinnen und obendrein die Pole holen, und der momentane Spitzenreiter, der #6 Mercedes-AMG GT3 des Black Falcon Teams, würde maximal Zehnter im Rennen werden, wäre der Gesamtsieg erreicht. „Den zweiten Platz in der Teamwertung wollen wir auf jeden Fall verteidigen, vielleicht können wir ja sogar die Lücke nach vorne noch schließen. Und ich würde auch gerne noch den Stippi überholen“, sagt Philip Ellis, der in der Wertung der Klassensieger-Trophäe der SP9 Pro derzeit mit 26,88 Punkten Vierter hinter Audi-Pilot Frank Stippler (32,21) ist.

Das Schwesterauto, der Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3 mit der #23, wird wie gewohnt von Janine Hill, John Shoffner und Fabian Schiller pilotiert. Das eingespielte Trio untermauerte bei VLN8 mit Rang zwölf im Gesamtklassement und Position drei in der Klasse Pro-Am das starke mannschaftliche Ergebnis des Rennstalls aus dem Gewerbepark am Nürburgring in der weltweit größten Breitensportserie.

Der 44. DMV Münsterlandpokal am kommenden Samstag ist der neunte Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Das Zeittraining zwischen 8:30 und 10 Uhr entscheidet über die Startaufstellung für das Rennen über die Distanz von vier Stunden. Rennstart ist um 12 Uhr. Den kompletten Renntag gibt es im Livestream auf www.getspeed.de. In den Cockpits der beiden Mercedes-AMG GT3 von GetSpeed sind Kameras angebracht, so dass das Rennen auch aus der Sicht der Fahrer live verfolgt werden kann.

Philip Ellis (Startnummer 2, Vodafone Mercedes-AMG GT3)

„Dominik kenne ich ja von VLN6. Da bin ich extrem gut mit ihm ausgekommen. Das war für ihn damals das erste Rennen nach seiner Schulterverletzung, zudem unter schwierigen Wetterbedingungen. Unser Fahrstil ist relativ ähnlich, insofern ist das Auto auch in die gleiche Richtung ausgerichtet. Zwischenzeitlich ist er ja auch mit Fabian (Schiller) sehr erfolgreich ein VLN-Rennen gefahren. Nun hat er sicher noch mehr Vertrauen in den Mercedes-AMG GT3 von GetSpeed gewonnen. Dementsprechend rechne ich damit, dass wir wieder vorne mitfahren können. Da gehören wir eigentlich auch hin. Wir wollen mit den großen Jungs mitspielen. Ich freue mich sehr auf den letzten Lauf auf der Nordschleife. Das Ziel ist ein Podiumsplatz, mein Wunsch wäre Platz eins. Ein Gesamtsieg zum Abschluss, das wäre die Krönung.“

Fabian Schiller (Startnummer 23, Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3)

„Das Auto funktioniert unter allen Bedingungen gut. Bei VLN8 haben wir bezüglich des Setups wieder ein paar wertvolle Erfahrungen gesammelt. Ein GT3 ist sehr sensibel und feinfühlig, was die Temperatur angeht, sowohl die Außen- als auch die Streckentemperatur. Aber auch mit den verschiedenen Reifenmischungen, unterschiedlichen Grip-Leveln. Das macht das Ganze sehr komplex. Die Aerodynamik funktioniert immer wieder anders. Da muss man das richtige Händchen für haben. Wir verbessern uns nach wie vor von Rennen zu Rennen. Erfahrung ist sehr wichtig. Die Wetterprognose ist gut. Mal schauen, was beim letzten Rennen so geht.“

GetSpeed mit Platz zwei zum dritten Mal in Folge auf dem Podium

Ellis / Götz holen im Vodafone Mercedes-AMG GT3 erneut ein Top-Ergebnis für GetSpeed

GetSpeed Performance ist das erfolgreichste VLN-Team der vergangenen drei Rennen. Mit Platz zwei beim achten VLN-Lauf feierten Philip Ellis und Maximilien Götz den dritten Podestrang in Folge für den Vodafone Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 2. Janine Hill, John Shoffner und Fabian Schiller komplettierten im Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3 mit Rang zwölf im Gesamtklassement – Position drei in der Klasse Pro-Am – das starke Ergebnis des Rennstalls aus dem Gewerbepark am Nürburgring. „Manchmal werden Wünsche wahr“, freute sich Teamchef Adam Osieka nach dem Rennen. „Wir haben uns ein sonniges Rennen gewünscht und eine weitere Top-Platzierung. Beides hat geklappt.“

Dabei war das vorletzte Vier-Stunden-Rennen des Jahres in der Grünen Hölle für Ellis / Götz in der GetSpeed-Speerspitze alles andere als ein Kinderspiel. Ein leichtes Touchieren der Streckenbegrenzung eingangs der Döttinger Höhe, eine kleine Rangelei an der Boxeneinfahrt mit einem Mitstreiter und der daraus resultierende Reifenschaden kosteten nicht nur Zeit, sondern alle Beteiligten auch Nerven. „Wir haben aber nicht aufgegeben“, sagt Osieka. „Das Team an der Box hat genauso eine sensationelle Leistung abgeliefert wie unsere Fahrer auf der Strecke. Wir haben gekämpft und die guten Resultate sind unser verdienter Lohn.“ Gerade die Schlussphase wurde zu einem echten Rennkrimi. Ellis setzte sich in einem rundenlangen Kampf Stoßstange an Stoßstange gegen Klaus Bachler, Frank Stippler und Manuel Metzger durch, die allesamt über weitaus mehr Nordschleifen-Erfahrung verfügen als der 27-Jährige, der gerade einmal auf sechs Renneinsätze mit GT3-Fahrzeugen auf der Nordschleife zurückblickt. „Ich wusste genau, dass mir Manuel in den letzten Runden im Nacken hing“, so Ellis mit einem Augenzwinkern. „Aber der kocht auch nur mit Wasser, daher war ich nicht sonderlich nervös und habe mich darauf konzentriert, an den paar Stellen, wo auf der Nordschleife ein Überholmanöver möglich ist, vorne zu bleiben.“ Osieka lobte: „Mit diesen Rennen hat Philip seine Reifeprüfung abgelegt.“

Im Schwesterfahrzeug genossen Hill, Shoffner und Schiller das erste komplett regenfreie VLN-Rennen des Jahres. „Ich habe auf gutes Wetter gehofft und jetzt war es endlich mal trocken“, sagte Hill, die das Rennen zum fünften Mal als beste Dame im rund 160 Teilnehmer starken Feld beendete. „Mein erster Stint war wirklich gut. Die ersten fünf Runden waren top. Dann habe ich aber gemerkt, dass wir noch viel zu lernen haben, denn in Runde sieben fühlte sich das Auto schlagartig vollkommen anders an. Das GT3-Fahrzeug ist sehr feinfühlig und hat unglaublich viele technische Parameter, die man beachten muss. Trotzdem macht mir das sehr viel Spaß.“ Wie seine Lebensgefährtin hat auch Shoffner bei VLN8 abgeliefert. „Er war in seinem Stint teilweise nur 15 Sekunden pro Runde langsamer als die absoluten Profis an der Spitze“, sagte Schiller, der in dieser Saison seinen hohen Speed ein ums andere Mal unter Beweis stellte und der die beiden ambitionierten Amateurpiloten im Team GetSpeed Performance als Coach begleitet. „Das war schon stark. Auch ich habe beim ersten trockenen VLN-Rennen noch viel dazugelernt. Man muss sehr hohes Risiko gehen, um das Letzte aus dem Auto herauszuholen. Das merkt man deutlich, aber am Ende ist das nicht unser primäres Ziel. Wir wollen saubere Rennen fahren und gemeinsam unseren Erfahrungsschatz aufbauen.“

„Alles in allem hatten wir ein sehr, sehr gutes Rennen“, zog Osieka sein Fazit. „Es wäre schön gewesen, wieder um den Sieg mitzufahren. Auf der anderen Seite schweißen aber Rennen mit kleinen Unwägbarkeiten das Team enorm zusammen. Zu Beginn des Jahres hätte ich nicht gedacht, dass wir uns gegen die etablierten Teams in der VLN so gut schlagen würden. Wir kämpfen gemeinsam – so auch in zwei Wochen beim Finale.“

Der neunte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet am 26. Oktober 2019 statt und führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

Stimmen der Fahrer

Maximilian Götz (Startnummer 2, Vodafone Mercedes-AMG GT3)

„Mein erster Renneinsatz für GetSpeed Performance war von Anfang an vertraut. Ich kannte Adam und das Team bereits vom 24h-Rennen, wo ich für HTP am Start war und wir uns die Box geteilt haben. Es ist alles top organisiert. Die Vorbereitungen waren sehr akribisch. Das macht es einem leicht, sich wohl zu fühlen – eine tolle Familie. Ich hatte einen ordentlichen Stint. Noch lange erinnern werde ich mich an die Situation, in der ich mich an dem Walkenhorst-BMW vorbeigekämpft habe. Ich habe am Ende der Döttinger Höhe zum Überholen angesetzt und wir sind dann parallel bei 260 km/h nebeneinander in den Tiergarten. Ich weiß nicht, wer in dem Auto war, aber da haben zwei Fahrer Eier bewiesen – das war cool. Danach hatte ich einen leichten Leitplankenkontakt im Galgenkopf und noch einen Reifenschaden. Platz zwei ist ein sehr gutes Ergebnis.“

Janine Hill (Startnummer 23, Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3)

„Das ist unser erstes Jahr in einem GT3 und wir lernen mit jedem Einsatz dazu. Der Umstieg vom Cup-Fahrzeug auf den Mercedes-AMG GT3 war ein wirklich großer Schritt für uns. Die Unterschiede sind gewaltig. Der GT3 ist sehr feinfühliges Auto, das auf Veränderungen im Setup sehr sensibel reagiert. Gemeinsam mit den Ingenieuren und Fabian (Schiller) arbeiten wir uns Schritt für Schritt in die Komplexität ein, mit den vielen Parametern die verändert werden können. Trotzdem ist das Auto für mich leichter zu fahren. Ich freue mich auf das Finale in zwei Wochen, dann greifen wir erneut an und beenden die Saison hoffentlich mit einem guten Ergebnis.“

Der Wunsch nach Sonne und dem nächsten VLN-Erfolg

Maximilian Götz debütiert bei VLN8 als Fahrer bei GetSpeed Performance

Mit gehörigem Rückenwind reist GetSpeed Performance zum achten VLN-Lauf an. Vor zwei Wochen feierte die Crew aus dem Gewerbepark am Nürburgring beim 59. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen den ersten Sieg der Teamgeschichte in Europas größter Breitensportserie. Dominik Baumann und Fabian Schiller gewannen mit dem #2 Vodafone Mercedes-AMG GT3 mit 42,494 Sekunden Vorsprung. Als i-Tüpfelchen stellte Doppelstarter Schiller die #23, den Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3, auf die Pole-Position.

An diese mannschaftlich starke Leistung will das Team um Adam Osieka beim achten Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft am kommenden Samstag (12. Oktober 2019) mit veränderter Besetzung, zumindest auf der #2, anschließen. Die #23 pilotieren wie gewohnt neben Schiller Janine Hill und John Shoffner. Auf dem anderen Fahrzeug sitzt mit Maximilian Götz ein Debütant bei GetSpeed. Sein Teamkollege ist Philip Ellis, der bei VLN4 mit Marek Böckmann Zweiter und bei VLN6 mit Dominik Baumann Dritter wurde. „Der starke Aufwärtstrend von GetSpeed in den letzten vier Rennen der VLN ist unverkennbar. Wir wollen nach P2, P3 und P1 erneut zeigen, dass wir mit dem Mercedes-AMG absolut konkurrenzfähig sind. Mit der schnellen Kombination Ellis/Götz peilen wir erneut den Gesamtsieg an“, sagt der Teamchef.

Der ehemalige DTM-Pilot Maximilian Götz freut sich auf die Herausforderung im neuen Team. Wenngleich er nicht komplett ins kalte Wasser geworfen wird: „Ich fahre ja sozusagen gegen mein Stammteam, das ist für mich ehrlich gesagt eine etwas ungewohnte Situation. Es ist aber nicht alles unbekannt für mich bei GetSpeed. Beim 24h-Rennen standen wir bereits zusammen in der Box. Den Ingenieur und einige Mechaniker kenne ich schon. Philipp Ellis kenne ich ja sowieso von HTP.“

Der 33-jährige Götz, der derzeit vornehmlich im GT Masters unterwegs ist, war zuletzt beim 24h-Rennen auf der Nordschleife am Start. In der VLN war er in den letzten Jahren immer wieder mal sporadisch als Pilot dabei. „Natürlich kenne ich die Strecke sehr gut. Ich hoffe, die Eifel spielt nicht allzu verrückt. Bei den zu erwartenden schwierigen Bedingungen werde ich mich erst mal wieder einschießen müssen. Da ist der eine oder andere VLN-Spezialist ein wenig im Vorteil. Die wissen, wo es im Regen auf dem neuen Asphalt lang geht. Wo das Wasser steht, und wo eben nicht. Ich werde aber alles geben, um das schnell zu adaptieren. Ich stecke mir hohe Ziele. Natürlich will ich das Rennen zusammen mit GetSpeed gewinnen. Im letzten Jahr habe ich auch einen VLN-Lauf auf dem Podium abgeschlossen. Ich erwarte ein geiles Rennen.“

Der 51. ADAC Barbarossapreis am kommenden Samstag ist der achte Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Das Zeittraining zwischen 8:30 und 10 Uhr entscheidet über die Startaufstellung für das Rennen über die Distanz von vier Stunden. Rennstart ist um 12 Uhr. Den kompletten Renntag gibt es im Livestream auf www.getspeed.de. In den Cockpits der beiden Mercedes-AMG GT3 von GetSpeed sind Kameras angebracht, so dass das Rennen auch aus der Sicht der Fahrer live verfolgt werden kann.

Philip Ellis (Startnummer 2, Vodafone Mercedes-AMG GT3)

„Das Wetter scheint ja nicht so prickelnd zu werden. Aber vielleicht haben wir zur Abwechslung doch mal ein bisschen Sonne, das wäre schön. Ich würde gerne mal wieder im Trockenen fahren. Dass wir aber auch im Regen die Pace haben, haben die Jungs im letzten Rennen ja gezeigt. Den Maxi kenne ich aus dem GT Masters sehr gut. Wir sind zwar noch nie zusammen auf einem Auto gefahren, aber ich komme sehr gut mit ihm zurecht und lerne auch viel von ihm. Die Chemie passt, wir sind auf der selben Wellenlänge. Wir haben einen ähnlichen Fahrstil. Der Angriff geht ganz klar nach vorne. VLN8 und VLN9 werden starke Fahrerfelder da sein. Die Konkurrenz schläft auch nicht. Platz zwei und drei habe ich schon. Die Eins wäre der perfekte Abschluss in dieser Saison.“

Fabian Schiller (Startnummer 23, Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3)

„Der Umstieg von der #2 auf die #23 ist für mich gar kein Problem. Das war ja jetzt auch nur bei VLN7 der Fall. Beide Mercedes-AMG haben eine sehr ähnliche Abstimmung. Im letzten Rennen bin ich mit dem J2R-Auto auf die Pole gefahren, das wird jetzt auch wieder das Ziel sein. Möglich ist das auf jeden Fall. Mein vornehmlicher Job ist es, mich um Janine und John sowohl als Teamkollege als auch als Coach zu kümmern. Ich unterstütze sie in jeglicher Hinsicht. Das Wetter ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal. Wir sind bei jedem Wetter schnell. John und Janine finden sich auch im Regen immer besser zurecht auf der Nordschleife. Das ist nicht einfach, du hast immer andere Parameter. Mal Aquaplaning, wenig Regen, mehr Regen, abtrocknende Strecke, kalte oder warme Temperaturen, viele verschiedene Asphalte, die aufeinander treffen. Da musst du dich als Fahrer immer wieder umstellen.“

GetSpeed feiert den ersten VLN-Sieg

Beide Mercedes-AMG GT3 von GetSpeed in Startreihe eins – im Rennen fuhren Baumann und Schiller dann allen davon

Das Team GetSpeed Performance hat dem siebten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft seinen Stempel aufgedrückt. Bereits im Zeittraining am Samstagmorgen der erste GetSpeed-Hammer: Fabian Schiller sicherte dem Team im Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3 #23 die erste VLN-Pole-Position und Dominik Baumann sorgte in der der Startnummer #2 für doppelten Jubel. Er stellte den Vodafone Mercedes-AMG GT3, den er im Rennen zusammen mit Schiller pilotierte, auf Position zwei ebenfalls in die erste Startreihe. Von den besten Plätzen aus fuhren Baumann/Schiller bei extrem schwierigen Wetterbedingungen nach 25 Runden zum ersten VLN-Sieg in der Teamgeschichte. Großer Erfolg auch für die Startnummer #23: Das Auto in der Pro-Am-Wertung mit Janine Hill, John Shoffner und Doppelstarter Schiller sah nach vier Stunden Renndistanz auf Gesamtrang zehn die Zielflagge.

Die Fakten spiegeln aber nicht den emotionalen Wert des Renntags wider – der erste Gesamtsieg auf der anspruchsvollen Nürburgring Nordschleife bleibt für die Ewigkeit ein besonderer Triumph. „Ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaft“, sagte Teamchef Adam Osieka. „Nach unserem Wechsel von Porsche zu Mercedes-AMG im Winter mussten wir viel lernen und zusätzlich einige Rückschläge hinnehmen. Aber dies hat uns am Ende nur stärker gemacht, auch dank der fantastischen Unterstützung seitens Mercedes-AMG. Jetzt konnten wir die Früchte für unsere harte Arbeit ernten.“ Einziger kleiner Wermutstropfen für Osieka: Er war bei dem ersten Sieg seines Teams am Nürburgring nicht persönlich vor Ort. „Unsere VLN-Crew ist sehr erfahren, daher habe ich mich dazu entschlossen, beim Finale der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring vor Ort zu sein, wo wir in unserer Debütsaison um eine Top-Platzierung in der Meisterschaft kämpften. Wir haben das Rennen auf dem Nürburgring per Livestream verfolgt und waren dank der zwei Vodafone-Onboards in unseren Autos hautnah am Geschehen. Wenn ich ehrlich bin, blutet mir aber schon ein bisschen das Herz“, sagt er mit einem Augenzwinkern. „Ich bin jedoch überzeugt, dass dies nicht unser letzter VLN-Sieg gewesen sein wird.“

Nach der Dominanz im Zeittraining war GetSpeed auch im 4-Stunden-Rennen das Maß der Dinge. Im Paarflug ging es an der Spitze des Feldes durch die Grüne Hölle. Als die Strecke abzutrocknen schien, war taktisches Gespür gefragt. Das Team entschied sich, beide Fahrzeuge im zweiten Stint auf Intermediate-Reifen für Mischbedingungen wieder ins Rennen zu schicken, was sich als goldrichtig herausstellte. Denn erneute setzte Regen ein und forderte den Piloten alles ab. Janine Hill übernahm das Cockpit in der #23 für den Mittelstint, John Shoffner fuhr im Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3 den Schlussturn. Die beiden ambitionierten Amateurpiloten aus den USA, die in diesem Jahr sehr akribisch und mit großem Wissensdurst ihre Debütsaison in der GT3-Klasse bestreiten, fuhren fehlerfreie Stints. Am Ende stand mit Platz zehn von 151 gestarteten Fahrzeugen die zweite Top-10-Platzierung in der Saison 2019 zu Buche und Platz vier in der Pro-Am-GT3-Klasse. „Ich war anfangs von den Zeiten her sehr gut unterwegs“, sagte Hill. „Zum Ende meines Stints haben dann die Regenreifen aber sehr stark abgebaut, so dass ich etwas Zeit verloren habe. Platz zehn ist okay. Alles in allem bin ich mit unserer Entwicklung sehr zufrieden. Das geht in die richtige Richtung.“

Baumann verteidigte Platz eins in der ersten Rennhälfte und baute den Vorsprung souverän aus. Doppelstarter Schiller übernahm in Runde 16 das Volant der #2 und fuhr den ersten Sieg für sich und GetSpeed Performance souverän ins Ziel. Insgesamt führten die beiden GetSpeed-Mercedes 24 der 25 Rennrunden abwechselnd das Feld an. „Heute hat einfach alles gepasst und das Team rund um Adam hat einen fehlerfreien Job gemacht“, strahlte Schiller über seinen ersten VLN-Sieg. „An diesen Moment werde ich mich noch lange erinnern. Die Bedingungen waren wieder extrem schwierig. Wir haben uns als Team seit Saisonbeginn stark verbessert. Dabei geht es nicht um das Große und Ganze, sondern vielmehr um kleine Details. Das verdient höchste Anerkennung.“ Das launige Eifelwetter beschreibt Teamkollege Baumann: „Das kennen wir ja schon“, sagte der Österreicher. „Die Bedingungen waren ähnlich schwierig wie bei meinem Comeback bei VLN6. Aber das war heute überhaupt kein Problem. Das Team hat das Auto nach sehr kurzer Zeit super im Griff und es war wieder exzellent vorbereitet. Ich fühle mich sehr wohl und wenn Du Dich als Fahrer im Auto wohlfühlst, ist es draußen auf der Strecke einfacher.“

In zwei Wochen geht es auf der Nürburgring Nordschleife bereits weiter. Auf dem Programm steht am 12. Oktober dann der achte VLN-Lauf, bei dem erneut zwei GetSpeed-Mercedes-AMG im 4-Stunden-Rennen nach den Sternen greifen.

GetSpeed hat noch lange nicht genug

Ein Podiumsplatz ist beim siebten VLN-Lauf erneut das Ziel

GetSpeed Performance kehrt zurück ins Wohnzimmer. Bei der VLN Langstreckenmeisterschaft fühlte sich das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring zuletzt sehr wohl. Bei VLN6 gab es für die Crew rund um Teamchef Adam Osieka bereits die zweite Podiumsplatzierung in diesem Jahr in Europas größter Breitensportserie sowie zum dritten Mal in dieser Saison ein Platz in der ersten Startreihe. Diesen erfolgreichen Weg sollen die beiden von GetSpeed in der VLN eingesetzten Mercedes-AMG GT3 am kommenden Samstag (28.09.) fortsetzen.

„Ein Gesamtsieg bis zum Saisonende bleibt unser großes Ziel in der VLN. Ich bin optimistisch, dass wir wieder ein gehöriges Wort mitreden werden an der Spitze. Mit schnellen Zeiten im Qualifying wollen wir den Grundstein legen für eine Top-Platzierung im 4-Stunden-Rennen. Dies ist uns zuletzt sehr gut gelungen. Beide Autos sind wie immer sehr gut besetzt und haben Chancen auf einen Rang unter den ersten Drei“, sagt Adam Osieka.

Philip Ellis und Dominik Baumann behielten zuletzt beim 42. RCM DMV Grenzlandrennen trotz extremer Wetterbedingungen rund um den Eifelkurs stets einen kühlen Kopf und brachten den Vodafone Mercedes-AMG GT3 nach vier Stunden Renndistanz auf Platz drei der Gesamtwertung ins Ziel. Bei VLN4 waren Ellis und Marek Böckmann als Zweite ins Ziel gekommen. Beim 56. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen will GetSpeed an diese Erfolge anknüpfen.

„Bei meinem VLN-Comeback auf dem Podium zu stehen, war ein gutes Gefühl. In meinen ersten Runden hatte ich immer noch den Unfall bei VLN1 im Hinterkopf. Nachher kam aber die Routine, und ich habe meinen Job gemacht. Das war unter dem Strich aufgrund des wechselhaften Wetters kein einfaches Rennen. Das Erfolgsrezept war, dass wir keinen Fehler gemacht haben. Auf der Nordschleife erfolgreich zu sein, ist grundsätzlich immer schön“, blickt Dominik Baumann zurück und fügt hinzu: „Ich hoffe, dass es am Wochenende nicht regnet. Wenn es trocken ist, weiß man, was man hat. Ein erneutes Podium wäre gut.“

Keine Veränderung gibt es erwartungsgemäß auf der #23. Fabian Schiller teilt sich den Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3 wie immer mit Janine Hill und John Shoffner. Das Trio erhofft sich für VLN7 mehr Rennglück als im vorherigen Lauf. Zwar stellte Schiller das Auto im Zeittraining am Samstagmorgen auf Startplatz zwei, ein Ausfall beendete die Fahrt jedoch vorzeitig. Nun will das erfahrene Trio wieder angreifen, auch hier ist die Zielsetzung ein Podiumsplatz in der SP9 Pro-Am-Klasse.

GetSpeed Performance feiert erneut Podiumsplatz in der VLN

Ellis / Baumann fahren bei schwierigsten Bedingungen auf Platz drei

Starker Regen machte den sechsten Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring zu einer wahren Wasserschlacht. Die extrem anspruchsvollen Wetterbedingungen rund um den Eifelkurs hat die Mannschaft von GetSpeed Performance mit Bravour gemeistert: Philip Ellis und Dominik Baumann bewahrten stets die Übersicht und brachten den Vodafone Mercedes-AMG GT3 nach vier Stunden Renndistanz auf Platz drei ins Ziel. Für das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring ist es die zweite Podiumsplatzierung in diesem Jahr. Bereits im Zeittraining am Samstagmorgen zeigte Fabian Schiller seine Klasse: Er qualifizierte den Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3, den er sich mit Janine Hill und John Shoffner teilt, für Startplatz zwei.

„Wir können mit der Leistung am Wochenende absolut zufrieden sein, auch wenn wir unserem ersten Sieg in der VLN noch hinterher jagen. Im Qualifying waren wir das schnellste Mercedes-AMG-Team. Fabian ist ein überragender Fahrer und hat uns zum dritten Mal in Folge einen Platz in der ersten Startreihe gesichert. Dominik ist nach seinem Unfall direkt wieder mit von der Partie gewesen und hat seinen Teil zum hervorragenden dritten Platz beigetragen. Die Bedingungen waren extrem schwierig, trotzdem lief das Rennen gut für uns“, fasste Teamchef Adam Osieka den Renntag am Nürburgring zusammen.

Wie schwierig die Bedingungen waren, davon wusste Philip Ellis zu berichten: „Das war ein sehr anstrengendes Rennen. Nicht körperlich, aber mental. Ich bin beiden Stints im Regen gefahren und hatte – außer auf dem GP-Kurs – keine trockene Strecke. Da musste ich höllisch aufpassen die Reifen nicht kaputt zu machen. Das Wetter hat es fast unmöglich gemacht richtig zu pushen. Es regnete mal mehr, mal weniger. Wir konnten gegen Rennende noch einiges an Zeit gut machen, trotz teilweise heftigen Aquaplanings. Selbst die kleineren Autos hatten bei den Wetterbedingungen zu kämpfen, aus diesem Grund bin auch weniger Risiko eingegangen als sonst.“ Zufrieden mit seinem Comeback nach dem Unfall bei VLN1 war auch Dominik Baumann, der die ersten beiden Stints in der Startnummer zwei gefahren ist. „Die ersten Runden am Freitag haben sich auf Anhieb gut angefühlt. Der Renntag war insgesamt schwierig. Trotz der Wetterkapriolen habe ich mich im Qualifying schon sehr wohl gefühlt. Am Anfang des Rennens haben wir ein wenig gepokert mit den Boxenstopps. Das ging sich zum Schluss hin glücklicherweise sehr gut aus. Ein Platz auf dem Podium ist immer schön und für mich beim Comeback nach meinem Unfall ist es umso schöner.“

„Wir haben am Freitag bei bestem Wetter einige Sachen ausprobiert, auch im Hinblick auf das Rennen. Aber im Regen fehlt uns einfach noch etwas Erfahrung – da müssen wir mehr aus dem Auto rausholen“, sagte Osieka. „Wir konnten die Pace im Rennen nicht hundertprozentig mitgehen. Trotzdem haben alle einen super Job gemacht. Insbesondere Janine und John, auch wenn es das Ergebnis leider nicht zeigt.“ Nach dem Doppel-Stint von Fabian Schiller hatte Janine Hill das Steuer übernommen und den rot-weißen Mercedes-AMG auf Position vier im Gesamtklassement gehalten, aber nach Aquaplaning im schnellen Streckenabschnitt Schwedenkreuz und einer leichten Berührung mit der Leitplanke verlor sie viel Zeit. Nach einem kurzen Boxenstopp übernahm John Shoffner. Auf Aquaplaning touchierte er ebenfalls die Streckenbegrenzung und musste die Box ansteuern. „Janine hat das Auto super auf der vierten Position gehalten und auch John war zunächst gut unterwegs. Als er nach seinem Ausrutscher an die Box kam haben wir festgestellt, dass das Lenkrad schief stand. Wir konnten den Schaden nicht direkt lokalisieren und haben uns daher entschieden, das Rennen aus Sicherheitsgründen nicht wieder aufzunehmen.“

Der nächste Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet in drei Wochen statt. Am 28. September 2019 steht das siebte von neun Rennen auf der Nürburgring Nordschleife auf dem Programm.

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