Viel Grund zum Jubeln bei GetSpeed nach NLS4

Viel Grund zum Jubeln bei GetSpeed nach NLS4

GetSpeed hatte beim vierten Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie allen Grund zu jubeln: Janine Shoffner und Moritz Kranz fuhren in der Am-Wertung der GT3-Klasse SP9 zum dritten Sieg im dritten Rennen. Für Shoffner war es der zehnte Klassensieg ihrer NLS-Karriere. Der zweite Mercedes-AMG GT3 im Kundeneinsatz mit Jakub Giermaziak und Frank Kechele am Steuer wurde auf Platz drei abgewinkt. Allerdings erhielt das Duo nachträglich eine Zeitstrafe und wurde auf Rang sechs gewertet.

Shoffner und Kranz ließen im Rennen nichts anbrennen. Von Position sieben aus gestartet, fuhr Kranz im ersten Stint bis auf Rang drei nach vorne und kämpfte zeitweise im Feld der Profipiloten an der Spitze. Über den Rennverlauf hielt sich das Fahrzeug mit der #9 konstant in den Top 10 und beendete das Rennen auf Platz neun als bestes Fahrzeug der Am-Kategorie. „Ich bin sehr glücklich über unseren erneuten Sieg“, sagte Shoffner, die nun mit zehn Klassensiegen unter anderem mit Klaus Abbelen, Frank Biela und Nico Menzel gleichgezogen hat. „Unser Auto war von GetSpeed wie immer perfekt vorbereitet. Moritz und ich kommen unserem Ziel, die Meisterschaft in der Am-Klasse zu gewinnen, Schritt für Schritt näher. Jetzt freue ich mich auf den Double Header in zwei Wochen.“

Für Giermaziak und Kechele war das vierte der Rennen der Nordschleifen-Rennserie vor allem harte Arbeit. Von Position vier aus gestartet, wurde Kechele in Kurve eins gedreht und fiel bis an das Ende der ersten Startgruppe zurück. In einem Parforceritt kämpfte er sich wieder nach vorne. Nach Runde eins überquerte er bereits als 13. die Start-Ziel-Linie. Auch Giermaziak drehte in seinem Stint mächtig auf und fuhr die schnellste Rennrunde in 7:57,464 Minuten. Die Freude über Platz drei im Rennen währte jedoch nur kurz. Eine nachträgliche Zeitstrafe für ein Vergehen in einer Code-60-Zone warf das Duo schließlich auf Rang sechs zurück.

„Kuba und Frank haben ein erfolgreiches GT3-Comeback in der NLS hinter sich“, sagt Teamchef Adam Osieka. „Aufgrund des unverschuldeten Drehers nach dem Start mussten beide ordentlich Gas geben. Dabei haben sie ihre Performance unter Beweis gestellt. Wir freuen uns auf die nächsten Rennen.“ Lob und Anerkennung auch für die Am-Seriensieger: „Janine und Moritz haben in dieser Saison einfach einen Lauf. Sie sind schlichtweg die schnellste und konstanteste Fahrerpaarung in der GT3-Am.“

In zwei Wochen steht ein der Höhepunkt der Nürburgring Langstrecken-Serie auf dem Programm. Beim Double Header geht es am 10. und 11. Juli gleich zweimal über die Distanz von vier Stunden in die Grüne Hölle. GetSpeed setzt erneut die beiden Mercedes-AMG GT3 #2 und #9 ein.

GetSpeed mit zwei Mercedes-AMG GT3 bei NLS4

Vollgas-Modus bei GetSpeed: Nach der DTM-Premiere am vergangenen Wochenende in Monza und dem offiziellen Vortest für die 24 Stunden von Spa-Francorchamps am Dienstag und Mittwoch geht es am Samstag (26. Juni) zurück auf die Heimstrecke, die Nürburgring Nordschleife. Beim vierten Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie bringt GetSpeed zwei Mercedes-AMG GT3 an den Start. Neben den Stammfahrern Janine Shoffner und Moritz Kranz in der Startnummer #9 pilotieren Jakub Giermaziak und Frank Kechele die neongelbe #2.

Für GetSpeed ist das Nordschleifenrennen nicht nur ein Heimspiel – das Headquarter des Rennstalls rund um Teamchef Adam Osieka ist nur einen Steinwurf von der legendären Nordschleife entfernt – es ist auch die Rückkehr an den Ort, an dem das Team Anfang Juni Platz drei beim ADAC TOTAL 24h-Rennen errungen hat. „Auch wenn wir europaweit in unterschiedlichen GT3-Serien an den Start gehen, die Grüne Hölle ist unser Zuhause“, sagt Osieka. „Janine und Moritz wollen den dritten Sieg in der GT3-Am-Wertung in Folge. Für Jakub und Frank geht es zunächst einmal darum, Nordschleifen-Erfahrung zu sammeln. Als Mercedes-AMG Performance-Team geben wir unser Know-How so an unsere Kunden weiter.“

Das vierte NLS-Rennen führt über die Distanz von vier Stunden. Die Positionen für die Startaufstellung werden im Zeittraining von 8:30 bis 10 Uhr ausgefahren. Die Startampel schaltet um 12 Uhr auf Grün. Zuschauer können das Rennen per Livestream ab 11:45 Uhr über Facebook verfolgen.

Arjun Maini und GetSpeed haben DTM-Geschichte geschrieben

Arjun Maini und das Mercedes-AMG Team GetSpeed haben im königlichen Park von Monza (ITA) gemeinsam Geschichte geschrieben: Als erster Fahrer aus Indien startete der 23-jährige am vergangenen Wochenende in der DTM. Im Mercedes-AMG GT3 des Rennstalls aus dem Gewerbepark am Nürburgring debütierte er zudem in einem Rennen mit GT3-Fahrzeugen. „Für mich ist es eine große Ehre, als erster Inder in der DTM zu starten. Darauf bin ich sehr stolz und bedanke mich bei allen, die mich auf meinem Weg hierhin unterstützt haben“, sagt Maini. „Ich hoffe nun bald auch die Ergebnisse einzufahren, die ich mir vorstelle.“ Bei seinem ersten Auftritt in der DTM kam Maini im Samstagsrennen als 14. ins Ziel. Am Sonntag schied er nach technischen Problemen in Folge einer Startkollision aus.

Die DTM 2021 ist keine einfache Serie für einen GT3-Rookie, denn die Positionen sind hart umkämpft. Im zweiten Qualifying am Sonntag waren 17 Fahrer innerhalb von einer Sekunde – das ist in der Traditionsserie fast schon an der Tagesordnung. Ein Wimpernschlag entscheidet, ob man im Feld weit vorne oder aus den hinteren Reihen startet. „Arjun ist ein unglaublich ehrgeiziger Fahrer. In so einem kompetitiven Championat und bei seinem ersten GT3-Rennen – da haben wir nicht erwartet, dass er auf Anhieb ganz vorne mitfährt“, zeigt sich Teamchef Adam Osieka realistisch. „Trotzdem hat er sich in dem starken Feld mit erfahrenen GT3-Piloten gut geschlagen. Vor allem im Rennen ist er bereits in der Lage, die Pace von deutlich erfahreneren Fahrern mitzugehen. Im Qualifying hängen die Früchte sehr hoch. Daran müssen wir arbeiten. Die Lernkurve zeigt nach oben. Das ist die wichtigste Erkenntnis des Wochenendes.“

Am Samstag fuhr Maini ein fehlerfreies Rennen. Von Position 13 aus gestartet wurde er auf Position 14 abgewunken. „Der Start war interessant. Ich hatte Pech mit der Linie und habe einige Positionen verloren. Vor allem in der zweiten Rennhälfte war ich dann aber gut unterwegs“, resümierte er nach dem Rennen. Den zweiten Lauf am Sonntag nahm Maini von Startplatz 14 aus in Angriff. Aufgrund technischer Probleme, in Folge einer Kollision in der Startphase des Rennens, musste Maini den Mercedes-AMG GT3 nach 15 Rennrunden aus Sicherheitsgründen vorzeitig in der Box abstellen. „Das war sehr schade, denn bis dahin lief das Rennen sehr gut, besser als am Samstag“, sagte er. „Die DTM ist eine spannende Serie, in der es sehr eng zugeht und ich will auf jeden Fall bei den kommenden Rennen vorne mitfahren. Hier in Monza haben ich viel gelernt und freue mich auf den Lausitzring.“

Arjun Maini und das Mercedes-AMG Team GetSpeed haben nun viereinhalb Wochen Zeit, sich auf das nächste Rennwochenende in der DTM vorzubereiten. Vom 23. bis 25. Juli stehen auf dem Lausitzring die Läufe drei und vier der Saison 2021 auf dem Programm. Für GetSpeed geht es bereits am kommenden Wochenende zum nächsten Einsatz. Beim vierten Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie setzt das Team zwei Mercedes-AMG GT3 in der Grünen Hölle ein.

Starke Aufholjagd bleibt unbelohnt

Die starke Performance von Arjun Maini in seinem zweiten DTM-Rennen blieb unbelohnt: Von Position 14 aus gestartet hatte sich der 23-jährige Inder im italienischen Monza – auch dank eines schnellen Boxenstopps des Mercedes-AMG Team GetSpeed – bis auf Rang zwölf nach vorne gearbeitet. Aufgrund technischer Probleme, in Folge einer Kollision in der Startphase des Rennens, musste Maini den Mercedes-AMG GT3 nach 15 Rennrunden aus Sicherheitsgründen vorzeitig in der Box abstellen.

Nach einer längeren Pause startet die DTM in fünf Wochen, vom 23. bis 25. Juli 2021, auf dem Lausitzring in das zweite von insgesamt acht Rennwochenenden der Saison 2021.

ARJUN MAINI: „Ich hatte beim Start einen Kontakt mit einem BMW. Dabei wurde etwas beschädigt und uns blieb nichts anderes übrig, als das Fahrzeug abzustellen. Das ist sehr schade, denn bis dahin lief das Rennen sehr gut, besser als gestern. Die DTM ist eine spannende Serie, in der es sehr eng zugeht und ich will auf jeden Fall bei den kommenden Rennen vorne mitfahren. Hier in Monza haben ich viel gelernt und freue mich auf den Lausitzring.“

ADAM OSIEKA: „Aus einer Kollision mit einem anderen Fahrzeug in Kurve 1 nach dem Start resultierte ein technischer Defekt weshalb wir das Fahrzeug aus Sicherheitsgründen leider aus dem Rennen nehmen mussten. Bis dahin lief alles perfekt. Wir haben einen schnellen Boxenstopp abgeliefert, bei dem Arjun Positionen gutgemacht hat. Danach hat er deutlich an Pace aufgenommen und sehr gutes Zweikampfverhalten gezeigt.“

Platz 14 bei der DTM-Premiere in Monza

Solide Premiere für das Mercedes-AMG Team GetSpeed in der DTM: Auf dem Autodromo Nazionale Monza haben das Team und Fahrer Arjun Maini ihr erstes Rennen in der traditionsreichen Serie absolviert. Von Position 13 aus gestartet, fuhr der 23-jährige Maini im Samstagsrennen auf Rang 14. Für den GT3-Neueinsteiger war über die rund einstündige Distanz oberste Prämisse, mit dem Mercedes-AMG GT3 Erfahrungen im Rennen zu sammeln und keine Fehler zu machen. Das ist dem GetSpeed-Piloten gelungen.

Am Sonntag (20.6.) steht ab 10:10 Uhr das zweite Qualifying auf dem Programm. Das zweite DTM-Saisonrennen führt ab 13:30 Uhr über die Distanz von 50 Minuten plus eine Runde.
Stimmen nach dem Rennen

Stimmen nach dem Rennen

ARJUN MAINI „Das war ein sehr aufregendes Rennen. Der Start war interessant. Ich hatte Pech mit der Linie und habe einige Positionen verloren. Vor allem in der zweiten Rennhälfte war ich gut unterwegs. Wir müssen nun noch einige Kleinigkeiten aussortieren und dann greifen wir morgen erneut an.“

ADAM OSIEKA „Das war ein ordentlicher Einstand für uns in der DTM. Wir sind happy. Für sein erstes GT3-Rennen hat Arjun sich gut geschlagen und es lief weitestgehend alles nach Plan. Auf dieser soliden Leistung können wir aufbauen. Unser Ziel sind Top-10-Positionen in dem starken Championat. Darauf arbeiten wir hin.“

Arjun Maini und GetSpeed sind bereit für die DTM

Am kommenden Wochenende (18.-20. Juni) startet die DTM in die neue Saison. Im italienischen Monza feiern sowohl das Mercedes-AMG Team GetSpeed als auch Fahrer Arjun Maini ihre Premiere in der traditionsreichen Rennserie. Nach der Neuausrichtung gehen in der DTM erstmals GT3-Fahrzeuge bei rund einstündigen Sprintrennen an den Start. GetSpeed setzt, wie auch in anderen Rennserien, einen Mercedes-AMG GT3 ein.

Für den indischen Rennfahrer Arjun Maini ist die Plattform DTM kein Neuland. Bereits 2015 und 2016 startete er in der Formel 3 im Rahmen des populären Championats. Neu hingegen ist sein Rennfahrzeug mit der Startnummer #36. „Ich bin vor meiner Premiere in der DTM schon etwas aufgeregt, zumal die Rennpause für mich sehr lang gewesen ist“, sagt Maini. „Es wird nicht nur mein erstes Rennen in der DTM, sondern auch mein erster Einsatz mit GetSpeed und im Mercedes-AMG GT3. Das macht das Wochenende für mich sehr speziell.“ Der 23-jährige erwartet eine hohe Leistungsdichte und einen engen Wettkampf: „Im Qualifying will jeder Pilot sein Bestes geben. Das wird sicher eine enge Kiste. Im Rennen kommt es dann auf die richtige Reifenstrategie an, vor allem bei den zu erwartenden Temperaturen in Monza.“

Die Rennstrecke im königlichen Park von Monza übt ihre ganz eigene Faszination aus. Lange Geraden, schnelle Passagen und zwei spektakuläre Schikanen – im Norden Italiens ist Highspeed angesagt. „In Monza kommt es auf zwei Dinge an: maximalen Topspeed auf den Geraden und maximalen Abtrieb in den schnellen Kurven. Was nach der Quadratur des Kreises klingt, ist am Ende das Geheimnis eines guten Setups. Die Balance muss stimmen“, sagt Teamchef Adam Osieka. „Wir haben in Monza bereits Erfahrungen gesammelt, so dass wir voller Zuversicht in die Lombardei reisen.“ Auch Maini weiß genau, was ihn erwartet. In der Formel 3, der GP3 und in der Formel 2 war er auf dem Hochgeschwindigkeitskurs am Start. „Die Strecke bietet viele Überholmöglichkeiten. Aus Sicht des Fahrers kommt es vor allem darauf an, sehr präzise zu agieren, um in Monza konkurrenzfähig zu sein“, sagt Maini.

Mit dem Einsatz in der DTM betritt das bei Langstrecken-Rennen erfolgreiche Mercedes-AMG Team GetSpeed unbekanntes Terrain. „Die DTM in ihrer jetzigen Form ist für alle Teams neu“, sagt er. „Alle fangen bei Null an. Jedoch ist es für uns nicht das erste Mal, dass wir uns in einer neuen Serie behaupten müssen. Das wird keine leichte Aufgabe, denn die Konkurrenz ist stark. Wir sind sehr gut vorbereitet, aber wo wir wirklich stehen, sehen wir nach dem ersten Qualifying. Ich bin sehr gespannt auf das Premieren-Wochenende in der DTM.“

Insgesamt stehen in der DTM-Saison 2021 acht Rennwochenenden auf dem Programm, an denen immer samstags und sonntags je ein Qualifying und ein Rennen ausgetragen werden. Die Rennen werden live im Free-TV auf SAT.1 und im Stream auf DTM Grid (grid.dtm.com) übertragen. Dort können Fans auch die Trainingssitzungen und Qualifyings live verfolgen.

Zeitplan DTM Monza

Freitag, 18. Juni 2021
13:00-13:45 Uhr: Freies Training 1
16:10-16:55 Uhr: Freies Training 2

Samstag, 19. Juni 2021
10:30-10:50 Uhr: Qualifying 1
13:30 Uhr: Rennen 1

Sonntag, 20. Juni 2021
10:10-10:30 Uhr: Qualifying 2
13:30 Uhr: Rennen 2

GetSpeed feiert Platz drei beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring

Großer Erfolg für das Mercedes-AMG Team GetSpeed: Beim ADAC TOTAL 24h-Rennen auf dem Nürburgring fuhren Maximilian Götz, Daniel Juncadella und Raffaele Marciello als bestes Mercedes-AMG Team auf Platz drei. Jules Gounon, Fabian Schiller und Matthieu Vaxiviere wurden im zweiten Mercedes-AMG des Teams Siebte. Das gute Gesamtergebnis von GetSpeed in einem außergewöhnlichen Langstreckenrennen auf dem Eifelkurs komplettierten Janine Shoffner, Moritz Kranz, Markus Palttala und Maxime Soulet auf Rang 14 als viertbestes Pro-Am-Team.

„Platz drei ist angesichts der schwierigen Wetterbedingungen während des Rennens ein sehr gutes Ergebnis und der Lohn für die harte Arbeit, die unsere Mannschaft in den vergangenen Tagen und Wochen geleistet hat“, sagt Teamchef Adam Osieka. „In der Grünen Hölle zahlt sich nicht nur intensive Vorbereitung aus, sondern vor allem die Erfahrung, die wir uns über die Jahre hier erarbeitet haben. Auf diesem Weg Gratulation an unsere Nachbarn aus dem Gewerbepark am Nürburgring – herzlichen Glückwunsch Manthey Racing zum siebten Sieg beim 24h-Rennen am Nürburgring.“

Die 49. Ausgabe des 24h-Rennen auf dem Nürburgring war nichts für schwache Nerven. Bereits im Top-Qualifying entschieden die Witterungsbedingungen maßgeblich über Erfolg und Misserfolg. Marciello qualifizierte die #7 für Startplatz sechs, Kranz die #9 für Platz sieben und Vaxiviere die #8 für Position 27. Gerade bei Marciello wäre mehr drin gewesen. Im letzten Drittel seiner ersten fliegenden Runde des Einzelzeitfahrens gab es an seinem Mercedes-AMG GT3 jedoch starke Aussetzer. „Es stand extrem viel Wasser auf der Strecke und es waren sehr wenig Fahrzeuge unterwegs, die den Niederschlag hätten aufwirbeln und so verteilen können. Als ‚Lello‘ dann ab der Hohen Acht hinter einem Audi festhing und in der dichten Gischt fuhr, hat der Motor über die Ansaugbrücke Wasser gezogen“, erklärt Osieka. Das Team entschied sich, in der Nacht von Freitag auf Samstag den Motor zu wechseln, weil ein Schaden nicht ausgeschlossen werden konnte. Erst in den Morgenstunden gingen in Hallen von GetSpeed die Lichter aus. Die Entscheidung sollte sich jedoch als goldrichtig herausstellen, denn im Rennen lief das Aggregat erneut wie ein Uhrwerk.

Das Rennen war von Beginn an ein Kampf gegen die Natur: Unmittelbar nach dem Start setzte starker Regen ein und forderte den GetSpeed-Piloten alles ab. Hier war in erster Linie eine gute Risikoabwägung gefordert. „Wir haben uns früh dazu entschlossen, das Rennen mit Bedacht anzugehen, um bei teils surrealen Bedingungen keinen Ausfall zu riskieren“, sagt Osieka. „Wir sind buchstäblich in den Top-10-Positionen mitgeschwommen.“ Als das Rennen kurz vor Ende der sechsten Rennstunde aufgrund einsetzenden Nebels unterbrochen wurde, lagen die GetSpeed-Fahrzeuge auf den Plätzen neun (#7), zehn (#8) und 23 (#9). Der Restart erfolgte erst am Sonntagmittag, die Restdistanz betrug nur knapp mehr als dreieinhalb Stunden. Vor allen die beiden Speerspitzen schlossen schnell zur Spitzengruppe auf. Zunächst Juncadella, am Schluss Marciello setzten die vor ihnen fahrenden Fahrzeuge extrem unter Druck, eineinhalb Runden vor Schluss errang Marciello schließlich in einem spektakulären Überholmanöver den Podestplatz.

„Ich bin in dem Zweikampf um Platz drei hohes Risiko gegangen“, sagte Marciello. „Sven Müller hat fair mitgespielt und mir den nötigen Raum gelassen. Ich musste unbedingt in einer Kurve vorbei, denn auf den Geraden hat uns der Topspeed gefehlt.“ Juncadella ergänzte: „Mit Platz drei sind wir sehr zufrieden. Natürlich hätten wir das Rennen gerne gewonnen, aber das war eben auch kein normales 24h-Rennen.“ Bereits kurz nach dem Zieleinlauf, blickte Götz nach vorne. „Wir sind superglücklich, denn mit Platz drei hatten wir zwischenzeitlich nicht mehr gerechnet. Wir müssen jetzt genau analysieren, wo wir uns innerhalb der kurzen Sprintdistanz am Ende den Rückstand eingehandelt haben und daraus lernen. Dann kehren wir 2022 noch stärker zurück und greifen erneut an, das Rennen zu gewinnen.“

Auch für die Startnummer #8 gab es im Rennen nur eine Richtung: nach vorne. „Ich hatte in meinem ersten Stint einen kleinen Aha-Moment, als ich am hinteren linken Rad eine kleine Feuerentwicklung hatte. Dadurch haben wir fünf Minuten verloren, von denen ich aber zwei Minuten wieder herausfahren konnte“, sagt Schiller. „Platz sieben ist ein tolles Ergebnis. Wir haben unter schwierigen Bedingungen 20 Plätze gutgemacht. Das war von allen Fahrern eine solide Leistung

Das persönlich gesteckte Ziel nicht ganz erreicht haben Shoffner, Kranz, Palttala und Soulet in der Startnummer 9. „Wir wollten in der Pro-Am auf Platz drei ins Ziel kommen, das ist uns leider nicht gelungen“, sagte Shoffner. „Ich habe meine Pflichtrunden als Am-Fahrerin am Samstag recht früh absolviert. Durch den Rennabbruch und die verkürzte Distanz wurden die Vorgaben während des Rennens geändert. Das hat den Teams in die Karten gespielt, bei denen die Amateure am Ende nur zwei Runden drehen mussten.

Adam Osieka: „Unser Team hat nicht nur im Vorfeld sondern auch während des Rennens perfekt gearbeitet. Trotz des Einsatzes von drei Top-Fahrzeugen bei teils chaotischen Bedingungen ist uns kein einziger Fehler unterlaufen. Das macht mich sehr stolz und ich bin davon überzeugt, dass wir 2022 beim 24h-Rennen noch einmal nachlegen können.“

Doch jetzt richtet sich die Konzentration von GetSpeed zunächst auf die unmittelbar bevorstehenden Aufgaben. Bereits in zwei Wochen startet das Team beim Auftaktrennen der DTM im italienischen Monza (18.-20. Juni). Eine Woche später, am 26. Juni, steht beim vierten Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie erneut die Grüne Hölle auf dem Programm. Die Jubiläumsausgabe des 24h-Rennens auf dem Nürburgring ist auf den 26. bis 29. Mai 2022 datiert.

Auf Nummer sicher – Motorwechsel bei der #7

Raffaele Marciello war beim ADAC TOTAL 24h-Rennen auf dem Nürburgring im Top-Qualifying auf Bestzeitkurs. Der Italiener setzte im Mercedes-AMG GT3 auf seiner ersten von zwei schnellen Runden im Einzelzeitfahren gleich mehrere Sektorbestzeiten. Auf den letzten Metern kämpfte er dann allerdings mit stumpfen Waffen. „Es stand extrem viel Wasser auf der Strecke und es waren sehr wenig Fahrzeuge unterwegs, die den Niederschlag hätten aufwirbeln und so verteilen können. Als ‚Lello‘ dann ab der Hohen Acht hinter einem Audi festhing und in der dichten Gischt fuhr, hat der Motor über die Ansaugbrücke Wasser gezogen und es gab ab dem Pflanzgarten starke Motoraussetzer“, erklärt Teamchef Adam Osieka. „Eine zweite Runde war für uns dann leider nicht mehr möglich. Wir haben uns dann nach einer genauen Prüfung gegen 22 Uhr dazu entschlossen, den Motor sicherheitshalber zu wechseln, weil wir einen Schaden nicht ausschließen konnten.“

Anstatt den Abend entspannt ausklingen zu lassen, gaben die GetSpeed Mechaniker noch einmal Vollgas. Um 1 Uhr war das angeschlagene Aggregat entfernt, nur 3 Stunden später der neue Motor verbaut. „Die Jungs hatten auch vorher schon ein paar anstrengende Tage hinter sich. Trotzdem haben sie Freitagnacht noch einmal alles gegeben“, sagt Osieka. „Ich bin sehr stolz auf meine Truppe. Wir wollen beim 24h-Rennen ein Top-Ergebnis erzielen und geben alles dafür.“

Das Warm-up am Samstagvormittag ist für das Mercedes-AMG Team GetSpeed nun von großer Bedeutung. Anstatt ein paar lockere Runden zu drehen, wird die letzte Session vor dem Start zum Langstreckenklassiker nun ein echter Funktionstest. „Unser Team kennt den Mercedes-AMG GT3 wie seine Westentasche“, sagt Osieka. „Wir arbeiten seit zweieinhalb Jahren sehr intensiv mit dem Boliden. Ein Motorwechsel ist normal kein Hexenwerk, allerdings unter diesen Extrembedingungen schon eine Herausforderung.“

GetSpeed mit zwei AMG-Performance-Autos beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring

An diesem Wochenende (3. bis 6. Juni) startet GetSpeed beim ADAC TOTAL 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring setzt drei Mercedes-AMG GT3 ein; zwei davon mit Werksunterstützung unter der Bewerbung Mercedes-AMG Team GetSpeed.

Rückblende: Beim 24h-Rennen 2020 hatte GetSpeed im September vergangenen Jahres das erste Renndrittel dominiert. Von 39 Runden bis zur Rennunterbrechung aufgrund von Starkregen und schlechter Sicht in den Abendstunden lag die Mannschaft rund um Teamchef Adam Osieka 31 Runden lang in Führung. Kurz vor der Roten Flagge fiel Raffaele Marciello im Mercedes-AMG GT3 den widrigen Bedingungen zum Opfer. „Das war ein herber Rückschlag und die Enttäuschung war riesig“, sagt Osieka. „Am Ende sind wir daran aber gewachsen. Wir wissen, was wir können und welche Fehler wir gemacht haben. Wir wissen, dass wir bei einem der härtesten Rennen der Welt um den Sieg mitfahren können. Und genau das ist auch in diesem Jahr unser Ziel. Wir wollen die Rechnung aus 2020 begleichen.“

Bärenstark sind die beiden GetSpeed Speerspitzen besetzt: Maximilian Götz, Daniel Juncadella und Raffaele Marciello teilen sich die Startnummer #7, in der #8 wechseln sich Jules Gounon, Dirk Müller und Matthieu Vaxiviere ab. Fabian Schiller ist in beiden Fahrzeugen gesetzt. „Wenn ich mir ein Rennen aussuchen könnte, dass ich in diesem Jahr gewinnen will, dann wäre es das 24h-Rennen auf dem Nürburgring“, sagt Juncadella. „Ich habe mich auf das Rennen sehr intensiv vorbereitet, genauso das Team. Wir haben also gute Voraussetzungen und sind konkurrenzfähig.“

Der erfahrenste GetSpeed-Pilot ist Neuzugang Dirk Müller, der 2021 neu zum Team hinzugestoßen ist. Der Burbacher hat in seiner Karriere 24h-Rennen in Daytona, Le Mans, Spa-Francorchamps und auf dem Nürburgring gewonnen hat. „Trotzdem bin ich jedes Mal nervös, als wäre es mein erstes Langstreckenrennen“, gibt Müller zu. „Ich versuche daher möglichst stressfrei in die Woche vor der Veranstaltung zu starten und die Akkus aufzuladen. Wenn ich dann am Wochenende zum ersten Mal im Rennfahrzeug sitze, ist die Nervosität schnell verflogen. Dann bin ich immer hochkonzentriert.“ Der 45-jährige Routinier wirft vor allem eine Menge Erfahrung in die Waagschale: „Es sind viele stark besetzte Fahrzeuge beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring mit dabei. Da gilt es, immer einen kühlen Kopf zu bewahren. Wir wissen, was wir können. Und bis zur letzten Stunde muss das Ziel sein, keine Fehler zu machen. Dazu hat man bei einem 24h-Rennen in der Grünen Hölle dummerweise jede Menge Möglichkeiten. Am Ende ist das wichtigste, in der letzten Runde vorne zu sein.“

Im Kundenauftrag bringt GetSpeed einen weiteren Mercedes-AMG GT3 an den Start. Neben den beiden NLS-Stammfahrern Janine Hill und Moritz Kranz stoßen Markus Palttala und Maxime Soulet zum Team hinzu. Ziel des Quartetts ist der Sieg in der Pro-Am-Wertung. „Wir haben auch in diesem Jahr ein sehr starkes Line-up und ich bin glücklich, von so vielen talentierten Jungs umgeben zu sein“, sagt Shoffner. „Vom Ergebnis her ist eine Menge drin. Unser Ziel ist, das Rennen mit Bedacht anzugehen und dann am Ende zu schauen, wo wir landen.“

Das ADAC TOTAL 24h-Rennen findet vom 3. bis 6. Juni statt. Am Donnerstag stehen von 12:30 bis 14 Uhr und von 20:30 bis 23:30 Uhr zwei Qualifyings auf dem Programm. Höhepunkt des Freitages ist das Top-Qualifying von 18:30 bis 20:50 Uhr, bei dem die Startplätze für das Rennen ausgefahren werden. Die Hatz zweimal rund um die Uhr startet am Samstagnachmittag um 15:30 Uhr. Das komplette Rennen wird live im Free-TV auf NITRO übertragen. Auf der Website www.24h-rennen.de ist nicht nur der normale Livestream zu finden, die Fans können das Rennen auch lückenlos aus der Onboard-Perspektive des Mercedes-AMG GT3 #7 von GetSpeed verfolgen.

 

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