VLN-Finale mit Höhen und Tiefen

VLN-Finale mit Höhen und Tiefen

Podiumsplatz in der Klasse für GetSpeed beim Saisonfinale der VLN

Allen Widrigkeiten zum Trotz hat GetSpeed Performance beim letzten VLN-Lauf der Saison erneut eine Top-Ten-Platzierung sowie einen Podiumsplatz in der SP9 Pro-Am erreicht. Janine Hill, John Shoffner und Fabian Schiller sprangen beim 44. DMV Münsterlandpokal als Gesamtachte und Zweite in der Klasse mit dem #23 Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3 für die Teamkollegen in die Bresche. Von einer Pechsträhne verfolgt war nämlich die Speerspitze des Teams aus dem Gewerbepark am Nürburgring. Das Rennen von Philip Ellis und Dominik Baumann endete im #2 Vodafone Mercedes-AMG GT3 aufgrund einer unverschuldeten Kollision schon im zweiten Umlauf durch die Grüne Hölle.

„Das Abschlussrennen der Nordschleifen-Saison hatte ich mir etwas schöner vorgestellt und hätte die Nummer 2 gerne im Ziel gesehen. So ist der Rennsport, das bist du machtlos. Wir haben aber erneut gezeigt, dass die Pace da ist. Fabian Schiller hat das Rennen 11 Runden lang souverän angeführt und kontrolliert. Er ist in seinem Doppel-Stint exzellent gefahren und hat John und Janine damit eine gute Ausgangsposition verschafft. Darüber sind wir sehr glücklich. Wir nehmen viel an Erfahrung und vor allem ein sehr gutes Gefühl mit in das nächste Jahr. Vier Podiumsgesamtplätze in der VLN, davon drei in Folge, das sind tolle Erfolge. Ich bin sehr zuversichtlich, dass 2020 unser Jahr wird“, sagte Teamchef Adam Osieka.

Bereits am Freitag hatte die #2 bei den Test- und Einstellfahrten mit Dominik Baumann am Steuer im Bereich des Motors Feuer gefangen. In der Kürze der Zeit war das Fahrzeug nicht mehr neu aufzubauen. Die Mechaniker von GetSpeed leisteten aber großartiges Teamwork. Der in dieser Saison bei Sprintrennen in der GT Open eingesetzte Mercedes-AMG GT3 wurde bis in die frühen Morgenstunden für den Renneinsatz auf der Nordschleife um- und teils neu aufgebaut. „Die GT Open Saison ist vorbei und wir hatten das Fahrzeug schon teilweise zerlegt“, erklärt Osieka. „Eine starke Leistung, da der Wagen nicht in einem rennbereiten Zustand war und zudem noch einige Anpassungen für das 4-Stunden-Rennen vorzunehmen waren.“ Um 2:30 Uhr war das Auto dennoch endgültig startklar.

Auch im Qualifying hatte GetSpeed die Pechmarie mit an Bord. Fabian Schiller und Dominik Baumann erwischten aufgrund von Code-60-Zonen keine einzige richtig freie Runde. Von Platz sechs (#23) und Rang zwölf (#2) ging es nach dem Start aber fulminant los. Denn nach der ersten Runde lagen der Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3 sowie das Schwester-Fahrzeug bereits auf P2 und P3. Insbesondere Philip Ellis hatte dabei mit einem bravourösen Überholmanöver, teilweise sogar über die Wiese, einige Positionen gegenüber der SP9-Konkurrenz gut gemacht. Nur eine Runde später war es vorbei mit der Herrlichkeit. In einer Code-60-Zone fuhr ein Konkurrent dem GetSpeed-Boliden auf Höhe Metzgesfeld vehement hinten rechts rein und sorgte für einen irreparablen Schaden und das vorzeitige Aus.

Ellis wird in Code-60-Zone von hinten abgeschossen
„Ich weiß nicht, ob der andere Fahrer den Code 60 nicht gesehen hat. Vielleicht hat er auch seinen Bremspunkt falsch eingeschätzt. Er ist mir aber auf jeden Fall volles Rohr hinten drauf gefahren. Danach hat sich das Auto nicht mehr richtig angefühlt. Die Getriebe- und die Motortemperatur sind schlagartig angestiegen. In einer Code 60 abgeschossen zu werden, ist sehr ärgerlich. Das gehört aber leider auch zum Motorsport mit dazu“, sagte Philip Ellis. „Das war wirklich schade, ich hatte einen sehr guten Start. Einen Riesendank an das Team, die gestern noch das komplette Auto umgebaut haben, nachdem der andere Wagen ein bisschen abgefackelt war. Dass es jetzt so früh und auf diese Weise endete, ist natürlich doppelt bitter. Das Team hätte etwas anderes verdient gehabt.“

In der #23 war Schiller unterdessen weiter kalt wie eine Hundeschnauze auf der Nordschleife unterwegs. Der 22-Jährige übernahm die Führung in Runde vier und ging als Leader in Runde sieben an die Box zum ersten Pitstop. Auf P1 übergab der Troisdorfer nach 15 Runden an John Shoffner. Auf den Zweitplatzierten im Gesamtklassement hatte der Sieger von VLN7 zu diesem Zeitpunkt rund 32 Sekunden Puffer herausgefahren. „Ich hatte einen guten Rhythmus. Es hat mir viel Spaß gemacht an der Spitze zu fahren. Wenn du auf der Nordschleife einmal im Flow bist, dann ist das Ganze gar nicht mehr so anstrengend. Du bist das Überrunden gewohnt. In meinem ersten Stint war es etwas chaotisch auf der Strecke aufgrund der vielen Code-60-Phasen. Im zweiten Stint konnte ich richtig Gas geben. Letztlich war alles top, auch wenn bei unserem Auto die Ergebnisse nicht ganz so im Vordergrund stehen wie bei der Nummer 2. Dennoch fahren John und Janine hier auf freier Strecke die Runde in 8:15 Minuten, das soll erst mal einer in dem Alter nachmachen“, war Schiller voll des Lobes über seine Teamkollegen.

Shoffner/Hill zeigten in der zweiten Hälfte des Rennens, dass sie in ihrer ersten Saison auf einem GT3-Fahrzeug viel gelernt haben. Das anglo-amerikanische Duo fuhr im dichten Gedränge konstant Zeiten um 8:30 Minuten und schaffte problemlos die Top-Ten-Platzierung sowie Platz zwei in der Pro-Am-Wertung. Dementsprechend froh war die schnellste Frau der VLN: „Das war ein schöner Saisonabschluss bei tollem Wetter. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und der Performance von allen drei Fahrern auf der Nummer 23. Du musst in der SP9 vorausschauend fahren, aber gleichzeitig auch auf dem Gaspedal bleiben. Wir haben unser Ziel erreicht und sind da vorne in guter Gesellschaft. Das war eine erfolgreiche Saison“, sagte Janine Hill und John Shoffner ergänzte: „Großartiges Wetter und ein großartiger Tag. Alle namhaften Hersteller haben heute um den Sieg gekämpft, wir waren vorne mit dabei. Ein Top-Ten-Platz und nur rund drei Minuten Rückstand auf den Gesamtsieger, das kann sich sehen lassen. Du musst lernen aggressiv zu sein, aber auch die Überholmanöver ordentlich zu planen, sonst verlierst du fünf, sechs Sekunden. In unserem ersten Jahr in der SP9 haben wir uns kontinuierlich verbessern können, wir haben die Lücke zur Konkurrenz Schritt für Schritt verkleinert“, sagte John Shoffner.

Philip Ellis: „Wir wollen mit den großen Jungs mitspielen“

GetSpeed ist gereift vor dem VLN-Finale – vom Underdog zum Favoriten

Auf der Zielgeraden der Saison ist GetSpeed Performance so richtig in Fahrt gekommen. Das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring ist in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring die Mannschaft der Stunde. Die Crew um Adam Osieka war in den vergangenen drei Rennen insgesamt am erfolgreichsten. Mit Platz zwei beim achten Lauf feierten Philip Ellis und Maximilian Götz zuletzt den dritten Podiumsplatz in Folge für den Vodafone Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 2. Beim VLN-Finale am kommenden Samstag (26.10.) hat GetSpeed erneut den Sieg im Visier.

„Wir treten mit breiter Brust zum Saisonfinale der VLN an. Alle fünf Fahrer in beiden Autos haben ihre Skills auf der schönsten Rennstrecke der Welt schon mehrfach unter Beweis gestellt und mit starken Resultaten untermauert. Nach den Erfolgen der letzten Monate kann und muss unser Ziel mit den beiden Mercedes-AMG GT3 das Podium sein – sowohl in der Gesamtwertung als auch in der Pro-Am-Klasse“, gibt sich Teamchef Adam Osieka selbstbewusst.

Bei VLN7 feierten Fabian Schiller und Dominik Baumann den ersten VLN-Sieg der Teamgeschichte und bei VLN6 stand der Österreicher Baumann mit Ellis als Dritter auf dem Podest. In dieser Kombination rast die #2 auch am kommenden Samstag durch die Grüne Hölle. „Ich freue mich darauf, wieder dabei zu sein“, sagt Dominik Baumann. „Beim letzten Lauf war ich leider verhindert, aber ich habe das Rennen aufmerksam im Internet verfolgt. Das Team war erneut gut unterwegs. Ich hoffe, auf ein paar trockene Runden. Bei meinen beiden bisherigen Einsätzen war es immer nass. Ich bin sehr motiviert. Mit Philip hat das beim letzten Mal super funktioniert. Ich denke, dass es erneut ein gutes Wochenende für uns werden kann.“

Ellis stand schon drei Mal auf dem Podium in dieser Saison

Teamkollege Ellis legte bei VLN8 seine Reifeprüfung ab, als der 27-Jährige in der Schlussphase in einem rundenlangen Kampf die Ellenbogen ausfuhr und sich gegen die Nordschleifen-Experten Klaus Bachler, Frank Stippler und Manuel Metzger behauptete. Bei gerade mal fünf Renneinsätzen mit GT3-Fahrzeugen in der Eifel war Ellis schon dreimal auf dem Podium, mit drei verschiedenen Partnern. Ein imponierender Leistungsnachweis. Nur ein Sieg fehlt ihm noch zur Krönung.

Dank der jüngsten Erfolge ist GetSpeed auch im Kampf um die ROWE Speed-Trophäe by VLN als Gesamtzweiter in aussichtsreicher Position. Die Wertung für die Schnellsten der Schnellen rund um die legendäre Nordschleife wird seit 2013 ausgeschrieben. Sollten Baumann/Ellis bei VLN9 gewinnen und obendrein die Pole holen, und der momentane Spitzenreiter, der #6 Mercedes-AMG GT3 des Black Falcon Teams, würde maximal Zehnter im Rennen werden, wäre der Gesamtsieg erreicht. „Den zweiten Platz in der Teamwertung wollen wir auf jeden Fall verteidigen, vielleicht können wir ja sogar die Lücke nach vorne noch schließen. Und ich würde auch gerne noch den Stippi überholen“, sagt Philip Ellis, der in der Wertung der Klassensieger-Trophäe der SP9 Pro derzeit mit 26,88 Punkten Vierter hinter Audi-Pilot Frank Stippler (32,21) ist.

Das Schwesterauto, der Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3 mit der #23, wird wie gewohnt von Janine Hill, John Shoffner und Fabian Schiller pilotiert. Das eingespielte Trio untermauerte bei VLN8 mit Rang zwölf im Gesamtklassement und Position drei in der Klasse Pro-Am das starke mannschaftliche Ergebnis des Rennstalls aus dem Gewerbepark am Nürburgring in der weltweit größten Breitensportserie.

Der 44. DMV Münsterlandpokal am kommenden Samstag ist der neunte Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Das Zeittraining zwischen 8:30 und 10 Uhr entscheidet über die Startaufstellung für das Rennen über die Distanz von vier Stunden. Rennstart ist um 12 Uhr. Den kompletten Renntag gibt es im Livestream auf www.getspeed.de. In den Cockpits der beiden Mercedes-AMG GT3 von GetSpeed sind Kameras angebracht, so dass das Rennen auch aus der Sicht der Fahrer live verfolgt werden kann.

Philip Ellis (Startnummer 2, Vodafone Mercedes-AMG GT3)

„Dominik kenne ich ja von VLN6. Da bin ich extrem gut mit ihm ausgekommen. Das war für ihn damals das erste Rennen nach seiner Schulterverletzung, zudem unter schwierigen Wetterbedingungen. Unser Fahrstil ist relativ ähnlich, insofern ist das Auto auch in die gleiche Richtung ausgerichtet. Zwischenzeitlich ist er ja auch mit Fabian (Schiller) sehr erfolgreich ein VLN-Rennen gefahren. Nun hat er sicher noch mehr Vertrauen in den Mercedes-AMG GT3 von GetSpeed gewonnen. Dementsprechend rechne ich damit, dass wir wieder vorne mitfahren können. Da gehören wir eigentlich auch hin. Wir wollen mit den großen Jungs mitspielen. Ich freue mich sehr auf den letzten Lauf auf der Nordschleife. Das Ziel ist ein Podiumsplatz, mein Wunsch wäre Platz eins. Ein Gesamtsieg zum Abschluss, das wäre die Krönung.“

Fabian Schiller (Startnummer 23, Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3)

„Das Auto funktioniert unter allen Bedingungen gut. Bei VLN8 haben wir bezüglich des Setups wieder ein paar wertvolle Erfahrungen gesammelt. Ein GT3 ist sehr sensibel und feinfühlig, was die Temperatur angeht, sowohl die Außen- als auch die Streckentemperatur. Aber auch mit den verschiedenen Reifenmischungen, unterschiedlichen Grip-Leveln. Das macht das Ganze sehr komplex. Die Aerodynamik funktioniert immer wieder anders. Da muss man das richtige Händchen für haben. Wir verbessern uns nach wie vor von Rennen zu Rennen. Erfahrung ist sehr wichtig. Die Wetterprognose ist gut. Mal schauen, was beim letzten Rennen so geht.“

GetSpeed mit Platz zwei zum dritten Mal in Folge auf dem Podium

Ellis / Götz holen im Vodafone Mercedes-AMG GT3 erneut ein Top-Ergebnis für GetSpeed

GetSpeed Performance ist das erfolgreichste VLN-Team der vergangenen drei Rennen. Mit Platz zwei beim achten VLN-Lauf feierten Philip Ellis und Maximilien Götz den dritten Podestrang in Folge für den Vodafone Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 2. Janine Hill, John Shoffner und Fabian Schiller komplettierten im Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3 mit Rang zwölf im Gesamtklassement – Position drei in der Klasse Pro-Am – das starke Ergebnis des Rennstalls aus dem Gewerbepark am Nürburgring. „Manchmal werden Wünsche wahr“, freute sich Teamchef Adam Osieka nach dem Rennen. „Wir haben uns ein sonniges Rennen gewünscht und eine weitere Top-Platzierung. Beides hat geklappt.“

Dabei war das vorletzte Vier-Stunden-Rennen des Jahres in der Grünen Hölle für Ellis / Götz in der GetSpeed-Speerspitze alles andere als ein Kinderspiel. Ein leichtes Touchieren der Streckenbegrenzung eingangs der Döttinger Höhe, eine kleine Rangelei an der Boxeneinfahrt mit einem Mitstreiter und der daraus resultierende Reifenschaden kosteten nicht nur Zeit, sondern alle Beteiligten auch Nerven. „Wir haben aber nicht aufgegeben“, sagt Osieka. „Das Team an der Box hat genauso eine sensationelle Leistung abgeliefert wie unsere Fahrer auf der Strecke. Wir haben gekämpft und die guten Resultate sind unser verdienter Lohn.“ Gerade die Schlussphase wurde zu einem echten Rennkrimi. Ellis setzte sich in einem rundenlangen Kampf Stoßstange an Stoßstange gegen Klaus Bachler, Frank Stippler und Manuel Metzger durch, die allesamt über weitaus mehr Nordschleifen-Erfahrung verfügen als der 27-Jährige, der gerade einmal auf sechs Renneinsätze mit GT3-Fahrzeugen auf der Nordschleife zurückblickt. „Ich wusste genau, dass mir Manuel in den letzten Runden im Nacken hing“, so Ellis mit einem Augenzwinkern. „Aber der kocht auch nur mit Wasser, daher war ich nicht sonderlich nervös und habe mich darauf konzentriert, an den paar Stellen, wo auf der Nordschleife ein Überholmanöver möglich ist, vorne zu bleiben.“ Osieka lobte: „Mit diesen Rennen hat Philip seine Reifeprüfung abgelegt.“

Im Schwesterfahrzeug genossen Hill, Shoffner und Schiller das erste komplett regenfreie VLN-Rennen des Jahres. „Ich habe auf gutes Wetter gehofft und jetzt war es endlich mal trocken“, sagte Hill, die das Rennen zum fünften Mal als beste Dame im rund 160 Teilnehmer starken Feld beendete. „Mein erster Stint war wirklich gut. Die ersten fünf Runden waren top. Dann habe ich aber gemerkt, dass wir noch viel zu lernen haben, denn in Runde sieben fühlte sich das Auto schlagartig vollkommen anders an. Das GT3-Fahrzeug ist sehr feinfühlig und hat unglaublich viele technische Parameter, die man beachten muss. Trotzdem macht mir das sehr viel Spaß.“ Wie seine Lebensgefährtin hat auch Shoffner bei VLN8 abgeliefert. „Er war in seinem Stint teilweise nur 15 Sekunden pro Runde langsamer als die absoluten Profis an der Spitze“, sagte Schiller, der in dieser Saison seinen hohen Speed ein ums andere Mal unter Beweis stellte und der die beiden ambitionierten Amateurpiloten im Team GetSpeed Performance als Coach begleitet. „Das war schon stark. Auch ich habe beim ersten trockenen VLN-Rennen noch viel dazugelernt. Man muss sehr hohes Risiko gehen, um das Letzte aus dem Auto herauszuholen. Das merkt man deutlich, aber am Ende ist das nicht unser primäres Ziel. Wir wollen saubere Rennen fahren und gemeinsam unseren Erfahrungsschatz aufbauen.“

„Alles in allem hatten wir ein sehr, sehr gutes Rennen“, zog Osieka sein Fazit. „Es wäre schön gewesen, wieder um den Sieg mitzufahren. Auf der anderen Seite schweißen aber Rennen mit kleinen Unwägbarkeiten das Team enorm zusammen. Zu Beginn des Jahres hätte ich nicht gedacht, dass wir uns gegen die etablierten Teams in der VLN so gut schlagen würden. Wir kämpfen gemeinsam – so auch in zwei Wochen beim Finale.“

Der neunte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet am 26. Oktober 2019 statt und führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

Stimmen der Fahrer

Maximilian Götz (Startnummer 2, Vodafone Mercedes-AMG GT3)

„Mein erster Renneinsatz für GetSpeed Performance war von Anfang an vertraut. Ich kannte Adam und das Team bereits vom 24h-Rennen, wo ich für HTP am Start war und wir uns die Box geteilt haben. Es ist alles top organisiert. Die Vorbereitungen waren sehr akribisch. Das macht es einem leicht, sich wohl zu fühlen – eine tolle Familie. Ich hatte einen ordentlichen Stint. Noch lange erinnern werde ich mich an die Situation, in der ich mich an dem Walkenhorst-BMW vorbeigekämpft habe. Ich habe am Ende der Döttinger Höhe zum Überholen angesetzt und wir sind dann parallel bei 260 km/h nebeneinander in den Tiergarten. Ich weiß nicht, wer in dem Auto war, aber da haben zwei Fahrer Eier bewiesen – das war cool. Danach hatte ich einen leichten Leitplankenkontakt im Galgenkopf und noch einen Reifenschaden. Platz zwei ist ein sehr gutes Ergebnis.“

Janine Hill (Startnummer 23, Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3)

„Das ist unser erstes Jahr in einem GT3 und wir lernen mit jedem Einsatz dazu. Der Umstieg vom Cup-Fahrzeug auf den Mercedes-AMG GT3 war ein wirklich großer Schritt für uns. Die Unterschiede sind gewaltig. Der GT3 ist sehr feinfühliges Auto, das auf Veränderungen im Setup sehr sensibel reagiert. Gemeinsam mit den Ingenieuren und Fabian (Schiller) arbeiten wir uns Schritt für Schritt in die Komplexität ein, mit den vielen Parametern die verändert werden können. Trotzdem ist das Auto für mich leichter zu fahren. Ich freue mich auf das Finale in zwei Wochen, dann greifen wir erneut an und beenden die Saison hoffentlich mit einem guten Ergebnis.“

Der Wunsch nach Sonne und dem nächsten VLN-Erfolg

Maximilian Götz debütiert bei VLN8 als Fahrer bei GetSpeed Performance

Mit gehörigem Rückenwind reist GetSpeed Performance zum achten VLN-Lauf an. Vor zwei Wochen feierte die Crew aus dem Gewerbepark am Nürburgring beim 59. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen den ersten Sieg der Teamgeschichte in Europas größter Breitensportserie. Dominik Baumann und Fabian Schiller gewannen mit dem #2 Vodafone Mercedes-AMG GT3 mit 42,494 Sekunden Vorsprung. Als i-Tüpfelchen stellte Doppelstarter Schiller die #23, den Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3, auf die Pole-Position.

An diese mannschaftlich starke Leistung will das Team um Adam Osieka beim achten Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft am kommenden Samstag (12. Oktober 2019) mit veränderter Besetzung, zumindest auf der #2, anschließen. Die #23 pilotieren wie gewohnt neben Schiller Janine Hill und John Shoffner. Auf dem anderen Fahrzeug sitzt mit Maximilian Götz ein Debütant bei GetSpeed. Sein Teamkollege ist Philip Ellis, der bei VLN4 mit Marek Böckmann Zweiter und bei VLN6 mit Dominik Baumann Dritter wurde. „Der starke Aufwärtstrend von GetSpeed in den letzten vier Rennen der VLN ist unverkennbar. Wir wollen nach P2, P3 und P1 erneut zeigen, dass wir mit dem Mercedes-AMG absolut konkurrenzfähig sind. Mit der schnellen Kombination Ellis/Götz peilen wir erneut den Gesamtsieg an“, sagt der Teamchef.

Der ehemalige DTM-Pilot Maximilian Götz freut sich auf die Herausforderung im neuen Team. Wenngleich er nicht komplett ins kalte Wasser geworfen wird: „Ich fahre ja sozusagen gegen mein Stammteam, das ist für mich ehrlich gesagt eine etwas ungewohnte Situation. Es ist aber nicht alles unbekannt für mich bei GetSpeed. Beim 24h-Rennen standen wir bereits zusammen in der Box. Den Ingenieur und einige Mechaniker kenne ich schon. Philipp Ellis kenne ich ja sowieso von HTP.“

Der 33-jährige Götz, der derzeit vornehmlich im GT Masters unterwegs ist, war zuletzt beim 24h-Rennen auf der Nordschleife am Start. In der VLN war er in den letzten Jahren immer wieder mal sporadisch als Pilot dabei. „Natürlich kenne ich die Strecke sehr gut. Ich hoffe, die Eifel spielt nicht allzu verrückt. Bei den zu erwartenden schwierigen Bedingungen werde ich mich erst mal wieder einschießen müssen. Da ist der eine oder andere VLN-Spezialist ein wenig im Vorteil. Die wissen, wo es im Regen auf dem neuen Asphalt lang geht. Wo das Wasser steht, und wo eben nicht. Ich werde aber alles geben, um das schnell zu adaptieren. Ich stecke mir hohe Ziele. Natürlich will ich das Rennen zusammen mit GetSpeed gewinnen. Im letzten Jahr habe ich auch einen VLN-Lauf auf dem Podium abgeschlossen. Ich erwarte ein geiles Rennen.“

Der 51. ADAC Barbarossapreis am kommenden Samstag ist der achte Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Das Zeittraining zwischen 8:30 und 10 Uhr entscheidet über die Startaufstellung für das Rennen über die Distanz von vier Stunden. Rennstart ist um 12 Uhr. Den kompletten Renntag gibt es im Livestream auf www.getspeed.de. In den Cockpits der beiden Mercedes-AMG GT3 von GetSpeed sind Kameras angebracht, so dass das Rennen auch aus der Sicht der Fahrer live verfolgt werden kann.

Philip Ellis (Startnummer 2, Vodafone Mercedes-AMG GT3)

„Das Wetter scheint ja nicht so prickelnd zu werden. Aber vielleicht haben wir zur Abwechslung doch mal ein bisschen Sonne, das wäre schön. Ich würde gerne mal wieder im Trockenen fahren. Dass wir aber auch im Regen die Pace haben, haben die Jungs im letzten Rennen ja gezeigt. Den Maxi kenne ich aus dem GT Masters sehr gut. Wir sind zwar noch nie zusammen auf einem Auto gefahren, aber ich komme sehr gut mit ihm zurecht und lerne auch viel von ihm. Die Chemie passt, wir sind auf der selben Wellenlänge. Wir haben einen ähnlichen Fahrstil. Der Angriff geht ganz klar nach vorne. VLN8 und VLN9 werden starke Fahrerfelder da sein. Die Konkurrenz schläft auch nicht. Platz zwei und drei habe ich schon. Die Eins wäre der perfekte Abschluss in dieser Saison.“

Fabian Schiller (Startnummer 23, Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3)

„Der Umstieg von der #2 auf die #23 ist für mich gar kein Problem. Das war ja jetzt auch nur bei VLN7 der Fall. Beide Mercedes-AMG haben eine sehr ähnliche Abstimmung. Im letzten Rennen bin ich mit dem J2R-Auto auf die Pole gefahren, das wird jetzt auch wieder das Ziel sein. Möglich ist das auf jeden Fall. Mein vornehmlicher Job ist es, mich um Janine und John sowohl als Teamkollege als auch als Coach zu kümmern. Ich unterstütze sie in jeglicher Hinsicht. Das Wetter ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal. Wir sind bei jedem Wetter schnell. John und Janine finden sich auch im Regen immer besser zurecht auf der Nordschleife. Das ist nicht einfach, du hast immer andere Parameter. Mal Aquaplaning, wenig Regen, mehr Regen, abtrocknende Strecke, kalte oder warme Temperaturen, viele verschiedene Asphalte, die aufeinander treffen. Da musst du dich als Fahrer immer wieder umstellen.“

GetSpeed feiert den ersten VLN-Sieg

Beide Mercedes-AMG GT3 von GetSpeed in Startreihe eins – im Rennen fuhren Baumann und Schiller dann allen davon

Das Team GetSpeed Performance hat dem siebten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft seinen Stempel aufgedrückt. Bereits im Zeittraining am Samstagmorgen der erste GetSpeed-Hammer: Fabian Schiller sicherte dem Team im Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3 #23 die erste VLN-Pole-Position und Dominik Baumann sorgte in der der Startnummer #2 für doppelten Jubel. Er stellte den Vodafone Mercedes-AMG GT3, den er im Rennen zusammen mit Schiller pilotierte, auf Position zwei ebenfalls in die erste Startreihe. Von den besten Plätzen aus fuhren Baumann/Schiller bei extrem schwierigen Wetterbedingungen nach 25 Runden zum ersten VLN-Sieg in der Teamgeschichte. Großer Erfolg auch für die Startnummer #23: Das Auto in der Pro-Am-Wertung mit Janine Hill, John Shoffner und Doppelstarter Schiller sah nach vier Stunden Renndistanz auf Gesamtrang zehn die Zielflagge.

Die Fakten spiegeln aber nicht den emotionalen Wert des Renntags wider – der erste Gesamtsieg auf der anspruchsvollen Nürburgring Nordschleife bleibt für die Ewigkeit ein besonderer Triumph. „Ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaft“, sagte Teamchef Adam Osieka. „Nach unserem Wechsel von Porsche zu Mercedes-AMG im Winter mussten wir viel lernen und zusätzlich einige Rückschläge hinnehmen. Aber dies hat uns am Ende nur stärker gemacht, auch dank der fantastischen Unterstützung seitens Mercedes-AMG. Jetzt konnten wir die Früchte für unsere harte Arbeit ernten.“ Einziger kleiner Wermutstropfen für Osieka: Er war bei dem ersten Sieg seines Teams am Nürburgring nicht persönlich vor Ort. „Unsere VLN-Crew ist sehr erfahren, daher habe ich mich dazu entschlossen, beim Finale der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring vor Ort zu sein, wo wir in unserer Debütsaison um eine Top-Platzierung in der Meisterschaft kämpften. Wir haben das Rennen auf dem Nürburgring per Livestream verfolgt und waren dank der zwei Vodafone-Onboards in unseren Autos hautnah am Geschehen. Wenn ich ehrlich bin, blutet mir aber schon ein bisschen das Herz“, sagt er mit einem Augenzwinkern. „Ich bin jedoch überzeugt, dass dies nicht unser letzter VLN-Sieg gewesen sein wird.“

Nach der Dominanz im Zeittraining war GetSpeed auch im 4-Stunden-Rennen das Maß der Dinge. Im Paarflug ging es an der Spitze des Feldes durch die Grüne Hölle. Als die Strecke abzutrocknen schien, war taktisches Gespür gefragt. Das Team entschied sich, beide Fahrzeuge im zweiten Stint auf Intermediate-Reifen für Mischbedingungen wieder ins Rennen zu schicken, was sich als goldrichtig herausstellte. Denn erneute setzte Regen ein und forderte den Piloten alles ab. Janine Hill übernahm das Cockpit in der #23 für den Mittelstint, John Shoffner fuhr im Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3 den Schlussturn. Die beiden ambitionierten Amateurpiloten aus den USA, die in diesem Jahr sehr akribisch und mit großem Wissensdurst ihre Debütsaison in der GT3-Klasse bestreiten, fuhren fehlerfreie Stints. Am Ende stand mit Platz zehn von 151 gestarteten Fahrzeugen die zweite Top-10-Platzierung in der Saison 2019 zu Buche und Platz vier in der Pro-Am-GT3-Klasse. „Ich war anfangs von den Zeiten her sehr gut unterwegs“, sagte Hill. „Zum Ende meines Stints haben dann die Regenreifen aber sehr stark abgebaut, so dass ich etwas Zeit verloren habe. Platz zehn ist okay. Alles in allem bin ich mit unserer Entwicklung sehr zufrieden. Das geht in die richtige Richtung.“

Baumann verteidigte Platz eins in der ersten Rennhälfte und baute den Vorsprung souverän aus. Doppelstarter Schiller übernahm in Runde 16 das Volant der #2 und fuhr den ersten Sieg für sich und GetSpeed Performance souverän ins Ziel. Insgesamt führten die beiden GetSpeed-Mercedes 24 der 25 Rennrunden abwechselnd das Feld an. „Heute hat einfach alles gepasst und das Team rund um Adam hat einen fehlerfreien Job gemacht“, strahlte Schiller über seinen ersten VLN-Sieg. „An diesen Moment werde ich mich noch lange erinnern. Die Bedingungen waren wieder extrem schwierig. Wir haben uns als Team seit Saisonbeginn stark verbessert. Dabei geht es nicht um das Große und Ganze, sondern vielmehr um kleine Details. Das verdient höchste Anerkennung.“ Das launige Eifelwetter beschreibt Teamkollege Baumann: „Das kennen wir ja schon“, sagte der Österreicher. „Die Bedingungen waren ähnlich schwierig wie bei meinem Comeback bei VLN6. Aber das war heute überhaupt kein Problem. Das Team hat das Auto nach sehr kurzer Zeit super im Griff und es war wieder exzellent vorbereitet. Ich fühle mich sehr wohl und wenn Du Dich als Fahrer im Auto wohlfühlst, ist es draußen auf der Strecke einfacher.“

In zwei Wochen geht es auf der Nürburgring Nordschleife bereits weiter. Auf dem Programm steht am 12. Oktober dann der achte VLN-Lauf, bei dem erneut zwei GetSpeed-Mercedes-AMG im 4-Stunden-Rennen nach den Sternen greifen.

GetSpeed hat noch lange nicht genug

Ein Podiumsplatz ist beim siebten VLN-Lauf erneut das Ziel

GetSpeed Performance kehrt zurück ins Wohnzimmer. Bei der VLN Langstreckenmeisterschaft fühlte sich das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring zuletzt sehr wohl. Bei VLN6 gab es für die Crew rund um Teamchef Adam Osieka bereits die zweite Podiumsplatzierung in diesem Jahr in Europas größter Breitensportserie sowie zum dritten Mal in dieser Saison ein Platz in der ersten Startreihe. Diesen erfolgreichen Weg sollen die beiden von GetSpeed in der VLN eingesetzten Mercedes-AMG GT3 am kommenden Samstag (28.09.) fortsetzen.

„Ein Gesamtsieg bis zum Saisonende bleibt unser großes Ziel in der VLN. Ich bin optimistisch, dass wir wieder ein gehöriges Wort mitreden werden an der Spitze. Mit schnellen Zeiten im Qualifying wollen wir den Grundstein legen für eine Top-Platzierung im 4-Stunden-Rennen. Dies ist uns zuletzt sehr gut gelungen. Beide Autos sind wie immer sehr gut besetzt und haben Chancen auf einen Rang unter den ersten Drei“, sagt Adam Osieka.

Philip Ellis und Dominik Baumann behielten zuletzt beim 42. RCM DMV Grenzlandrennen trotz extremer Wetterbedingungen rund um den Eifelkurs stets einen kühlen Kopf und brachten den Vodafone Mercedes-AMG GT3 nach vier Stunden Renndistanz auf Platz drei der Gesamtwertung ins Ziel. Bei VLN4 waren Ellis und Marek Böckmann als Zweite ins Ziel gekommen. Beim 56. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen will GetSpeed an diese Erfolge anknüpfen.

„Bei meinem VLN-Comeback auf dem Podium zu stehen, war ein gutes Gefühl. In meinen ersten Runden hatte ich immer noch den Unfall bei VLN1 im Hinterkopf. Nachher kam aber die Routine, und ich habe meinen Job gemacht. Das war unter dem Strich aufgrund des wechselhaften Wetters kein einfaches Rennen. Das Erfolgsrezept war, dass wir keinen Fehler gemacht haben. Auf der Nordschleife erfolgreich zu sein, ist grundsätzlich immer schön“, blickt Dominik Baumann zurück und fügt hinzu: „Ich hoffe, dass es am Wochenende nicht regnet. Wenn es trocken ist, weiß man, was man hat. Ein erneutes Podium wäre gut.“

Keine Veränderung gibt es erwartungsgemäß auf der #23. Fabian Schiller teilt sich den Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3 wie immer mit Janine Hill und John Shoffner. Das Trio erhofft sich für VLN7 mehr Rennglück als im vorherigen Lauf. Zwar stellte Schiller das Auto im Zeittraining am Samstagmorgen auf Startplatz zwei, ein Ausfall beendete die Fahrt jedoch vorzeitig. Nun will das erfahrene Trio wieder angreifen, auch hier ist die Zielsetzung ein Podiumsplatz in der SP9 Pro-Am-Klasse.

GetSpeed Performance feiert erneut Podiumsplatz in der VLN

Ellis / Baumann fahren bei schwierigsten Bedingungen auf Platz drei

Starker Regen machte den sechsten Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring zu einer wahren Wasserschlacht. Die extrem anspruchsvollen Wetterbedingungen rund um den Eifelkurs hat die Mannschaft von GetSpeed Performance mit Bravour gemeistert: Philip Ellis und Dominik Baumann bewahrten stets die Übersicht und brachten den Vodafone Mercedes-AMG GT3 nach vier Stunden Renndistanz auf Platz drei ins Ziel. Für das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring ist es die zweite Podiumsplatzierung in diesem Jahr. Bereits im Zeittraining am Samstagmorgen zeigte Fabian Schiller seine Klasse: Er qualifizierte den Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3, den er sich mit Janine Hill und John Shoffner teilt, für Startplatz zwei.

„Wir können mit der Leistung am Wochenende absolut zufrieden sein, auch wenn wir unserem ersten Sieg in der VLN noch hinterher jagen. Im Qualifying waren wir das schnellste Mercedes-AMG-Team. Fabian ist ein überragender Fahrer und hat uns zum dritten Mal in Folge einen Platz in der ersten Startreihe gesichert. Dominik ist nach seinem Unfall direkt wieder mit von der Partie gewesen und hat seinen Teil zum hervorragenden dritten Platz beigetragen. Die Bedingungen waren extrem schwierig, trotzdem lief das Rennen gut für uns“, fasste Teamchef Adam Osieka den Renntag am Nürburgring zusammen.

Wie schwierig die Bedingungen waren, davon wusste Philip Ellis zu berichten: „Das war ein sehr anstrengendes Rennen. Nicht körperlich, aber mental. Ich bin beiden Stints im Regen gefahren und hatte – außer auf dem GP-Kurs – keine trockene Strecke. Da musste ich höllisch aufpassen die Reifen nicht kaputt zu machen. Das Wetter hat es fast unmöglich gemacht richtig zu pushen. Es regnete mal mehr, mal weniger. Wir konnten gegen Rennende noch einiges an Zeit gut machen, trotz teilweise heftigen Aquaplanings. Selbst die kleineren Autos hatten bei den Wetterbedingungen zu kämpfen, aus diesem Grund bin auch weniger Risiko eingegangen als sonst.“ Zufrieden mit seinem Comeback nach dem Unfall bei VLN1 war auch Dominik Baumann, der die ersten beiden Stints in der Startnummer zwei gefahren ist. „Die ersten Runden am Freitag haben sich auf Anhieb gut angefühlt. Der Renntag war insgesamt schwierig. Trotz der Wetterkapriolen habe ich mich im Qualifying schon sehr wohl gefühlt. Am Anfang des Rennens haben wir ein wenig gepokert mit den Boxenstopps. Das ging sich zum Schluss hin glücklicherweise sehr gut aus. Ein Platz auf dem Podium ist immer schön und für mich beim Comeback nach meinem Unfall ist es umso schöner.“

„Wir haben am Freitag bei bestem Wetter einige Sachen ausprobiert, auch im Hinblick auf das Rennen. Aber im Regen fehlt uns einfach noch etwas Erfahrung – da müssen wir mehr aus dem Auto rausholen“, sagte Osieka. „Wir konnten die Pace im Rennen nicht hundertprozentig mitgehen. Trotzdem haben alle einen super Job gemacht. Insbesondere Janine und John, auch wenn es das Ergebnis leider nicht zeigt.“ Nach dem Doppel-Stint von Fabian Schiller hatte Janine Hill das Steuer übernommen und den rot-weißen Mercedes-AMG auf Position vier im Gesamtklassement gehalten, aber nach Aquaplaning im schnellen Streckenabschnitt Schwedenkreuz und einer leichten Berührung mit der Leitplanke verlor sie viel Zeit. Nach einem kurzen Boxenstopp übernahm John Shoffner. Auf Aquaplaning touchierte er ebenfalls die Streckenbegrenzung und musste die Box ansteuern. „Janine hat das Auto super auf der vierten Position gehalten und auch John war zunächst gut unterwegs. Als er nach seinem Ausrutscher an die Box kam haben wir festgestellt, dass das Lenkrad schief stand. Wir konnten den Schaden nicht direkt lokalisieren und haben uns daher entschieden, das Rennen aus Sicherheitsgründen nicht wieder aufzunehmen.“

Der nächste Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet in drei Wochen statt. Am 28. September 2019 steht das siebte von neun Rennen auf der Nürburgring Nordschleife auf dem Programm.

Baumann gibt sein Comeback bei GetSpeed

Beide Mercedes-AMG GT3 sind für den sechsten VLN-Lauf bestens gerüstet

Die solide Basis ist gelegt. GetSpeed Performance kann vor dem sechsten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft auf ein sportlich starkes Fundament bauen. Dies belegte jüngst das 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen auf der legendären Nordschleife. Beim Saisonhöhepunkt der VLN qualifizierten sich Janine Hill, John Shoffner und Fabian Schiller im Rooster Rojo J2Racing Mercedes-AMG GT3 für die erste Startreihe. Im Rennen fuhr das Trio auf Platz neun im Gesamtklassement und belegte Platz zwei in der Pro-Am-Klasse. Daran gilt es nun für das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring mit der #23 bei VLN6 in selber Besetzung anzuknüpfen.

„Wir sind als Team im Laufe der Saison immer stärker geworden. Wir haben viel gelernt und die richtigen Schlüsse daraus gezogen. In jedem Rennen sind wir mit beiden Autos absolut konkurrenzfähig, infolgedessen können wir uns bei der VLN durchaus ambitionierte Ziele setzen“, sagt Teamchef Adam Osieka.

Der Vodafone Mercedes-AMG GT3 mit der #2 erlebte trotz starken Leistungen in der VLN zuletzt ein Wechselbad der Gefühle. Beim letzten Lauf kam Philip Ellis auf Position fünf liegend in den letzten Minuten des Trainings von der Strecke ab, er touchierte die Streckenbegrenzung. Das bedeutete das Aus fürs anschließende Rennen. Bei VLN4 waren Marek Böckmann und Ellis indes als Zweite in der Gesamtwertung sogar aufs Podium gefahren. Nun gibt es für das Duo tatkräftige Unterstützung durch Dominik Baumann.

Ende Mai hatte sich der Österreicher beim Freien Training zum ADAC Qualifikationsrennen bei einem Unfall eine Schulterfraktur zugezogen. Nun ist er zurück, stärker als zuvor. „Ich freue mich, auf der Nordschleife wieder ein Rennen fahren zu können. Das Team kenne ich ja mittlerweile gut. Wir haben eine starke Fahrerbesetzung“, sagt Baumann, dem es nicht leicht fiel, zur Tatenlosigkeit verurteilt zu sein. „Das war keine einfache Zeit für mich nach meinem Unfall. Ich wusste nicht, wie schnell ich genese. Ich fühle mich aber fast besser, als vorher. Körperlich sollte alles passen. Die letzten VLN-Rennen von GetSpeed Performance habe ich aufmerksam verfolgt. Ich war mittlerweile schon im Kart unterwegs und ich bin beim 24h-Rennen in Portimão dabei gewesen. Nach vier Monaten Pause bin ich heiß darauf, wieder hinter das Lenkrad zu kommen. Ich hoffe, das Wetter spielt einigermaßen mit. Ich werde alles geben.“

Philip Ellis (Startnummer 2, Vodafone Mercedes-AMG GT3)

„Ich denke, ein Platz auf dem Podium wie bei VLN4 sollte wieder drin sein für uns. Das wird unsere Zielsetzung sein. Es sind dieses Mal mehr GT3-Autos am Start, als zuletzt. Der Wettbewerb wird also dementsprechend groß sein. Wir haben aber schon bewiesen, dass wir vorne mitfahren können. Natürlich war es schade, dass wir bei VLN5 das Rennen letztlich nicht bestreiten konnten. Das gehört zum Lernprozess auf der Nordschleife dazu. Aber man hat im Qualifying gesehen, dass wir schnell unterwegs sind. Ich bin für VLN6 optimistisch gestimmt. Wir wollen den nächsten Pokal nach Hause holen.“

Fabian Schiller (Startnummer 23, Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3)

„Unsere Ziele und Erwartungen sind über die gesamte Saison gesehen eigentlich immer gleich. Es gilt, die Fahrkünste von Janine und John weiter zu entwickeln. Bei VLN5 haben sie wieder einen Schritt nach vorne gemacht. Es gibt zwar immer etwas zu verbessern, aber grundsätzlich läuft alles glatt. Beim letzten Lauf hatten wir ein starkes Qualifying. Ich bin guter Dinge für VLN6.“

GetSpeed mit guter Performance beim 6h-Rennen

Hill, Shoffner und Schiller erzielen Top-10-Ergebnis beim VLN-Saisonhöhepunkt

Qualität und Bedeutung eines Rennens beschreiben sich nicht nur durch das Ergebnis. GetSpeed Performance hat erfolgreich das 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen gemeistert und beim Saisonhöhepunkt der VLN Erfolge erzielt. Janine Hill, John Shoffner und Fabian Schiller fuhren im Rooster Rojo J2Racing Mercedes-AMG GT3 auf Platz neun im Gesamtklassement und belegten Platz zwei in der Pro-Am-Klasse. Wichtigster Aspekt dabei: Sowohl Hill als auch Shoffner konnten ihre persönlichen Bestzeiten weiter verbessern.

Schiller qualifizierte den Mercedes-AMG mit der Startnummer #23 für Startplatz zwei und brannte in den ersten Runden bei abtrocknender Strecke ein wahres Feuerwerk im Kampf um die Spitze ab. Mit zunehmender Distanz pendelte er sich auf Platz fünf ein. „Wir fahren in dem Auto mit Klimaanlage“, erklärt Teamchef Adam Osieka. „Das ist ein kleiner Nachteil in Bezug auf die Motorleistung. Zwei bis drei Sekunden pro Runde fehlen dadurch und wir werden bei den kommenden Rennen darauf verzichten.“ Hill und Shoffner fuhren bei trockenen Bedingungen und steigerten dabei ihre Rundenzeiten kontinuierlich. „Janines schnellste Runde des Wochenendes war eine 8:16 und John fuhr eine 8:18. Das ist ein toller Fortschritt“, so Osieka.

Der Vodafone Mercedes-AMG GT3 von Marek Böckmann, Philip Ellis und Doppelstarter Schiller trat nach starker Leistung im Zeittraining nicht zum Rennen an. Auf Position fünf liegend, versuchte Ellis in den letzten Minuten des Trainings noch einmal nachzulegen. Dabei kam er von der Strecke ab und touchierte die Streckenbegrenzung. „Das Chassis war zu stark beschädigt, um starten zu können“, so Osieka. „Ein Ausfall im Qualifying ist immer ärgerlich. Aber wenn man sich am Limit bewegt, kann auch mal etwas passieren.“

Der nächste Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet am 7. September statt.

Stimmen der Fahrer vor dem Rennen

Marek Böckmann (Startnummer 2, Vodafone Mercedes-AMG GT3)

„Bei den Tests am Freitag lief alles noch sehr gut. Wir konnten das Setup weiter verbessern. Die Zuversicht war groß. Dann kam im Qualifying der große Wolkenbruch. Auf jeder Runde stand das Wasser an einer anderen Stelle. Das hat das Fahren sehr schwierig gemacht. Trotzdem sind wir auf P5 gelandet. Wir wissen, das wir schnell sind. Das ist ein kleiner Trost. Für mich war der Ausfall sehr bitter. Irgendwie ist das wie verhext. Das 6h-Stunden-Rennen ist immer das Saisonhighlight in der VLN. Ich bin jetzt zum dritten Mal beim ROWE ADAC Ruhr-Pokal-Rennen gestartet und ich bin bei keinem ins Ziel gekommen.“

Fabian Schiller (Startnummer 23, Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3)

„Das Rennen war für uns ganz solide. Platz zwei war eine gute Startposition. Anfangs hatte ich auf Regenreifen nicht ganz die Pace, um vorne dranzubleiben. Die Bedingungen waren auch ziemlich tricky. Im Trockenen lief das Auto dann sehr gut. Mit der Startnummer 23 geht es nicht darum, um den Gesamtsieg mitzufahren. Daher habe ich im Verkehr etwas mehr Acht gegeben und bin nicht das letzte bisschen Risiko eingegangen. Mit Platz zwei in der Pro-Am sind wir zufrieden. Schade, dass die #2 im Qualifying den Unfall hatte. Denn ich hätte gerne um den Gesamtsieg ein Wörtchen mitgeredet. Aber das passiert. Beim nächsten Lauf greifen wir wieder an.“

GetSpeed will auf das nächste Level

Gesamtsieg und erneuter Klassensieg werden angepeilt beim VLN-Highlight

GetSpeed Performance will beim Saisonhighlight der VLN nahtlos an die Leistung des vierten Laufes anknüpfen. Damals hatten Marek Böckmann und Philip Ellis im Vodafone Mercedes-AMG GT3 bei der 50. Adenauer ADAC Rundstrecken Trophy auf Platz zwei die erste Podiumsplatzierung für das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring geholt. Das zweite Auto, der Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3, beendete das Rennen in der größten Breitensportserie Europas auf dem zwölften Platz in der Gesamtwertung. In der Klasse Pro-Am belegten Janine Hill, John Shoffner und Fabian Schiller Rang drei auf der Nordschleife.

Beim ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen (3. August 2019) setzt Teamchef Adam Osieka wieder auf die selben Fahrerkombinationen. Nicht zuletzt deshalb versprüht er vor VLN5 großen Optimismus: „Ich bin zuversichtlich, dass wir die wahnsinnig gute Leistung des gesamten Teams von VLN4 wiederholen können. Nachdem wir bereits im vierten Renneinsatz mit Mercedes-AMG auf der Nordschleife zwischenzeitlich um den Sieg gekämpft haben, wollen wir mehr. Der Gesamtsieg und der erneute Klassensieg sind unser Ziel.“

Ins selbe Horn stößt Philipp Ellis. Der 26-Jährige will seinen Erfolg mit Partner Böckmann in der #2 bestätigen. Verstärkung erhalten die beiden von Fabian Schiller, der dieses Mal in beiden GetSpeed-Boliden Platz nimmt: „Wünschenswert wäre es, wenn wir da weiter machen, wo wir bei VLN4 aufgehört haben, nämlich auf dem Gesamtpodium. Ich bin sehr positiv gestimmt und hoch motiviert, nachdem wir im letzten Lauf auf P2 gefahren sind. Wir haben gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sind. Es wäre traumhaft, wenn wir das auch beim 6h-Rennen so fortführen könnten“, so der Wahlschweizer. Für den gebürtigen Münchner gibt es allerdings aufgrund der längeren Distanz auch ein paar feine Unterschiede, die es zu beachten gilt: „Um vorne zu landen, müssen wir uns schon im Qualifying gut positionieren. Das ganze Rennen wird eine andere Hausnummer werden. Wir haben zwei Stunden Renndauer mehr, mehr Boxenstopps. Es kann noch mehr Unvorhergesehenes passieren. Darauf werden wir uns einstellen müssen. Man hat gesehen, dass VN4 ein vierstündiges Sprintrennen war. Ich erwarte das selbe bei VLN5, nur dann über sechs Stunden. Das sorgt für viel Spaß, ist aber auch entsprechend hart.“

Das ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen am kommenden Samstag ist der fünfte Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Das Zeittraining zwischen 8:30 und 10 Uhr entscheidet über die Startaufstellung für das Rennen über die Distanz von sechs Stunden. Rennstart ist um 12 Uhr. Den kompletten Renntag gibt es im Livestream auf www.getspeed.de. In den Cockpits der beiden Mercedes-AMG GT3 von GetSpeed sind Kameras angebracht, so dass das Rennen auch aus der Sicht der Fahrer live verfolgt werden kann.

Stimmen der Fahrer vor dem Rennen

Marek Böckmann (Startnummer 2, Vodafone Mercedes-AMG GT3)

„Auch beim Saisonhighlight werden wir wieder voll angreifen und hoffentlich bis zur letzten Sekunde um den Sieg kämpfen. Das Material wird natürlich aufgrund der um zwei Stunden längeren Renndistanz noch mehr beansprucht. Darüber mache ich mir aber gar keine Gedanken, weil das Auto vom Team immer top vorbereitet ist. Ich bin gespannt, die Konkurrenz ist stärker als beim letzten Lauf, aber wir müssen uns nicht verstecken.“

Fabian Schiller (Startnummer 23, Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3)

„Letztes Wochenende bin ich noch das 24h-Rennen in Spa-Francorchamps gefahren. Für mich ist es die fünfte Rennwoche hintereinander, jetzt geht es wieder zur VLN. Das längste und wohl auch beliebteste VLN-Rennen des Jahres steht bevor. Es gibt mehr Fahrzeit, die Konkurrenz wird etwas härter sein, als es noch bei VLN4 der Fall war. Aber, wir entwickeln uns nach wie vor weiter, wir sind sehr gut eingestellt. Das ganze Team und auch meine Fahrerkollegen Janine Hill und John Shoffner machen einen Schritt nach dem anderen nach vorne.“

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