Maini verpasst beim Finale trotz starker Performance erneuten Podestplatz

Maini verpasst beim Finale trotz starker Performance erneuten Podestplatz

Mit gemischten Gefühlen beendet das Mercedes-AMG Team GetSpeed die DTM-Saison 2021. Nach dem ersten Podestplatz für Arjun Maini am Samstag als Zweiter, waren die Voraussetzungen für eine Wiederholung auch am Sonntag gegeben: eine ordentliche Ausgangsposition mit Platz sieben in der Startaufstellung, eine perfekte Strategie mit einem schnellen Boxenstopp und nicht zuletzt die gute Renn-Performance des jungen Inders im Mercedes-AMG GT3. Dass am Ende nur Platz sechs zu Buche stand, dafür war Audi-Fahrer Nico Müller verantwortlich. Der Schweizer drehte Maini in Runde 50 in Turn 4. Müller erhielt eine Zeitstrafe, Maini verlor durch den Zwischenfall 15 Sekunden und zwei Positionen.

GetSpeed hat zusammen mit Arjun Maini, der seine erste Saison mit einem GT3-Fahrzeug absolvierte, 2021 in der DTM Geschichte geschrieben. Der 23-Jährige war der erste Inder, in der langen Historie der Traditionsserie. Damit war er auch der erste Inder, der in der DTM Punkte eingefahren hat (Nürburgring Rennen 1) und einen Podestplatz (Norisring Rennen 1) erzielte. Seine Rookiesaison beendete Maini mit 48 Punkten im Mittelfeld auf Rang zwölf und verwies damit namhafte DTM- und GT3-Piloten auf die Plätze.

Die DTM-Saison 2022 startet am 29. April im portugiesischen Portimão. GetSpeed plant, im neuen Jahr mit zwei Fahrzeugen dabei zu sein.

Stimmen nach dem Rennen

Arjun Maini: „Trotz des Erfolgsballasts im Auto hatten wir auch heute ein wirklich starkes Paket. Die Performance war top und wir lagen in aussichtsreicher Position. Leider wurde ich kurz vor Schluss von Nico getroffen und habe dadurch Positionen verloren. Platz sechs ist trotzdem kein schlechtes Ergebnis, aber es wäre mehr drin gewesen. Alles in allem bin ich mit meinem Premierenjahr zusammen mit GetSpeed in der DTM zufrieden. Wir hatten viel Pech, aber vor allem in der zweiten Saisonhälfte ging meine Lernkurve steil nach oben und wir konnten zusammen tolle Ergebnisse erzielen.“

Adam Osieka: „Die Gangart war beim Finalrennen erwartungsgemäß sehr hart. Arjun ist ein sehr bedachtes und intelligentes Rennen gefahren, um zum zweiten Mal in Folge ein Top-Ergebnis einzufahren. Als er dann von Müller in der Dutzendteichkehre getroffen wurde, war er machtlos. Zum Glück konnte er das Rennen nach dem Dreher fortsetzen. Platz sechs ist ein ordentliches Ergebnis, aber es wäre eindeutig mehr drin gewesen.“

Maini legt am Norisring seine Meisterprüfung in der DTM ab

Arjun Maini hat am Samstag DTM-Geschichte geschrieben. Beim ersten Rennen des Wochenendes auf dem Norisring raste der 23-Jährige des Team GetSpeed als erster Inder in dieser prestigeträchtigen Serie unter die ersten Drei. Platz zwei bedeutete für ihn mit dem Mercedes-AMG GT3 zudem das beste Saisonergebnis. Ausgerechnet auf dem berühmten Stadtkurs in Nürnberg zeigte Maini eine Leistungsexplosion, die aber auch durch eine sehr starke Teamleistung beim Pflichtboxenstopp begünstigt wurde.

Im Qualifying hatte Maini die rund 15.000 Zuschauer auf den Tribünen bereits beeindruckt. Der Inder belegte Rang vier hinter Lucas Auer, dem Sieger des letzten Rennens, sowie den beiden Gesamtführenden Liam Lawson und Kelvin van der Linde. Und noch vor dem Gesamtdritten und späteren Sieger Maximilian Götz. Erneut stellte der 23-Jährige unter Beweis, dass er mit dem Mercedes-AMG GT3 durchaus im Konzert der Großen mitspielen kann. Dabei verfehlte er eine Top-3-Position nur um sieben Tausendstelsekunden.

Permanent hielt er sich in der Anfangsphase des Rennens in den Top Fünf auf bei der Jagd um die engen Kurven und naheliegenden, seitlichen Mauern. Und dann absolvierte GetSpeed den Boxenstopp in glänzenden 6,590 Sekunden. Kein Team war schneller. Maini fuhr als virtueller Zweiter zurück auf die Strecke. Und diesen hervorragenden Platz verteidigte er mit dem Messer zwischen den Zähnen gegen einen immer wieder im Windschatten auftauchenden Liam Lawson. Dennoch hielt er den Neuseeländer bis zum Zielstrich gekonnt in Schach.

Weiter geht es für GetSpeed und Maini am morgigen Sonntag auf dem Norisring mit dem 20‑minütigen Qualifying um 10:00 Uhr, bevor das Rennen wieder um 13:30 Uhr (ab 13:00 Uhr live in SAT.1) beginnt.

Stimmen nach dem Rennen

Arjun Maini: „Ich bin jetzt direkt nach dem Rennen sehr aufgeregt. Am Start hatte ich in der ersten Kurve eine leichte Kollision mit dem Auto von Liam Lawson und habe mir dabei einen Schaden vorne rechts zugezogen, so dass ich das ganze Rennen über beim Lenken einen leichten Linksruck hatte. Aber nach dem Stopp war die Pace weiterhin sehr gut und ich konnte meinen zweiten Platz bis ins Ziel halten. Ich bin sehr glücklich.“

Adam Osieka: „Die teilweise schwierige Anlaufphase in der DTM haben wir hinter uns gebracht. Die intensive Arbeit des Teams zahlt sich immer mehr aus. Arjun kommt bekanntlich aus dem Formelsport. Sowohl ihn als auch das Auto haben wir im Laufe der Saison immer weiter entwickelt. Unser Mercedes-AMG GT3 und Arjun sind jetzt sehr gut aufeinander abgestimmt. Unsere Strategie ist heute komplett aufgegangen. Wir freuen uns natürlich sehr, dass das Ganze Früchte getragen hat.

Maini wünscht sich beim Finale am Norisring ein Hoch

Nur eine Woche nach den Rennen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg endet vom 8. bis 10. Oktober auf dem Norisring das erste GT3-Jahr der DTM. Mit der Partie ist natürlich auch Arjun Maini, der mit dem Mercedes-AMG GT3 des Team GetSpeed auf dem berühmten Stadtkurs GT3-Neuland betritt.

„Niemand hatte die Möglichkeit dort zu testen, insofern ist der Kurs in Sachen GT3-Fahrzeuge für alle neu. Auf den ersten Blick erscheint das Streckenprofil nicht sehr anspruchsvoll, aber dennoch stellt der Norisring eine Herausforderung dar. Wir wollen das Training optimal nutzen, damit wir für Qualifying und Rennen gut vorbereitet sind“, sagt Teamchef Adam Osieka.

In Hockenheim war Maini am Sonntag bereits zum vierten Mal in dieser Saison nach einer fulminanten Fahrt in den Punkten gelandet. Mit nunmehr 22 Punkten ist der 23 Jahre alte Inder 14. der Gesamtwertung. „Nachdem wir uns für die Rennen in Hockenheim auf P5 und P3 qualifiziert hatten, war es enttäuschend, dass wir in Rennen zwei nur auf Platz acht gelandet sind. Positiv ist, dass wir nicht nur im Qualifying, sondern auch im Rennen eine starke Pace hatten. Nun folgt das große Finale auf dem Norisring an diesem Wochenende. Ich hoffe, meine erste DTM-Saison mit einem Hoch zu beenden“, sagt Maini.

Das Programm auf dem Red Bull Ring sieht am Freitag (8. Oktober) um 12:05 Uhr ein 45‑minütiges erstes Freies Training vor. Das zweite Freie Training folgt um 16:05 bis 16:50 Uhr. Am Samstag (9. Oktober) wird im Qualifying von 10:00 bis 10:20 Uhr die Startaufstellung für das erste Rennen ermittelt. Der Rennstart ist um 13:30 Uhr (ab 13:00 Uhr live in SAT.1). Auch am Sonntag (10. Oktober) beginnt das 20‑minütige Qualifying ebenfalls um 10:00 Uhr, bevor das Rennen wieder um 13:30 Uhr (ab 13:00 Uhr live in SAT.1) beginnt.

GetSpeed-Trio will positiven Abschluss beim GTWC-Finale in Barcelona

Mit einem guten Ergebnis wollen sich Jim Pla, Olivier Grotz und Florian Scholze von der Saison 2021 im Endurance-Cup der Fanatec GT World Challenge Europe verabschieden. Zuletzt landete das Trio mit dem Mercedes-AMG GT3 von GetSpeed im Pro-Am Cup am Nürburgring nur auf dem siebten Platz. Auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya wollen sie es nun besser machen.

„Ich hoffe, dass wir zum Abschluss ein starkes Ergebnis einfahren können und somit die Saison mit einem Ausrufezeichen beenden“, sagt der Luxemburger Grotz, der zusammen mit Scholze 18. der Fahrerwertung mit 24 Punkten ist. GetSpeed rangiert als Team mit 27 Punkten auf Platz acht. Auf der 4,7 km langen Strecke werden insgesamt 47 Fahrzeuge an den Start gehen.

Auch Teamchef Adam Osieka ist voller Tatendrang: „In Barcelona wollen wir den Stier nochmal bei den Hörnern packen und uns mit einem guten Ergebnis für die nicht immer optimal verlaufenen Rennen zuvor entschädigen. Ich freue mich auf ein tolles, spektakuläres Finale.“

Das Rennen startet am Sonntagnachmittag um 15 Uhr über die Distanz von drei Stunden. Die Startpositionen werden im Qualifying am Sonntagmorgen ab 9 Uhr ausgefahren. Am Samstag finden ein Freies Training (9 Uhr) und das Pre-Qualifying (13:40 Uhr) statt. Alle Sessions werden im Internet unter www.gt-world-challenge-europe.com gestreamt.

Maini rehabilitiert sich in Hockenheim bei DTM-Lauf zwei eindrucksvoll

Nach dem Rückschlag am Samstag ist Arjun Maini einen Tag später auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg beim zweiten DTM-Lauf stärker zurückgekommen. Mit nur 7,338 Sekunden Rückstand auf einen Podestplatz fuhr der Inder nach einem beherzten Rennen mit dem Mercedes-AMG GT3 des Team GetSpeed als Achter über den Zielstrich. Zum vierten Mal in dieser Saison landete der 23-Jährige nach einem rasanten Ritt bereits in den Punkten in diesem illustren Feld mit vielen langjährigen DTM-Assen.

Bereits im Qualifying ließ Maini mit Rang drei aufhorchen, dabei war er in seiner besten Runde nur 0,034 Sekunden langsamer als der Polesetter Kelvin van Linde. Da Maini aber von den Sportkommissaren tags zuvor nach einer Kollision mit Lucas Auer fürs folgende Rennen um fünf Positionen im Grid nach hinten strafversetzt worden war, ging es von Rang acht aus für ihn los. Den Punkt, den er für Platz drei in der Zeitenjagd holte, den konnte ihm aber keiner mehr nehmen. Nach Runde eins hatte er sich schon auf Platz sechs nach vorne gearbeitet. In diesen Regionen um Platz sechs bis acht hielt er sich konstant über die gesamte Renndauer auf, was seine starke Performance an diesem Tag unterstrich.

Bereits am kommenden Wochenende steht das Finale auf dem Programm. Der Nachholtermin des Stadtrennens auf dem Norisring in Nürnberg beschließt vom 8. bis 10. Oktober das erste GT3-Jahr der DTM.

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Arjun Maini: „Das war ein sehr starkes Rennen. Ich habe im Qualifying und im Rennen erneut gepunktet, trotz der Zurückversetzung im Grid, aber das ist eine andere Geschichte. Das Auto war sehr gut vorbereitet, wir hatten den notwendigen Speed, ich habe mich wohl gefühlt. Am Ende war das ein sehr guter Tag für mich und das Team.“

Adam Osieka: „Nach dem gestrigen Unfall musste unser Team eine Nachtschicht einlegen. Sie haben wie gewohnt einen perfekten Job gemacht. Heute Morgen stand der Wagen wie neu in der Box. Man hat gesehen, wie hochmotiviert Arjun heute war. Er hat im Qualifying mit Platz drei bereits seinen Speed unter Beweis gestellt. Leider musste er in der Startaufstellung wegen des Vorfalls gestern fünf Plätze nach hinten. Im Rennen konnte sich Arjun gut behaupten. Auf Platz acht gestartet, auf Platz acht im Ziel und weitere Punkte eingesammelt. Das macht uns für das Finale in der kommenden Woche auf dem Norisring zuversichtlich.“

Maini scheidet nach Kollision in erster Runde aus

Unglücklicher Start für Arjun Maini in das DTM-Rennwochenende auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg. Der Inder konnte aufgrund einer Kollision in der ersten Runde seine sehr gute Ausgangsposition bei Lauf eins nicht nutzen. Dem 23-Jährigen fehlten im Qualifying nur 0,042 Sekunden auf die Spitze. Von Platz fünf aus ging es los. Zunächst verlor er mit dem Mercedes-AMG GT3 von GetSpeed eine Position nach Kurve eins, kurzzeitig schob er sich aber mit starken Manövern wieder auf Platz vier vor, bevor er mit seinem Markenkollegen Lucas Auer im dichten Gedränge am Ende der Parabolica aneinandergeriet.

Nach wenigen Sekunden landete er mit seinem havarierten Boliden und einem Schaden vorne rechts im Kiesbett. Es gab eine Safety-Car-Phase, der Mercedes AMG GT3 musste abgeschleppt werden. „Zu so einem Unfall gehören immer zwei. Lucas zieht in der Kurve sechs einfach rein, ohne sein Umfeld im Auge zu haben. Gerade in der ersten Runde sollte man in dieser Kurve immer seine Linie halten. Arjun hat die Kurve normal angebremst, als plötzlich Auer vor ihm auftauchte“, sagte Teamchef Adam Osieka zum frühen Ausfall seines Schützlings. Die Sportkommissare waren anderer Meinung und sahen in Maini den Verursacher des Unfalls. Im morgigen Rennen wird Maini um fünf Positionen im Grid nach hinten strafversetzt.

Wie schon beim Rennen im niederländischen Assen steht den GetSpeed-Mechanikern eine kurze Nach bevor. Bereits vor zwei Wochen hatte das Team den Boliden über Nacht instand setzen müssen. „Und täglich grüßt das Murmeltier“, sagte Osieka zerknirscht. Rennen zwei auf dem Hockenheimring startet am Sonntagmittag um 13:30 Uhr. Zuvor werden im Qualifying ab 10:20 Uhr die Startplätze herausgefahren.

Maini will in Hockenheim stark zurückkommen

Das unglücklich verlaufene Rennwochenende auf dem TT Circuit Assen hatte Arjun Maini schnell abgehakt. Schließlich waren es äußere Einflüsse, die den Inder unsanft stoppten und dafür sorgten, dass er mit dem Mercedes-AMG GT3 des GetSpeed-Teams ohne Punkte blieb. Eine Eigenart in der Zeitnahme und eine unverschuldete Massenkarambolage raubten dem 23-Jährigen vor zwei Wochen alle Chancen auf eine Top-Ten-Platzierung. Auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg will er es nun vom 1. bis 3. Oktober deutlich besser machen. Dass er sein Metier beherrscht, hat er schon mehrfach und eindrucksvoll in dieser Saison in der DTM unter Beweis gestellt.

„Manchmal soll es im Motorsport einfach nicht sein. An dem Wochenende in Assen schien uns nichts Gutes zu widerfahren. Es ist natürlich schwer für mich, das zu akzeptieren, aber wir haben keine Zeit, frustriert zu sein. Jetzt müssen wir uns als Team neu formieren und in Hockenheim und am Norisring stark zurückkommen“, sagt Maini vor den DTM-Läufen 13 und 14 auf dem modernen, 4,5 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs in der Kurpfalz mit seinem anspruchsvollen, abwechslungsreichen Layout und den zahlreichen Überholmöglichkeiten. In der Fahrerwertung belegt er momentan mit 17 Punkten den 14. Platz.

„Wir sind gut vorbereitet. Aber, das werden keine einfachen Rennen für uns werden in Hockenheim. Auf der langgezogenen Parabolica fehlt uns mit dem Mercedes-AMG vielleicht ein wenig der Top-Speed. Mal schauen, wohin die Reise geht. Arjun entwickelt sich stetig weiter. Ich bin überzeugt davon, dass er im Qualifying erneut stark auftrumpfen kann. Das wäre die Grundlage, um ein gutes Ergebnis zu erzielen“, sagt Teamchef Adam Osieka.

Das Programm auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg sieht am Freitag (1. Oktober) um 11:45 Uhr ein 45‑minütiges erstes Freies Training vor. Das zweite Freie Training folgt um 15:25. Am Samstag (2. Oktober) wird im Qualifying von 10:20 bis 10:40 Uhr die Startaufstellung für das erste Rennen ermittelt. Der Rennstart ist um 13:30 Uhr (ab 13:00 Uhr live in SAT.1). Am Sonntag (3. Oktober) beginnt das 20‑minütige Qualifying ebenfalls um 10:20 Uhr, bevor das Rennen wieder um 13:30 Uhr (ab 13:00 Uhr live in SAT.1) beginnt.

Janine Shoffner ist nach der Hölle auf Erden im siebten Himmel

Was für eine grandiose sportliche Leistung. Janine Shoffners vierstündige Solofahrt durch die Grüne Hölle nötigte Kollegen und Fans am Samstag gleichermaßen Beifall und Respekt ab. Die US-Amerikanerin zeigte beim achten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie im Mercedes-AMG GT3 von GetSpeed was sie alles drauf hat. Am Ende landete sie – auf Solopfaden unterwegs – beim 53. ADAC Barbarossapreis in der Klasse SP9 Am auf Rang zwei und im Gesamtklassement auf Platz 15. Shoffner war die erste Fahrerin, die sich auf der Nordschleife dieser Herausforderung im GT3-Fahrzeug stellte.

Um ein Haar hätte Shoffner das Rennen sogar gewonnen. Über weite Strecken in Führung liegend, büßte sie erst in der letzten Runde Platz eins am Ende einer Doppel-Gelb-Phase auf der Döttinger Höhe ein. „P2 – so nah an P1. Nur sieben Sekunden haben mir zum Klassensieg gefehlt. Es war ein harter, aber lustiger Tag. Vier Stunden im Auto sind die Hölle auf Erden, aber das war es wert. Das war eine tolle Art und Weise für mich, nun die Saison zu beenden. Ein großes Dankeschön an das GetSpeed-Team, die wie immer fantastisch waren, und natürlich an Moritz“, sagte eine überglückliche Janine Shoffner, die zuvor mit ihrem etatmäßigen Partner Moritz Kranz das Kunststück vollbracht hatte, in der NLS sechsmal in Folge die Am-Klassenwertung der SP9 und die damit verbundene Klassensieger-Trophäe zu gewinnen. Zudem beendete sie die Saison als Gewinnerin der NLS-Ladies-Trophäe.

Die Nordschleifen-Saison ist für GetSpeed beendet. Am kommenden Wochenende steht die vorletzte DTM-Veranstaltung in Hockenheim auf dem Programm.

Janine Shoffner ist bei NLS8 auf Solopfaden unterwegs

Eine Frau steht ihren Mann. Janine Shoffner geht beim achten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie allein im Mercedes-AMG GT3 von GetSpeed an den Start. Die US-Amerikanerin freut sich unheimlich auf ihren Husarenritt über die Distanz von vier Stunden beim 53. ADAC Barbarossapreis auf der Nordschleife in der Klasse SP9 Am. Shoffner ist der erste Fahrer, der sich dieser Herausforderung im GT3-Fahrzeug stellt.

„Ich finde das eine großartige Geschichte und ich traue es Janine durchaus auch zu, dass sie diese lange Distanz sehr gut alleine bewältigen kann. Sie hat in den letzten Jahren in der NLS bewiesen, dass sie eine schnelle und erfolgreiche Pilotin ist. Sie lotet gerne mal ihre Grenzen aus. Ich bin mir sicher, sie wird es allen zeigen, wie stark und fit sie ist“, sagt Teamchef Adam Osieka.

Mit ihrem etatmäßigen Partner Moritz Kranz gelang Janine Shoffner zuletzt beim Saisonhighlight der NLS, dem ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, das Kunststück zum sechsten Mal in Folge die Am-Klassenwertung der SP9 zu gewinnen. Nun ist sie also als Einzelkämpferin in der Grünen Hölle unterwegs. Kranz wird sie bei der Premiere tatkräftig an der Box unterstützen.

„Ich wollte das immer schon mal machen, und jetzt ist die Gelegenheit dazu gekommen. Mit der Meisterschaft in der Tasche gibt es keinen Grund, es nicht mal zu versuchen. Ich habe bereits im letzten Rennen einen Dreifach-Stint hingelegt, also denke ich, dass ich die Distanz schaffen kann und dafür gut gerüstet bin. Es wird sicherlich ein langer Tag für mich werden, aber ich freue mich darauf“, sagt Janine Shoffner.

Wer nicht als Zuschauer vor Ort ist, kann im Livestream auf VLN.de ab 08:30 Uhr verfolgen, wie sich Shoffner als Solistin schlägt.

Maini bleibt in Assen ohne Punkte

Die Ausgangsbasis für Rennen zwei der DTM auf dem TT Circuit in Assen war für Arjun Maini denkbar schlecht. Obwohl zunächst auf Position acht im Qualifying gewertet, konnte der 23-Jährige das Sonntagsrennen nur von Platz 16 aus in Angriff nehmen. Der Grund dafür war eine Eigenart an der Zeitnahme der Rennstrecke in den Niederlanden.

Nach einer Unterbrechung im Zeittraining mit der Roten Flagge wurde die Zeitenjagd auf verbleibende drei Minuten angesetzt. Maini startete seinen finalen Run auf eine Topzeit buchstäblich in letzter Sekunde. Im Nachhinein wurde ihm die Rundenzeit jedoch aberkannt, weil er – obwohl nicht abgewinkt und die herunterlaufende Zeit auf dem Timingmonitor noch ausreichend gewesen wäre – angeblich 0,8 Sekunden zu spät die Start-Ziel-Linie passiert hatte. Die Erläuterung der Rennleitung: „Dass er zu spät über die Linie gefahren war, war zunächst nicht erfasst worden, da nach einer Roten Flagge und der Wiederaufnahme der Session aus technischen Gründen in der Zeitnahme ein Versatz von einer Sekunde entsteht. Dieser wird immer manuell nach der Sitzung korrigiert.“

In einer starken Anfangsphase machte Maini bereits beim Start einige Positionen gut und fuhr bis auf 12 nach vorne. Weiter in Richtung Spitze führte der Weg jedoch über die rund einstündige Distanz nicht. Die Reifen bauten nach dem Stopp schnell ab und Maini kämpfte mit stumpfen Waffen, so dass am Ende nur Rang 13 zu Buche stand.

In zwei Wochen geht es in der DTM weiter. Auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg stehen die Rennen 13 und 14 auf dem Programm.

Stimmen nach dem Rennen

Arjun Maini: „Ich hatte einen ordentlichen Start und konnte auf Anhieb vier Plätze gutmachen. Wir haben dann wie fast alle Teams einen frühen Boxenstopp eingelegt. Die ersten Runden waren noch okay, danach haben die Reifen dann aber extrem schnell abgebaut, so dass ich nicht mehr voll angreifen konnte. Hier fehlte uns schlichtweg Erfahrung, die wir im Rennen am Samstag hätten machen können. Platz 13 war am Ende das Maximum, das machbar gewesen ist. Kein gutes Wochenende, aber ich bin davon überzeugt, dass wir in Hockenheim stark sein werden.“

Adam Osieka: „Wir können mit diesem Rennwochenende nicht zufrieden sein. Dabei haben wir uns selbst nichts vorzuwerfen. Am Samstag hatten wir Pech, weil es beim Startprozedere einen Rückstau gab und Arjun unsanft in mehrere Kollisionen verwickelt wurde. Auch wenn die Enttäuschung groß gewesen ist, haben weder Team noch Fahrer den Kopf in den Sand gesteckt. Unsere Mannschaft hat den Mercedes-AMG GT3 über Nacht wieder fit gemacht. Arjun war seinerseits im Qualifying hochmotiviert. Dass wir am Ende unter anderem an einer Unzulänglichkeit der Infrastruktur der Rennstrecke gescheitert sind, passt ins Bild. Jetzt heißt es Kopf hoch und nach vorne blicken.“

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