GetSpeed bestes Mercedes-AMG-Team beim NLS-Saisonhöhepunkt

GetSpeed bestes Mercedes-AMG-Team beim NLS-Saisonhöhepunkt

Das Mercedes-AMG Team GetSpeed hat den letzten Nordschleifen-Renneinsatz vor dem ADAC TOTAL 24h-Rennen auf dem Nürburgring gemeistert. Beim ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen waren alle drei Mercedes-AMG GT3 des Teams im Einsatz und sammelten wichtige Erkenntnisse für das Saisonhighlight Ende September. Raffaele Marciello, Maximilian Götz, Maximilian Buhk und Fabian Schiller fuhren mit der Startnummer 2 als bester Mercedes-AMG GT3 auf Rang vier.

Dem 6h-Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie kam in diesem Jahr eine wichtige Rolle zu. Vier Wochen vor dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring bot die 50 Prozent längere Distanz eine gute Möglichkeit, letzte Testkilometer unter Rennbedingungen zu absolvieren. Dabei sind nicht nur die Mitstreiter auf der Strecke von großer Bedeutung, auch die sich ständig verändernden Streckenbedingungen liefern wichtige Informationen. Zudem kam den Teams zugute, dass erstmals in dieser Saison keine sommerlichen Temperaturen vorherrschten. Schließlich ist das 24h-Rennen in diesem Jahr auf Ende September im Herbst terminiert.

„Es war für uns immens wichtig, bei kühleren Temperaturen vor allem das Reifensetup zu verfeinern“, erklärt Teamchef Adam Osieka. „Natürlich sind wir ganz normal Rennen gefahren, allerdings haben wir zum Beispiel alle Reifenspezifikationen ausprobiert, die für den Moment nicht zwingend zum Erfolg geführt haben, uns aber wichtige Daten lieferten, um die unterschiedlichen Reifenmischungen zu verstehen. Jetzt gilt es, das Erlernte von fünf Rennen in der Nürburgring Langstrecken-Serie auszuwerten, zu analysieren und uns dann eine optimale Strategie für das 24h-Rennen zu erarbeiten. Hier geht es um alles, schließlich wollen wir mit unserer Speerspitze ein Wörtchen um den Sieg mitreden.“

Die drei GetSpeed-Boliden qualifizierten sich im Zeittraining für die Positionen acht (#2), 20 (#23) und 22 (#8). „Im Qualifying hat uns etwas das Glück einer freien Runde gefehlt“, erklärt Götz, der beim Start jedoch direkt zwei Positionen gutmachte. „Dabei konnte ich auf den ersten Runden den Speed an der Spitze nicht einmal voll mitgehen. Ab Runde fünf war die Pace dann aber vorhanden.“ Das zeigte sich auch im weiteren Rennverlauf. Der neongelbe Mercedes-AMG GT3 setzte sich in der Spitzengruppe fest. Einen Aha-Moment erlebte Fabian Schiller dann im letzten Renndrittel. Im Duell mit Philip Ellis kam es zu einer Berührung vor der Veedol-Schikane, woraufhin Schiller den Weg über das Kiesbett nehmen musste. Der Mercedes-AMG zeigte sich als stabiles Rennfahrzeug, so dass das Quartett am Ende noch einmal angreifen konnte und schlussendlich auf Rang vier gewertet wurde. „Wir hätten das Rennen gerne auf dem Podium beendet“, sagt Osieka. „Aber an die Leistung der beiden Audi und des Ferrari konnten wir diesmal nicht heranreichen.“

Die Startnummer 23 wurde pilotiert von Janine Hill und Jules Szymkowiak. Letzterer hatte in Runde drei eine Berührung mit einem Mitstreiter. „Patrick Assenheimer ist auf der Döttinger Höhe direkt vor Jules reingezogen, der schon ganz links am Fahrbahnrand war und keine Möglichkeit hatte, auszuweichen. Dabei kam es zu einer leichten Berührung, woraufhin sich Assenheimer drehte und überschlug“, sagt Osieka. „Zum Glück ist ihm dabei nichts passiert. Der Vorfall tut uns leid.“ Die Rennleitung wertete den Zwischenfall als vermeidbare Kollision und belegte Szymkowiak mit einer 180 Sekunden Zeitstrafe. Das Ergebnis war somit zweitrangig, nicht aber der Lerneffekt, den Szymkowiak und Hill in 40 Runden erzielten. „Das war ein ereignisreiches Rennen“, sagte Hill. „Das Grip-Niveau war überraschenderweise sehr gering. Ich habe so den sonst sehr gutmütigen Mercedes-AMG GT3 unter vollkommen neuen Aspekten kennengelernt.“ Ein unplanmäßiger Stopp aufgrund eines schleichenden Plattfußes machte schlussendlich die Podiumsplatzierung in der SP9-Am zunichte. Am Ende stand Rang vier in der Klasse zu Buche.

Im Mercedes-AMG GT3 mit der Nummer #8 fuhren François Perrodo, Emmanuel Collard, Matthieu Vaxiviere und Christer Jöns ein solides Rennen ohne nennenswerte Zwischenfälle. Allerdings machte auch hier eine Zeitstrafe – aufgrund einer Geschwindigkeitsübertretung in einer Code-60-Phase bekam das Quartett 90 Sekunden aufgebrummt – das Rennergebnis zur Nebensache. „Schwamm drüber“, sagt Osieka. „Viel wichtiger ist, dass unser französisches Trio mit Unterstützung von Christer 40 Runden absolvieren konnte und nun bestens für das 24h-Rennen gerüstet ist.“

Das 24h-Rennen auf dem Nürburgring findet in diesem Jahr vom 24. bis 27. September statt. Die kommenden drei Wochen wird das Team GetSpeed Performance nutzen, um alle drei Fahrzeuge gewissenhaft auf den Langstreckenklassiker in der Eifel vorzubereiten. Bereits am kommenden Wochenende geht es für die Mannschaft aus dem Gewerbepark am Nürburgring jedoch weiter. In der GT World Challenge steht mit Lauf zwei im Endurance-Cup das Heimspiel auf dem Nürburgring auf dem Programm.

Full House am Nürburgring: Generalprobe für GetSpeed Performance

Großeinsatz für GetSpeed Performance am kommenden Samstag (29.08.): Beim ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen setzt die Mannschaft rund um Teamchef Adam Osieka drei Mercedes-AMG GT3 Evo ein. Insgesamt elf Fahrer gehen für GetSpeed beim fünften Rennen zur Nürburgring Langstrecken-Serie an den Start. Das kommende NLS-Rennen läutet aber nicht nur die zweite Saisonhälfte der Nürburgring Langstrecken-Serie ein – das Rennen über die 50 Prozent längere Distanz ist für GetSpeed gleichzeitig die Generalprobe für den Höhepunkt der Nordschleifen-Saison: Das ADAC TOTAL 24h-Rennen Nürburgring im September.

„In der zweiten Jahreshälfte folgen die Rennen in kurzen Abständen. Das bedeutet für die ganze Mannschaft viel Arbeit, hat aber auch Vorteile: Durch die vielen Rennen in den unterschiedlichsten Serien und Formaten sind wir im Rhythmus. Alle arbeiten professionell und auf einem extrem hohen Niveau“, sagt Teamchef Adam Osieka. „Das 6h-Rennen ist der letzte Test unter Rennbedingungen auf der Nordschleife – die Generalprobe vor dem 24h-Rennen am Nürburgring. Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Feinabstimmung. In der absolut heißen Phase der Vorbereitung geht es darum, das Teamwork mit der ganzen Crew und allen Fahrern zu optimieren, um bestmöglich vorbereitet zu sein. Unsere drei Mercedes-AMG GT3 sind in ihren jeweiligen Klassen absolut konkurrenz- und siegfähig.“

Speerspitze des Teams ist die Startnummer 2. Maximilian Buhk, Maximilian Götz, Raffaele Marciello und Fabian Schiller starten als Mercedes-AMG Team GetSpeed in dem auffälligen, neongelben GT3 in der Klasse SP9 Pro. Das zweite von GetSpeed eingesetzte Fahrzeug ist die #8 mit den drei Franzosen François Perrodo, Emmanuel Collard und Matthieu Vaxiviere. Als vierter Fahrer ist der Nordschleifen-erfahrene Christer Jöns dabei. Das Quartett startet beim letzten NLS-Lauf vor dem 24h-Rennen in der Klasse SP9 Pro-Am. An der Seite von Janine Hill und John Shoffner starten beim 6-Stunden-Rennen Fabian Schiller und Jules Szymkowiak, der bereits 2019 mit GetSpeed den Langstrecken-Klassiker am Nürburgring bestritten hat. Der Rooster Rojo Mercedes-AMG GT3 geht wie gewohnt mit der Startnummer 23 ins Rennen.

Der Renntag am Nürburgring beginnt um 8:30 Uhr mit einem 90-minütigen Zeittraining. Start zum Rennen über die Distanz von sechs Stunden ist um 12 Uhr. Zum ersten Mal in diesem Jahr sind auch wieder Zuschauer zugelassen. Tickets für die Tribünen am Grand-Prix-Kurs sind ausschließlich online über die offizielle Nürburgring-Webseite erhältlich.

Stimmen vor dem Rennwochenende

Fabian Schiller (#2, Mercedes-AMG GT3): „Der Saisonhöhepunkt rückt immer näher und das 6h-Rennen ist die letzte Gelegenheit zur Vorbereitung auf das 24h-Rennen. Es geht nicht primär um den Sieg, sondern vielmehr darum, die Abläufe im Team und unter uns Fahrern zu überprüfen und gegebenenfalls nochmal zu verbessern. Dass wir schnell sind, haben wir in den vorherigen Läufen bereits gezeigt. Wir haben viele unterschiedliche Erfahrungen mit dem Auto gesammelt, auch in anderen Rennserien. Die Vorbereitung ist super gelaufen und unser Auto ist sehr stark besetzt. Es kann also losgehen.“

Christer Jöns (#8, Mercedes-AMG GT3): „Nach intensiver Vorbereitung steht nun mit dem 6h-Rennen der erste Einsatz bevor, bei dem wir mit dem Line-Up wie beim 24h-Rennen am Nürburgring starten. Ich freue mich sehr, meine französischen Teamkollegen François, Emmanuel und Matthieu unterstützen zu dürfen. Mit GetSpeed Performance und dem Mercedes-AMG GT3 haben wir eine erfolgversprechende Kombination für den Wettkampf auf der Nürburgring-Nordschleife. Unser Ziel ist, in der Klasse Pro-Am zu den Top 3 zu gehören.“

Jules Szymkowiak (#23, Mercedes-AMG GT3): „Ich freue mich, endlich wieder im Auto zu sitzen und auf der Nordschleife Rennen zu fahren. Das ist mein erster Einsatz im Mercedes-AMG GT3 in diesem Jahr und ich bin gespannt, wie sich das Evo-Modell gegenüber dem letztjährigen verändert hat. Die GetSpeed-Mannschaft kenne ich ja bereits vom 24h-Rennen im vergangenen Jahr. Das Gesamtpaket stimmt und wir sollten schnell sein. Ich bin gespannt.”

GetSpeed siegt in Paul Ricard und verteidigt Tabellenführung

Das zweite Rennwochenende der International GT Open in Paul Ricard (Frankreich) hatte für GetSpeed Performance zwei Gesichter: Während Jens Liebhauser und Florian Scholze im Samstagsrennen den dritten Sieg in Folge holten und bei der Siegerehrung ganz oben auf dem Podest jubeln durften, war das Rennen einen Tag später bereits in der ersten Kurve gelaufen. Ein Konkurrent räumte den Mercedes-AMG GT3 #44 ab. Startfahrer Liebhauser konnte das Rennen nicht fortsetzen. Trotzdem führen Liebhauser/Scholze die AM-Wertung weiterhin an.

„Alles in allem war das ein sehr gutes Wochenende“, resümiert Teamchef Adam Osieka. „Im ersten Rennen haben Jens und Florian verdient gewonnen. Ihrer Performance hätten die beiden auch gerne noch im Sonntagsrennen gezeigt, aber dazu hatten sie nach der unverschuldeten Kollision keine Möglichkeit mehr. Trotz des Ausfalls führen sie die AM-Wertung an. Es freut mich, dass wir neben unserem Pro-Engagement auf der Nordschleife und in der GT World Challenge auch in der GT Open mit dem AM-Fahrzeug erfolgreich unterwegs sind. Jens und Florian zeigen starke Leistungen. Die gemeinsame Arbeit und unser spezielles AM-Programm spiegeln sich in den Ergebnissen wider.“

Die #44 war – wie schon beim Saisonauftakt in Ungarn – in allen Sessions vorne mit dabei. In den beiden Qualifyings sicherten sich Liebhauser/Scholze jeweils die zweitbeste Zeit in der Klasse und einen Startplatz in den Top 10. Im Samstagsrennen konnte Scholze in der ersten Rennrunde vom zehnten auf den siebten Platz vorfahren. Nach 70 Minuten Renndistanz feierten Liebhauser/Scholze mit einem Vorsprung von 4,796 Sekunden vor den Zweitplatzierten in der Klasse ihren dritten Sieg.

Das nächste Rennwochenende der GT Open findet in knapp drei Wochen statt. Auf dem Red Bull Ring in Österreich werden vom 12. bis 13. September 2020 die Saisonrennen fünf und sechs ausgetragen. Für die GetSpeed-Mannschaft geht es bereits am kommenden Wochenende wieder an die Rennstrecke: Beim fünften Saisonrennen der Nürburgring Langstrecken-Serie setzt GetSpeed zur Vorbereitung auf das 24h-Rennen im September drei Mercedes-AMG GT3 ein.

Florian Scholze (Mercedes-AMG GT3, #44): „Die Enttäuschung über den Ausfall überwiegt an diesem Wochenende. Wir hatten uns als Ziel gesetzt, im Sonntagsrennen den vierten Sieg in Folge einzufahren. Dazu hatten wir nach der Kollision keine Gelegenheit mehr, was sehr schade ist. Am Samstag waren wir natürlich super happy mit dem Ergebnis, zumal wir 20 Sekunden Handicap-Zeit bei dem Boxenstopp hatten. Diese Zeit haben wir im ersten Rennen schnell wettgemacht und Jens ist in Führung liegend nach dem Fahrerwechsel wieder auf die Strecke.“

GetSpeed Performance begrüßt Pläne zur DTM mit GT3-Fahrzeugen

Das Team GetSpeed Performance begrüßt die Pläne der DTM, die kommende Saison mit GT3-Fahrzeugen auszurichten. Einem Bericht der englischen Fachzeitschrift Autosport zufolge, will die Dachorganisation ITR für die kommende Saison eine Serie nach einem erweiterten GT3-Plus-Reglement beim Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) anmelden. Dabei setzt ITR-Boss Gerhard Berger auf ein „Sprintrennformat, in dem professionelle und unabhängige Teams Profirennfahrer an den Start bringen.“

GetSpeed-Teamchef Adam Osieka begrüßt Bergers Konzept: „Die DTM ist eine starke Marke, die in Europa einen hohen Stellenwert genießt. Ich bin davon überzeugt, dass das Konzept aufgehen kann und wir sind sehr daran interessiert, als Team 2021 in der DTM an den Start zu gehen. Der Reiz liegt für uns vor allem in dem erweiterten GT3-Reglement und der Tatsache, dass Sprintrennen mit Profirennfahrern bestritten werden. Das Konzept hat viel Potenzial.“

In der Saison 2020 ist GetSpeed Performance in der GT World Challenge, den International GT Open, der Nürburgring Langstrecken-Serie sowie dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring engagiert. Zum Einsatz kommen in allen Serien Mercedes AMG GT3 der neusten Generation. Bei den Rennen in der Grünen Hölle ist das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring offizielles „Mercedes-AMG Performance-Team“.

GetSpeed will Siegesserie in der International GT Open fortsetzen

Am kommenden Wochenende (21.-23. August 2020) startet GetSpeed Performance beim zweiten Rennwochenende der International GT Open auf dem Circuit Paul Ricard (Frankreich). Auf der Formel-1-Rennstrecke in Südfrankreich wollen Jens Liebhauser und Florian Scholze an ihre Siegesserie beim Auftakt anknüpfen: Vor zwei Wochen war das Duo im Mercedes-AMG GT3 #44 auf dem Hungaoring nicht zu schlagen und holte in beiden Rennen den Sieg in der Klasse AM.

„Wir reisen mit zwei Siegen, viel Selbstvertrauen und gut vorbereitet zum zweiten Rennwochenende der GT Open nach Frankreich“, sagt Teamchef Adam Osieka. „Im Juni haben wir auf der ultra-modernen Rennstrecke zwei Tage intensiv getestet. Beim Auftakt in Ungarn waren wir sehr erfolgreich unterwegs. Jens und Florian haben die AM-Klasse dominiert. An diese Erfolge wollen wir in Südfrankreich anknüpfen.“

Die 5,8 Kilometer lange Rennstrecke nahe der Ortschaft Le Castellet ist vor allem durch ihre farbigen Asphaltstreifen in den Auslaufzonen bekannt, die zusammen mit den rot-weiß lackierten Curbs ein unverwechselbares Streckenbild entstehen lassen. Die unterschiedlichen Farben sind aber keineswegs rein optischer Natur: Die Auslaufzonen sind komplett asphaltiert und haben unterschiedliches Grip-Niveau, um die Fahrzeuge abzubremsen und maximale Sicherheit zu gewährleisten.

Los geht das Rennwochenende der GT Open mit Trainings am Donnerstag und am Freitag. Das Rennen am Samstag geht über die Distanz von 70 Minuten; das Rennen am Sonntag über 60 Minuten. Beiden Rennen geht je ein 30-minütiges Qualifying voraus. Zeittrainings und Rennen werden auf der offiziellen Webseite www.gtopen.net übertragen.

Stimmen vor dem Rennen

Jens Liebhauser (Mercedes-AMG GT3, #44): „Wir haben im Juni in Paul Ricard getestet. Ein sehr sicherer Kurs mit einigen wirklichen kniffligen Stellen, insbesondere in Sektor 3. Dort kann man viel Zeit liegenlassen – oder eben auch gewinnen. Speziell die ‚Courbes de Signe‘ erfordert viel Gefühl: Man kommt mit über 200 km/h im fünften Gang an und dann geht es Vollgas durch die Kurve. Wenn du die Innenseite des Curbs zu hart triffst, katapultiert es dich auf die andere Seite und du bist weg. Wenn man zu langsam fährt, verliert man gleich eine Dreiviertelsekunde. Eine Kurve später musst du auch gefühlvoll auf der Bremse sein, um keine Zeit zu verlieren. Unser Ziel ist klar: Wir wollen beide Rennen gewinnen und wenn möglich auch noch einige Pro-Am-Fahrzeuge hinter uns lassen.“

Gelungener GT Open-Auftakt für GetSpeed: drei Siege in zwei Rennen

Die Ausbeute beim Auftaktwochenende der Internationalen GT Open auf dem Hungaroring (Ungarn) hätte fast nicht besser sein können: Die zwei von GetSpeed Performance eingesetzten Mercedes-AMG GT3 waren in ihren Klassen das Maß der Dinge und holten drei von vier möglichen Siegen. Jens Liebhauser und Florian Scholze #44 gewannen in beiden Rennen die Am-Klasse, während ‚Max‘ und Fabian Schiller in der #11 am Sonntag Platz eins in der Pro-Am feierten. Gesamtrang zwei in der Gesamtwertung und die absolut schnellste Rennrunde unterstrichen die Stärke der GetSpeed-Mannschaft beim ersten Wochenende der europäischen Serie für GT3-Fahrzeuge.

Größte Herausforderung auf dem Hungaroring: Die Hitze, mit Lufttemperaturen über 30 und Streckentemperaturen von fast 50 Grad Celsius. Trotz der extremen Bedingungen behielten Fahrer und Team einen kühlen Kopf. In beiden Rennen präsentierten sich die Fahrerpaarungen der #11 und der #44 von ihrer besten Seite und drückten den Rennen ihren Stempel auf. „Das gesamte Team hat bei den extremen Bedingungen einen super Job gemacht. Wir waren auf Anhieb schnell und konkurrenzfähig, obwohl der Hungaroring für uns absolut neu war“, sagt Teamchef Adam Osieka. „Einziger Wermutstropfen war das Samstagsrennen von ‚Max‘ und Fabian, die trotz einer unverschuldeten Kollision beim Start auf Podiumskurs waren und nach zwei Zeitstrafen auf Rang zehn der Gesamtwertung zurückgefallen sind.“

In der Am-Wertung liegen Liebhauser / Scholze nach ihren Klassensiegen mit 20 Punkten souverän auf Platz eins. ‚Max‘ / Schiller belegen nach den ersten beiden Rennen mit 13 Punkten die dritte Position. In zehn Tagen geht es bei den International GT Open mit dem zweiten Rennwochenende weiter. Vom 20. bis 23. August 2020 ist die Formel-1-Rennstrecke in Paul Ricard (Frankreich) Austragungsort der Saisonrennen drei und vier.

Stimmen nach dem Rennwochenende

Fabian Schiller (#11, Mercedes-AMG GT3): „Für GetSpeed war das ein sehr erfolgreicher Start in die GT Open. Drei von vier möglichen Klassensiegen ist eine starke Leistung. Beide Rennen waren spannendes Racing und haben viel Spaß gemacht. Der Speed war richtig gut. Belohnt wurden Max und ich nur am Sonntag mit dem Sieg in der Klasse Pro-Am und Platz zwei in der Gesamtwertung. Am Samstag hätte es besser laufen können. Meine Zeit im Qualifying hätte für die Pole-Position gereicht. Leider wurde sie dann wegen ‚Track Limits‘ gestrichen. Im Rennen haben uns eine unverschuldete Kollision beim Start und zwei Zeitstrafen von einem Platz auf dem Podium auf Rang zehn zurückgeworfen.“

Jens Liebhauser (#44, Mercedes-AMG GT3): „Das war ein mega erfolgreiches Wochenende für uns. In den beiden Qualifyings haben wir in unserer Klasse die Pole-Position und Platz zwei geholt und beide Rennen souverän gewonnen. Die Hitze war der Wahnsinn, schon am Morgen sind die Temperaturen weit über die 30 Grad-Marke geklettert. Trotzdem haben wir einen kühlen Kopf bewahrt und sind überlegte Rennen gefahren. Die GetSpeed-Mannschaft hat uns ein Top-Auto mit perfekter Balance hingestellt. Wir hatten weder Über- noch Untersteuern. Unser Reifenmanagement hat sehr gut funktioniert und wir haben die Reifen nicht überfahren. Überholen ist auf der Strecke sehr schwierig. Wir haben uns die Stellen rausgesucht, an denen es möglich ist und dann attackiert. Insgesamt ein super Auftakt für uns. In Paul Ricard wollen wir das wiederholen.“

Aller guten Dinge sind drei: GetSpeed startet in der GT Open

Nach der Pole-Position und dem Klassensieg beim vierten Rennen zur Nürburgring Langstrecken-Serie und den hervorragenden Leistungen beim Auftaktrennen in der GT World Challenge Europa geht es für GetSpeed Performance am kommenden Wochenende mit Vollgas weiter: Vom 7. bis 9. August 2020 startet das Team von Adam Osieka mit zwei Mercedes-AMG GT3 auf dem Hungaroring bei Budapest in der International GT Open.

Jens Liebhauser und Florian Scholze starten im Mercedes-AMG GT3 #44 in der Klasse Am zum ersten Mal in der GT Open. Sein Debüt in der GT-Rennserie gibt auch ‚Max‘, der mit GetSpeed bereits erfolgreich Rennen in der NLS gefahren ist. In Ungarn teilt er sich das Cockpit des zweiten AMG GT3 #11 mit Fabian Schiller. Das Duo ist in der Pro-Am-Klasse eingestuft. „Wir sind im vergangenen Jahr bereits Rennen in der GT Open Meisterschaft gefahren und haben uns dort auf Anhieb sehr wohl gefühlt. Der Hungaroring ist neu für uns, aber wir haben in Imola bereits gezeigt, dass wir uns schnell auf eine neue Rennstrecke einstellen können“, sagt Teamchef Adam Osieka. „Unsere beiden Fahrzeuge sind stark besetzt. Ich bin überzeugt das wir erneut eine gute Leistung abliefern und um Siege mitfahren können.“

Seit 1986 ist der Hungaroring permanent im Formel-1-Kalender vertreten. Der 4,381 Kilometer lange Kurs wird aufgrund seiner Lage oft als flacher Teller bezeichnet. 2016 wurde die gesamte Strecke neu asphaltiert, die zuvor charakteristischen Bodenwellen sind nun nahezu verschwunden. Der Hungaroring zählt zu den Strecken, auf denen das Überholen besonders schwierig ist. Abgesehen von der Start-Ziel-Geraden und dem folgenden Geradeaus-Stück lässt die Strecke wenig Platz für verschiedene Linienwahlen. Besonders der Mittelsektor verlangt präzises Fahren und ein sehr gut liegendes Auto.

In zwei Qualifyings am Samstag und am Sonntag – jeweils ab 10:15 Uhr – geht es zunächst um die besten Startplätze. Das erste Rennen über die Distanz von 70 Minuten beginnt am Samstag um 14:15 Uhr. Am Sonntag geht es ab 14:15 Uhr in das zweite Rennen über 60 Minuten. Beide Rennen werden auf der offiziellen Webseite www.gtopen.net/en/ live übertragen.

Stimmen vor dem Rennen

Max (Mercedes-AMG GT3, #11): „Ich freue ich darauf, endlich mal wieder mit GetSpeed an den Start zu gehen. Für mich wird das Wochenende in Ungarn in zweierlei Hinsicht spannend: Nach vielen Jahren mit Langstreckenrennen auf dem Nürburgring ist das mein erstes Sprintrennen und zudem meiner erster Rennstart mit einem GT3 überhaupt. Ich kann es kaum erwarten.“

Fabian Schiller (Mercedes-AMG GT3, #11): „Imola, Nordschleife und jetzt der Hungaroring – unser Rennkalender für die zweite Jahreshälfte ist gut gefüllt. Ich kenne die Strecke bereits aus der damaligen Blancpain-Serie. Sie ist technisch sehr anspruchsvoll und bietet nicht viele Überholmöglichkeiten. In den Trainingssitzungen haben wir ausreichend Zeit, uns mit der Strecke vertraut zu machen und ein gutes Setup zu entwickeln, sodass wir in beiden Rennen vorne mitfahren können.“

Jens Liebhauser (Mercedes-AMG GT3, #44): „Nach so einer langen Pause sind wir heiß darauf, endlich wieder im Rennauto zu sitzen. Wir haben uns mit Schaltkartfahren vorbereitet und gehen davon aus, dass wir ein Podium einfahren – auch wenn der Hungaroring nicht unbedingt zu unserer Hausstrecke zählt. Wir müssen uns in den Trainings erstmal mit der Strecke vertraut machen. Mit der Startnummer 44 habe ich schon die Ferrari Challenge Europa und das Weltfinale gewonnen und ich hoffe, sie bringt uns auch dieses Mal Glück. Unser Ziel ist ein Podium im ersten Rennen am Samstag und am Sonntag dann der erste Platz. Klingt sehr optimistisch, aber wir sind Rennfahrer, um zu gewinnen. “

Florian Scholze (Mercedes-AMG GT3, #44): „Endlich geht es, wenn auch mit Verzögerung, auch für uns los mit der Saison 2020. Ich bin mega gespannt, was uns am Wochenende in Budapest erwartet. Die GT Open mit den zwei Sprintrennen am Samstag und am Sonntag sind neu für uns. Ich kenne nur sehr wenige Fahrer, insofern ist die Konkurrenz schwierig einzuschätzen. Die Strecke müssen wir erst noch kennenlernen, aber das ist in den Trainingssitzungen machbar.“

Super-Samstag in der NLS: GetSpeed holt Pole-Position und Klassensieg

Perfekter Renntag für GetSpeed Performance beim vierten Rennen zur Nürburgring Langstrecken-Serie: Am Samstagmorgen sicherte Fabian Schiller dem Team bei schwierigen Wetterbedingungen zunächst die Pole-Position; im Rennen über die Distanz von vier Stunden fuhr der Troisdorfer an der Seite von Janine Hill und John Shoffner zum Sieg in der Klasse SP9 Am. Vor allem in der Anfangsphase des Rennens begeisterte Startfahrer Schiller mit einem sehenswerten und fairen Duell, bei dem die Führung mehrfach wechselte. „Die Drei haben heute als Team eine überragende Leistung gezeigt. Wir sind in Höchstform und die gesamte Mannschaft arbeitet tadellos“, sagt Teamchef Adam Osieka. „Zur Halbzeit der NLS nach vier von acht Rennen ziehen wir eine positive Zwischenbilanz. Wir sind absolut konkurrenz- und vor allem siegfähig.“

Im Zeittraining am Samstagmorgen zeigte sich das Wetter über dem Nürburgring von seiner launischen Seite. Pünktlich zum Beginn des 90-minütigen Qualifyings hatte es zu regnen begonnen – und gleich zu Anfang zeigte sich Fabian Schiller in Bestform. Im weiteren Verlauf trocknete die Strecke ab und Schiller sicherte dem Team mit einer Rundenzeit von 9:18,357 Minuten Platz eins in der Startaufstellung.

Von der Pole-Position gestartet verteidigte Schiller bei abtrocknender Strecke zunächst Platz eins und lieferte sich einen spannenden Schlagabtausch mit dem Porsche #19, bei dem die Führung mehrfach wechselte. Als Führender im Gesamtklassement übergab Schiller den Mercedes-AMG GT3 #23 beim Boxenstopp an Janine Hill. Nach acht Runden übernahm John Shoffner für seinen Turn bevor Schiller erneut ins Cockpit stieg und nach 27 Runden als Sieger in der Klasse den Zielstrich überquerte.

Der nächste Lauf zur Nürburgring Langstrecken-Serie findet am 29. August 2020 und führt über die Distanz von 6 Stunden. Für GetSpeed Performance geht es im Renntempo weiter. Am kommenden Wochenende startet das Team mit zwei Mercedes-AMG GT3 in der GT Open auf dem Hungaroring (Ungarn).

Stimmen nach dem Rennen

Fabian Schiller: „Ein fantastisches Ergebnis für das ganze Team. Im Regen waren wir sehr, sehr stark unterwegs. Das liegt vor allem an dem Auto, welches bei den Bedingungen super funktioniert hat. Aber auch ich fühle mich in dem Auto bei Regen sehr wohl auf der Nordschleife. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Der Battle mit dem Porsche in der Anfangsphase war cool und wir konnten im Hinblick auf das 24h-Rennen weitere Erkenntnisse sammeln. Janine und John sind ein sehr gutes Rennen gefahren und ich freue mich, dass wir gemeinsam den Sieg geholt haben.“

Janine Hill: „Das war ein großartiges Rennen für uns und wir hatten eine gute Zeit. Es war gut wieder zurück im Auto zu sein, nachdem wir bei NLS 2+3 leider nicht starten konnten. Die Qualifying-Runde von Fabian war fantastisch und hat uns die Pole-Position beschert – und die steht Rooster Rojo ziemlich gut. Das Rennen war auch sehr gut, ebenso wie das Auto. Ich habe den AMG GT3 auf Platz eins von Fabian übernommen und in Führung liegend an John übergeben. Pole-Position und Sieg – ein absolut gelungenes Wochenende.“

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